Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Im Verbund für kurze Wellenlängen

05.02.2008
Ein über die Jahre gewachsenes Vertrauen und die hohe Einsatzbereitschaft der Akteure machen den PhotonicNet-Arbeitskreis UV/VUV zum Erfolgsmodell.

Durch die Verwendung immer kürzerer Wellenlängen im Produktionsprozess, wie z.B. beim Aushärten von Harzen und Lacken oder im Lithografieprozess der Waferindustrie, müssen heute spezielle UV-Objektive für Wellenlängen bis 157nm und kürzer gefertigt werden.

Die monochromatische Belichtung bei UV stellt an die verwendeten Optiken höchste Ansprüche. Bei diesen Wellenlängen sind nur noch wenige Materialien wie Quarzglas und Calciumfluorid für die Strahlung durchlässig. Hohe Reinheitsanforderungen sind einzuhalten, da UV-Licht schnell zum Eintrüben der Linsen führen kann. Die eingesetzten Materialien erfordern spezielle Beschichtungsverfahren.

Ein Expertenkreis von rund 30 UV-Optikern tauscht sich seit 6 Jahren regelmäßig über diese und andere Problemstellungen der UV / VUV - Technologien im Strahlungsbereich von 157 bis 400 nm aus. Dabei sind auch Randthemen, wie die Verschmutzung von Laseroptiken oder der Einsatz von Fluorplasma z. B. in Anlagen zur Ion Assisted Deposition willkommen und helfen den Horizont zu erweitern.

... mehr zu:
»FLUX »Wellenlänge

Initiiert wurde dieser Wissens- und Ideenfluss durch PhotonicNet. Das niedersächsische Kompetenznetz für Optische Technologien hatte im Dezember 2001 zu einem bundesweiten Forum über Fertigungsanforderungen bei der Nutzung von Lichtintensitäten unter 190 nm bis in den EUV-Bereich eingeladen. Im April 2002 folgte ein erstes Treffen des Arbeitskreises, im August dann die Verschmelzung mit dem hessischen Pendant von Optence e.V. zum gemeinsamen Arbeitskreis UV/VUV.

Seither sind viele konstante Kontakte gewachsen, die mit der Zeit eine hohe Qualität gewonnen haben: "Im Kreis herrscht manchmal eine richtig familiäre Atmosphäre. Das gegenseitige Vertrauen ist sehr gewachsen und wer ein Problem hat, der greift heute viel schneller mal eben zum Telefon", beschreibt Werner Riggers das Miteinander von Wissenschaftlern und Industrievertretern.

Der Physiker ist F&E-Manager der Firma Laseroptik in Garbsen und koordiniert den Arbeitskreis bereits seit der Anfangsphase mit viel Engagement. Er lobt das intensive und produktive Klima der Treffen. Damit die Teilnehmer zusätzlich Einblick in andere Unternehmen bzw. Forschungseinrichtungen gewinnen können, lädt er an wechselnde Veranstaltungsorte ein. Hier werden auch junge Wissenschaftler und Mitarbeiter der gastgebenden Institutionen und Firmen integriert.

Der Erfolg des Arbeitskreises lässt sich nach Riggers vor allem an den vielfältigen Geschäftsbeziehungen und bilateralen Projekten ablesen, die mit der Zeit zwischen den Akteuren entstanden sind. Laseroptik ist selbst z.B. an FLUX beteiligt, einem BMBF-geförderten Verbundprojekt. Ausgangspunkt für FLUX war eine Anfrage im Arbeitskreis zum möglichen Einfluss der Reflektion durch die Fluoreszenz von Bedampfungsmaterialien auf den Oberflächen-Bearbeitungsprozess. Weitere ähnliche Fragestellungen kamen dazu.

Seit Anfang 2006 arbeiten 10 Partner - die meisten Akteure des Arbeitskreises - unter der Koordination von Coherent gemeinsam an der Thematik "Fluoridische Laserkomponenten für den UV-X Spektralbereich". "Das Projekt FLUX arbeitet sehr effizient, mit hervorragender Organisation und toller Beteiligung der Partner. Da gibt das Unternehmen LASEROPTIK sehr gerne Geld dazu", kommentiert Werner Riggers die bisherige Zusammenarbeit. Am 13. Februar trifft man sich zur Statussitzung am Laser Zentrum Hannover - einem der wissenschaftlichen Partner - um erste Ergebnisse auszutauschen.

Zum FLUX-Projekt:
Oberstes Ziel von FLUX ist die Erhöhung der Stabilität und damit der Lebensdauer von Laseroptiken bei 193nm. Erreichen möchte man das auf verschiedenen Ebenen: So wird an verbesserten Substrat- und Schichtmaterialien gearbeitet, Beschichtungsprozesse sowie die Charakterisierung von Substraten, Oberflächen und Schichten für die kurzen Wellenlängen optimiert. Im ersten Jahr hat das Projektteam aus Beschichtern, Laserherstellern und - Anwendern viele Wochen harte Arbeit in umfassende Lebensdauertests gesteckt. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse fließen jetzt in eine detaillierte Untersuchung der Beschichtungsmechanismen. Die bisherigen Ergebnisse stimmen optimistisch, dass eine erheblich höhere Lebensdauer und damit auch eine deutliche Kostensenkung im Bereich der DUV/VUV-Anwendungen erreichbar sein werden.
Weitere Informationen zum Arbeitskreis erteilt:
Dipl. Phys. Werner Riggers
LASEROPTIK GmbH
Gneisenaustr. 14
30826 Garbsen
Tel.: 05131 / 4597 21
Mail: wriggers@laseroptik.de

Anja Nieselt-Achilles | idw
Weitere Informationen:
http://www.photonicnet.de

Weitere Berichte zu: FLUX Wellenlänge

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Materialwissenschaften:

nachricht Fachhochschule Südwestfalen entwickelt innovative Zinklamellenbeschichtung
13.07.2018 | Fachhochschule Südwestfalen

nachricht 3D-Druck: Stützstrukturen verhindern Schwingungen bei der Nachbearbeitung dünnwandiger Bauteile
12.07.2018 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Materialwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Im Focus: Was passiert, wenn wir das Atomgitter eines Magneten plötzlich aufheizen?

„Wir haben jetzt ein klares Bild davon, wie das heiße Atomgitter und die kalten magnetischen Spins eines ferrimagnetischen Nichtleiters miteinander ins Gleichgewicht gelangen“, sagt Ilie Radu, Wissenschaftler am Max-Born-Institut in Berlin. Das internationale Forscherteam fand heraus, dass eine Energieübertragung sehr schnell stattfindet und zu einem neuartigen Zustand der Materie führt, in dem die Spins zwar heiß sind, aber noch nicht ihr gesamtes magnetisches Moment verringert haben. Dieser „Spinüberdruck“ wird durch wesentlich langsamere Prozesse abgebaut, die eine Abgabe von Drehimpuls an das Gitter ermöglichen. Die Forschungsergebnisse sind jetzt in "Science Advances" erschienen.

Magnete faszinieren die Menschheit bereits seit mehreren tausend Jahren und sind im Zeitalter der digitalen Datenspeicherung von großer praktischer Bedeutung....

Im Focus: Erste Beweise für Quelle extragalaktischer Teilchen

Zum ersten Mal ist es gelungen, die kosmische Herkunft höchstenergetischer Neutrinos zu bestimmen. Eine Forschungsgruppe um IceCube-Wissenschaftlerin Elisa Resconi, Sprecherin des Sonderforschungsbereichs SFB1258 an der Technischen Universität München (TUM), liefert ein wichtiges Indiz in der Beweiskette, dass die vom Neutrino-Teleskop IceCube am Südpol detektierten Teilchen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Galaxie in vier Milliarden Lichtjahren Entfernung stammen.

Um andere Ursprünge mit Gewissheit auszuschließen, untersuchte das Team um die Neutrino-Physikerin Elisa Resconi von der TU München und den Astronom und...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

Interdisziplinäre Konferenz: Diabetesforscher und Bioingenieure diskutieren Forschungskonzepte

13.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Vernetzte Beleuchtung: Weg mit dem blinden Fleck

18.07.2018 | Energie und Elektrotechnik

BIAS erhält Bremens größten 3D-Drucker für metallische Luffahrtkomponenten

18.07.2018 | Verfahrenstechnologie

Verminderte Hirnleistung bei schwachem Herz

18.07.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics