Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Aktuelle Therapiepfade und Studienübersicht zur CLL

20.10.2017

Anlässlich ihres 30. Arbeitstreffens am 20./21. Oktober 2017 in Schloss Hohenkammer bei München hat die Deutsche CLL Studiengruppe (DCLLSG) gemeinsam mit dem Kompetenznetz Maligne Lymphome e.V. (KML) eine DIN-A4-Karte zu den aktuellen Behandlungspfaden für Patienten mit einer chronischen lymphatischen Leukämie (CLL) herausgegeben. Abhängig vom Erkrankungsstadium, der Fitness und dem Risikoprofil des Patienten wird grafisch aufbereitet, wie Patienten im Falle einer Ersterkrankung (Firstline-Therapien) oder nach einem Rückfall (Rezidiv-Therapien) behandelt werden sollten – vorzugsweise im Rahmen von DCLLSG-Studien oder nach einem von der DCLLSG empfohlenen Standard.

Behandlungsoptionen für CLL-Patienten innerhalb und außerhalb von Studien


Firstline-Therapien CLL

© Deutsche CLL Studiengruppe/Kompetenznetz Maligne Lymphome e.V.


Rezidivtherapien CLL

© Deutsche CLL Studiengruppe/Kompetenznetz Maligne Lymphome e.V.

Die Deutsche CLL Studiengruppe (DCLLSG) unter der Leitung von Prof. Dr. Michael Hallek (Universität zu Köln) hat im Rahmen zahlreicher Studien der Phasen I, II und III neue, international anerkannte Standards für die Behandlung von Patienten verschiedener Stadien und Risikoprofile einer CLL etabliert und konnte maßgeblich dazu beitragen, dass sich die Lebenserwartung von CLL-Patienten in den letzten Jahren erheblich verlängert hat.

Ein wesentliches Anliegen der Studiengruppe ist es, die Behandlung von CLL-Patienten mit möglichst allen Zentren im deutschsprachigen Raum abzustimmen und sich so zu vernetzen, dass die neuesten Diagnostik- und Therapieoptionen allen CLL-Patienten zur Verfügung gestellt werden können. Dazu tragen vor allem die Studien der DCLLSG bei, wie auch das bislang sehr erfolgreiche DCLLSG-Register, für das alle Behandlungszentren ihre Patienten melden können.

Mit der jetzt veröffentlichten Übersicht können die behandelnden Ärzte auf einen Blick erkennen, ob für ihren jeweiligen CLL-Patienten eine klinische Therapiestudie zur Verfügung steht. Zudem können sie das jeweilige Studienkonzept mit dem empfohlenen DCLLSG-Behandlungsstandard außerhalb von Studien vergleichen. Die als „DCLLSG-Standard“ deklarierten Behandlungspfade stimmen im Wesentlichen mit den DGHO-Leitlinien zur CLL überein, setzen aber aufgrund ihrer Aktualität geringfügig auch andere Akzente.

Die Karte mit den DCLLSG-Behandlungspfaden wird regelmäßig aktualisiert und steht auf den Internetseiten der Deutschen CLL Studiengruppe http://www.dcllsg.de und des Kompetenznetzes Maligne Lymphome e.V. (www.lymphome.de) zum Download zur Verfügung (derzeitiger Aktualisierungsstand: 13. Oktober 2017).

Chronische lymphatische Leukämie

Die chronische lymphatische Leukämie, abgekürzt CLL, ist die häufigste Leukämie in westlichen Ländern, an der überwiegend ältere Menschen erkranken. Bei einer CLL werden im Blut, aber auch in den Lymphknoten, der Milz, der Leber und im Knochenmark auffallend viele bösartig veränderte Lymphozyten des Typs B gefunden. Aufgrund der zellulären Herkunft der Tumorzellen ist die CLL eine Unterform der mehr als 60 verschiedenen Lymphomerkrankungen. Kennzeichnend für die CLL ist ihr eher langsames, schleichendes Voranschreiten. Dennoch zeigen sich abhängig vom Risikoprofil des einzelnen Patienten ganz unterschiedliche klinische Verläufe. Weitere Informationen zur CLL bieten auch die Internetseiten http://www.lymphome.de und http://www.dcllsg.de.

30. Arbeitstreffen der Deutschen CLL Studiengruppe

Die Arbeitstreffen der DCLLSG finden ein- bis zweimal im Jahr statt. Das Programm des diesjährigen Arbeitstreffens umfasst wieder die Updates aller laufenden Studien, einen Überblick über die geplanten neuen Studien und Informationen über die erhobenen Daten von nicht mehr rekrutierenden Studien. Weitere Informationen: http://www.dcllsg.de

Weitere Informationen & Ansprechpartnerin für die Presse:

Silke Hellmich, KML | Information & Kommunikation, Kompetenznetz Maligne Lymphome e.V., Uniklinik Köln, D-50924 Köln, Tel.: +49 (0)221 478-96005, E-Mail: silke.hellmich@uk-koeln.de

In Deutschland erkranken jedes Jahr rund 30.000 Menschen neu an einem malignen Lymphom. Abhängig von der zellulären Herkunft und dem klinischen Verlauf kennt man heute mehr als 60 Lymphomarten, die jeweils unterschiedlich behandelt werden müssen. Hier auf dem jeweils aktuellen Stand des Wissens zu sein, stellt für Ärzte oft eine besondere Herausforderung dar. Im Kompetenznetz Maligne Lymphome e.V. (KML) haben sich daher deutschlandweit Wissenschaftler und Versorgungseinrichtungen zusammengeschlossen, die bei der Erforschung und Behandlung von bösartigen Erkrankungen des lymphatischen Systems führend sind. Die Kooperation trägt dazu bei, die Kommunikation und den Wissenstransfer zwischen Wissenschaftlern, Ärzten und Betroffenen zu verbessern.

Weitere Informationen:

http://www.dcllsg.de - Internetseiten der Deutschen CLL Studiengruppe
http://www.lymhome.de - Informationsportal des Kompetenznetzes Maligne Lymphome e.V.

Silke Hellmich KML | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Heilende Wirkung von Radon
14.01.2019 | Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

nachricht Braunalgenextrakt als neuer therapeutischer Ansatz bei Lungenhochdruck
14.01.2019 | Deutsches Zentrum für Lungenforschung e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Ten-year anniversary of the Neumayer Station III

The scientific and political community alike stress the importance of German Antarctic research

Joint Press Release from the BMBF and AWI

The Antarctic is a frigid continent south of the Antarctic Circle, where researchers are the only inhabitants. Despite the hostile conditions, here the Alfred...

Im Focus: Ultra ultrasound to transform new tech

World first experiments on sensor that may revolutionise everything from medical devices to unmanned vehicles

The new sensor - capable of detecting vibrations of living cells - may revolutionise everything from medical devices to unmanned vehicles.

Im Focus: Fliegende optische Katzen für die Quantenkommunikation

Gleichzeitig tot und lebendig? Max-Planck-Forscher realisieren im Labor Erwin Schrödingers paradoxes Gedankenexperiment mithilfe eines verschränkten Atom-Licht-Zustands.

Bereits 1935 formulierte Erwin Schrödinger die paradoxen Eigenschaften der Quantenphysik in einem Gedankenexperiment über eine Katze, die gleichzeitig tot und...

Im Focus: Flying Optical Cats for Quantum Communication

Dead and alive at the same time? Researchers at the Max Planck Institute of Quantum Optics have implemented Erwin Schrödinger’s paradoxical gedanken experiment employing an entangled atom-light state.

In 1935 Erwin Schrödinger formulated a thought experiment designed to capture the paradoxical nature of quantum physics. The crucial element of this gedanken...

Im Focus: Implantate aus Nanozellulose: Das Ohr aus dem 3-D-Drucker

Aus Holz gewonnene Nanocellulose verfügt über erstaunliche Materialeigenschaften. Empa-Forscher bestücken den biologisch abbaubaren Rohstoff nun mit zusätzlichen Fähigkeiten, um Implantate für Knorpelerkrankungen mittels 3-D-Druck fertigen zu können.

Alles beginnt mit einem Ohr. Empa-Forscher Michael Hausmann entfernt das Objekt in Form eines menschlichen Ohrs aus dem 3-D-Drucker und erklärt: «Nanocellulose...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Smarte Sensorik für Mobilität und Produktion 4.0 am 07. Februar 2019 in Oldenburg

18.01.2019 | Veranstaltungen

16. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

17.01.2019 | Veranstaltungen

Erstmalig in Nürnberg: Tagung „HR-Trends 2019“

17.01.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Zeitwirtschafts- und Einsatzplanungsprozesse effizient und transparent gestalten mit dem Workforce Management System der GFOS

18.01.2019 | Unternehmensmeldung

Der Schlaue Klaus erlaubt keine Fehler

18.01.2019 | Informationstechnologie

Neues Verfahren zur Grundwassersanierung: Mit Eisenoxid gegen hochgiftige Stoffe

18.01.2019 | Verfahrenstechnologie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics