Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

12,41 Millionen Euro Bau-Investition in moderne Bio-Forschungsumgebung in Leipzig

04.04.2011
Ein Zentrum, ein Standort. So das gemeinsame Ziel der Universität Leipzig, zu der das Translationszentrums für Regenerative Medizin (TRM) gehört und des Staatsbetriebes Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB). In der ehemaligen Universitäts-Frauenklinik wird der zentrale Flügel B zur Zeit zu einem modernen, leistungsstarken Forschungsstandort für die regenerative Medizin umgebaut. Auf knapp 4.200 Quadratmetern Fläche entsteht die Infrastruktur, um jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern innovative biomedizinische Forschung zu ermöglichen.

Ende 2012 soll das TRM Leipzig in dem historischen Gebäude an der Philipp-Rosenthal-Straße seinen zentralen Standort beziehen. "Die Konzentration unserer Arbeitsgruppen an einem Ort wird Leipzigs Position in der biomedizinischen Forschung weiter stärken", blickt Prof. Dr. Frank Emmrich, Direktor des TRM Leipzig, anlässlich eines Baustellenrundganges in die Zukunft.

"Die interdisziplinäre Spitzenforschung des Zentrums wird hier zukünftig Mediziner, Biologen, Chemiker, Physiker, Informatiker und auch Rechtswissenschafter zusammenbringen, die mit ihren gemeinsamen Ideen die regenerative Medizin am Standort Leipzig spürbar voranbringen und damit auch die Nachbarn in der BioCity und auf dem geplanten Bio Campus befruchten werden."

Im Flügel B der ehemaligen Universitätsfrauenklinik werden insgesamt fünf Etagen und ein Kellergeschoss für das TRM Leipzig ausgebaut. Auf den 4.000 Quadratmetern neuer Labor- und Nutzfläche entstehen Arbeitsräume für die derzeit rund 131 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Zentrums.

"Mit diesem Umbau entsteht eine Hochtechnologieplattform für das noch relativ junge Forschungsgebiet der Translationsmedizin", sagt Titus Werner, Dezernent für Planung und Technik der Universität Leipzig. "Wir freuen uns, dass die Universität Leipzig für dieses Vorhaben erfolgreich Mittel der Europäischen Union aus dem EFRE-Fond einwerben konnte und somit beste Voraussetzungen für die Forschung entstehen."

Besondere Bedeutung für die Arbeit am neuen Standort werden die nach besonders strengen Richtlinien zertifizierten, Labore und Prüfeinrichtungen haben, die dann den anerkannten GLP-Standard (Gute Laborpraxis) erfüllen werden. Dies ist eine Voraussetzung für die Übertragung von Forschungsideen in neuartige Medikamente oder Therapien - das übergeordnete Ziel aller Arbeitsgruppen des TRM Leipzig. Das neue Quartier bietet darüber hinaus auch Seminarräume für die in den vergangenen Jahren erfolgreich entwickelten Weiterbildungen des Zentrums und einen familienfreundlichen Spielbereich, in dem Mitarbeitende zeitweise ihre Kinder versorgen können.

Bereits jetzt hat das TRM Leipzig seinen Hauptsitz in der ehemaligen Universitäts-Frauenklinik. Seit April 2008 werden im Flügel C rund 500 Quadratmeter Fläche für die regenerative Medizin genutzt. Doch dieser Raum reicht nicht für alle Arbeitsgruppen des Zentrums. Weitere Standorte von TRM-Forschenden sind im Moment u.a. das Universitätsklinikum, das Paul-Flechsig-Institut und das Rudolf-Boehm-Institut in Leipzig sowie in Halle (Saale) das Universitätsklinikum, die BG-Kliniken Bergmannstrost und die Martin-Luther-Universität.

Das TRM Leipzig wurde im Oktober 2006 mit dem Ziel gegründet, neuartige Diagnostik- und Therapieformen der regenerativen Medizin zu entwickeln, zu evaluieren und in die klinische Anwendung zu überführen. Die Arbeit des Zentrums wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und den Freistaat Sachsen gefördert. Nach einer international ausgerichteten Evaluierung im Jahr 2010 beginnt im April 2011 die zweite Förderphase des Zentrums.

Die Forschung in der regenerativen Medizin, einem relativ jungen Zweig der Biomedizin, ist darauf fokussiert, Selbstheilungsprozesse des menschlichen Körpers zu erkennen und darauf aufbauend neue Diagnose- und Behandlungsverfahren zu entwickeln.

Weitere Informationen:
Manuela Lißina-Krause
Translationszentrum für Regenerative Medizin (TRM) Leipzig
Telefon: +49 341 97-39634
E-Mail: presse@trm.uni-leipzig.de

Diana Smikalla | Universität Leipzig
Weitere Informationen:
http://www.uni-leipzig.de
http://www.trm.uni-leipzig.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Die Gene sind nicht schuld
20.07.2018 | Technische Universität München

nachricht Staus im Gehirn: FAU-Forscher identifizieren eine Ursache für Parkinson
20.07.2018 | Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Future electronic components to be printed like newspapers

A new manufacturing technique uses a process similar to newspaper printing to form smoother and more flexible metals for making ultrafast electronic devices.

The low-cost process, developed by Purdue University researchers, combines tools already used in industry for manufacturing metals on a large scale, but uses...

Im Focus: Rostocker Forscher entwickeln autonom fahrende Kräne

Industriepartner kommen aus sechs Ländern

Autonom fahrende, intelligente Kräne und Hebezeuge – dieser Ingenieurs-Traum könnte in den nächsten drei Jahren zur Wirklichkeit werden. Forscher aus dem...

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen

19.07.2018 | Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neue Anwendungen für Mikrolaser in der Quanten-Nanophotonik

20.07.2018 | Physik Astronomie

Need for speed: Warum Malaria-Parasiten schneller sind als die menschlichen Abwehrzellen

20.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Die Gene sind nicht schuld

20.07.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics