Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

SCHOTT enthüllt ultradünnes Glas für optische Diagnoseverfahren und Biotech-Anwendungen

29.09.2017

SCHOTT erweitert sein Produktportfolio für Anwendungen in der Biotechnologie und optischer Diagnostik. Das neue D 263® bio erfüllt die hohen Anforderungen, die im Rahmen von modernen optischen Diagnoseanwendungen in der Biotechnologie an das Trägermaterial gestellt werden.

Der internationale Technologiekonzern SCHOTT erweitert sein Portfolio an Dünngläsern und Glaswafern. Das neue D 263® bio eignet sich perfekt für neue Anwendungsfelder mit optischen Diagnoseverfahren in den Bereichen „Biotechnology“ und „Life Sciences“. Der neue Glastyp baut auf dem farblosen Borosilikatglas D 263® M auf, das bereits seit 1963 als führendes Deckglasmaterial für mikroskopische Untersuchungen eingesetzt wird.


D 263® bio ist ein klares, dünnes Borosilikatglas, das mit einer hohen chemischen Widerstandskraft punktet. Foto: SCHOTT

Homogen niedrige Autofluoreszenz

Neue optische Diagnosemethoden setzen zunehmend auf fluoreszierende Marker, um Artefakte auf Proben sichtbar zu machen. Je nach Verfahren kommt hierbei eine ganze Reihe analytischer Protokolle zum Einsatz, die anspruchsvolle Anforderungen an die physikalische, chemische und optische Qualität des Glases stellt. Mikrofluidik-Komponenten, die optische Diagnosemethoden verwenden – wie sie unter anderem im „Lab on a chip“ (auch „LOAC“), in der Genom-Sequenzierung oder der Medikamentenforschung zum Einsatz kommen – stellen besondere optische Herausforderungen an das verwendete Trägermaterial. Hierbei kann die Hintergrundfluoreszenz des Substrats ebenso einen negativen Einfluss auf das Analyseergebnis nehmen, wie eine unzureichende Reinigung der Oberflächen. Darüber hinaus können extreme Temperaturen und mechanischer Druck das Trägermaterial stark beanspruchen.

D 263® bio wurde speziell dafür entwickelt, um genau diesen Herausforderungen bestmöglich gewachsen zu sein. So zeichnet sich das Glas durch zertifizierte Biokompatibilität und eine homogen niedrige Autofluoreszenz über die gesamte Transmissionsbandbreite hinweg aus.

„Das neue D 263® bio zeigt exzellente Eigenschaften über die gesamte optische Transmissionsbandbreite hinweg. Das macht es zu einem zuverlässigen Basismaterial für Mikrofluidik-Komponenten in der optischen Diagnostik“, so Fredrik Prince, Produktmanager bei der SCHOTT AG.

Bewährte Bestandteile aus dem Jahr 1963 konsequent weitergedacht

D 263® bio überzeugt als klares, dünnes Borosilikatglas mit einer hohen chemischen Beständigkeit. Die Hauptbestandteile sind identisch mit D 263® M, allerdings punktet es gegenüber dem bewährten Material mit stringenteren Spezifikationen hinsichtlich Geometrie und Oberfläche, um die hohen Ansprüche in der Fertigung von Mikrofluidik-Komponenten zu erfüllen. 

Halbleiterkonform eckig oder zu runden Wafern zugeschnitten und gereinigt, eignet sich das Glas ideal für Anwendungen und Produktionsverfahren in den Bereichen Biotech und Life Sciences, wo es sich mit einer hohen optischen Transmissionsrate, einfacher Verarbeitbarkeit, sowie einer breiten Dickenauswahl zwischen ultradünnen 0,175 μm und 1,1 Millimetern sehr gut eignet.

Mit über 130 Jahren Erfahrung in der Herstellung optischer Gläser kann SCHOTT auf eine lange Tradition zurückblicken. Die D 263® Produktfamilie wird im Down-Draw-Prozess hergestellt. Dieser bringt zwei feuerpolierte Oberflächen mit makelloser Oberflächenrauheit hervor, was eine nachgelagerte Politur obsolet macht. Dank hoher optischer Transmissionscharakteristik, chemischer Widerstandsfähigkeit und chemischer Härtbarkeit ist die D 263® Produktfamilie aus Verbraucherelektronik und Forschung nicht mehr wegzudenken.

Links:

* D 263® bio Produktseite:  http://www.schott.com/advanced_optics/german/products/optical-materials/thin-glass/thin-glass-d-263-bio/index.html

* Die  D 263® Produktfamilie: http://www.schott.com/advanced_optics/german/products/optical-materials/thin-glass/cover-glass-d-263-m/index.html

SCHOTT ist ein international führender Technologiekonzern auf den Gebieten Spezialglas und Glaskeramik. Mit der Erfahrung von über 130 Jahren herausragender Entwicklungs-, Material- und Technologiekompetenz bietet das Unternehmen ein breites Portfolio hochwertiger Produkte und intelligenter Lösungen an. Damit ist SCHOTT ein innovativer Partner für viele Branchen, zum Beispiel Hausgeräteindustrie, Pharma, Elektronik, Optik, Life Sciences, Automobil- und Luftfahrtindustrie. SCHOTT hat das Ziel, mit seinen Produkten zu einem wichtigen Bestandteil im Leben jedes Menschen zu werden. Das Unternehmen setzt auf Innovationen und nachhaltigen Erfolg. Mit Produktions- und Vertriebsstandorten in 34 Ländern ist der Konzern weltweit präsent. Rund 15.000 Mitarbeiter erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2015/2016 einen Umsatz von 1,99 Milliarden Euro. Die Muttergesellschaft SCHOTT AG hat ihren Hauptsitz in Mainz und ist zu 100 Prozent im Besitz der Carl-Zeiss-Stiftung. Als Stiftungsunternehmen nimmt SCHOTT eine besondere Verantwortung für Mitarbeiter, Gesellschaft und Umwelt wahr. http://www.schott.com

Presse- und Medienkontakt
SCHOTT AG
Michael Mueller
Public Relations Manager
Hattenbergstraße 10
55122 Mainz
Tel.: +49 6131/66-4088

Michael Mueller | Schott AG

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Materialwissenschaften:

nachricht Leichter abheben: Fraunhofer LBF entwickelt Flugzeugrad aus Faser-Kunststoff-Verbund
22.06.2018 | Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF

nachricht Nah dran an der Fiktion: Die Außenhaut für das Raumschiff „Enterprise“?
22.06.2018 | Technische Universität Chemnitz

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Materialwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wendelstein 7-X erreicht Weltrekord

Stellarator-Rekord für Fusionsprodukt / Erste Bestätigung für Optimierung

Höhere Temperaturen und Dichten des Plasmas, längere Pulse und den weltweiten Stellarator-Rekord für das Fusionsprodukt hat Wendelstein 7-X in der...

Im Focus: Schnell und innovativ: Jülicher Superrechner ist eine Neuentwicklung aus Europa

Bei der Entwicklung innovativer Superrechner-Architekturen ist Europa dabei, die Führung zu übernehmen. Leuchtendes Beispiel hierfür ist der neue Höchstleistungsrechner, der in diesen Tagen am Jülicher Supercomputing Centre (JSC) an den Start geht. JUWELS ist ein Meilenstein hin zu einer neuen Generation von hochflexiblen modularen Supercomputern, die auf ein erweitertes Aufgabenspektrum abzielen – von Big-Data-Anwendungen bis hin zu rechenaufwändigen Simulationen. Allein mit seinem ersten Modul qualifizierte er sich als Nummer 1 der deutschen Rechner für die TOP500-Liste der schnellsten Computer der Welt, die heute erschienen ist.

Das System wird im Rahmen des von Bund und Sitzländern getragenen Gauß Centre for Supercomputing finanziert und eingesetzt.

Im Focus: Superconducting vortices quantize ordinary metal

Russian researchers together with their French colleagues discovered that a genuine feature of superconductors -- quantum Abrikosov vortices of supercurrent -- can also exist in an ordinary nonsuperconducting metal put into contact with a superconductor. The observation of these vortices provides direct evidence of induced quantum coherence. The pioneering experimental observation was supported by a first-ever numerical model that describes the induced vortices in finer detail.

These fundamental results, published in the journal Nature Communications, enable a better understanding and description of the processes occurring at the...

Im Focus: Leichter abheben: Fraunhofer LBF entwickelt Flugzeugrad aus Faser-Kunststoff-Verbund

Noch mehr Reichweite oder noch mehr Nutzlast - das wünschen sich Fluggesellschaften für ihre Flugzeuge. Wegen ihrer hohen spezifischen Steifigkeiten und Festigkeiten kommen daher zunehmend leichte Faser-Kunststoff-Verbunde zum Einsatz. Bei Rümpfen oder Tragflächen sind permanent Innovationen in diese Richtung zu beobachten. Um dieses Innovationsfeld auch für Flugzeugräder zu erschließen, hat das Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF jetzt ein neues EU-Forschungsvorhaben gestartet. Ziel ist die Entwicklung eines ersten CFK-Bugrads für einen Airbus A320. Dabei wollen die Forscher ein Leichtbaupotential von bis zu 40 Prozent aufzeigen.

Faser-Kunststoff-Verbunde sind in der Luftfahrt bei zahlreichen Bauteilen bereits das Material der Wahl. So liegt beim Airbus A380 der Anteil an...

Im Focus: IT-Sicherheit beim autonomen Fahren

FH St. Pölten entwickelt neue Methode für sicheren Informationsaustausch zwischen Fahrzeugen mittels Funkdaten

Neue technische Errungenschaften wie das Internet der Dinge oder die direkte drahtlose Kommunikation zwischen Objekten erhöhen den Bedarf an effizienter...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Neueste Entwicklungen in Forschung und Technik

25.06.2018 | Veranstaltungen

Wheat Initiative holt Weizenforscher aus aller Welt an einen Tisch

25.06.2018 | Veranstaltungen

Leben im Plastikzeitalter: Wie ist ein nachhaltiger Umgang mit Plastik möglich?

21.06.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Wendelstein 7-X erreicht Weltrekord

25.06.2018 | Physik Astronomie

Schnell und innovativ: Jülicher Superrechner ist eine Neuentwicklung aus Europa

25.06.2018 | Informationstechnologie

Leuchtfeuer in der Produktion

25.06.2018 | Energie und Elektrotechnik

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics