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Rittal Tipps zur Schaltschrank-Klimatisierung: Ist die Kühlleistung ausreichend?

06.03.2017

Spätestens bei einem Maschinenstillstand stellt sich die Frage: Hat das eingesetzte Kühlkonzept den Anforderungen genügt, um die Entwärmung unter allen Betriebs- und Umgebungsbedingungen sicherzustellen? Rittal gibt praktische Tipps, wie sich durch einfache Check-ups eine vorhandene Schaltschrank-Klimatisierung bewerten lässt.

Eine typische Schaltschrank-Klimatisierung wird für eine Schaltschrank-Innentemperatur von 35°C ausgelegt. Das bedeutet, dass die Leistung eines Kühlgerätes derart bemessen sein sollte, dass unter allen Belastungszuständen der Maschine und unter allen am Maschinenstandort auftretenden Umgebungsbedingungen eine mittlere Schaltschrank-Innentemperatur von 35°C gewährleistet ist.


Eine typische Schaltschrank-Klimatisierung – wie hier mit den TopTherm-Kühlgeräten von Rittal – wird für eine Schaltschrank-Innentemperatur von 35°C ausgelegt.

Quelle: Rittal GmbH & Co. KG


Eine grobe Überprüfung einer Schaltschrank-Klimatisierung kann auch mittels IR-Thermografie erfolgen.

Quelle: Rittal GmbH & Co. KG

Temperaturfühler positionieren

Zur Beurteilung einer Schaltschrank-Klimatisierung bietet sich eine Temperaturmessung im Schaltschrank an: Dazu werden Temperaturfühler an den Kühlluftöffnungen der temperaturkritischen Komponenten (i. d. R. der Frequenzumrichter) positioniert und die Temperaturentwicklung über einen längeren Zeitraum beobachtet. Werden an diesen Positionen Lufttemperaturen von deutlich über 40°C registriert, ist die Kühlleistung des Kühlgerätes unzureichend oder es liegt eine Störung der Kühlluftführung im Schaltschrank vor. Letzteres bedeutet, die Kühlluft gelangt nicht - oder nur teilweise - zu den temperaturempfindlichen Komponenten.

Regelverhalten von Kühlgeräten überprüfen

Eine weitere einfache Möglichkeit der Überprüfung einer Schaltschrank-Klimatisierung besteht in der Beobachtung des Regelverhaltens des Kühlgerätes: Anders als bei drehzahlgeregelten Kühlgeräten wie den neuen Blue e+ Kühlgeräten von Rittal, starten konventionelle Schaltschrank-Kühlgeräte mit Zwei-Punkt-Regelung den Kühlbetrieb bei Überschreitung einer Schaltschrank-Innentemperatur von 35°C und beendet diesen wieder, wenn eine Abschalttemperatur von 30°C (bei einer typischen Hysterese von 5K) erreicht wird.

Erreicht ein Kühlgerät die Abschalttemperatur nicht, führt dies zu einem Dauerbetrieb des Gerätes. Ein Dauerbetrieb ist somit ein Indiz für eine unzureichende Kühlleistung eines konventionell geregelten Kühlgerätes. Dies führt zu einer Unterversorgung der im Schrank installierten Komponenten mit geeigneter Kühlluft.

Zur Feststellung des Betriebszustandes eines Kühlgerätes ist eine Berührung des Gerätes ausreichend: Bei Kälteproduktion ist der Kältekompressor aktiv, was mit einer leichten Gehäusevibration des Kühlgerätes einhergeht, die leicht detektiert werden kann. Alternativ kann die Ablufttemperatur des Kühlgerätes im Luftaußenkreislauf gemessen werden: Im aktiven Kühlbetrieb liegt diese deutlich (um 10 bis 40°C) über der Umgebungstemperatur.

Hotspots lokalisieren

Eine grobe Überprüfung einer Schaltschrank-Klimatisierung kann auch mittels IR-Thermografie erfolgen: Dabei werden die Oberflächentemperaturen der im Schaltschrank installierten Komponenten mit einer Infrarot-Kamera erfasst. Werden dabei Bereiche mit deutlich erhöhter Temperatur (sogenannte Hotspots) lokalisiert, deutet dies auf eine Unterversorgung der betreffenden Regionen mit Kühlluft hin.

Über Rittal
Rittal mit Sitz in Herborn, Hessen, ist ein weltweit führender Systemanbieter für Schaltschränke, Stromverteilung, Klimatisierung, IT-Infrastruktur sowie Software & Service. Systemlösungen von Rittal kommen in nahezu allen Branchen, vorwiegend in der Automobilindustrie, in der Energieerzeugung, im Maschinen- und Anlagenbau sowie in der ITK-Branche zum Einsatz. Mit rund 10.000 Mitarbeitern und 58 Tochtergesellschaften ist Rittal weltweit präsent.

Zum breiten Leistungsspektrum gehören Infrastrukturlösungen für modulare und energieeffiziente Rechenzentren mit innovativen Sicherheitskonzepten zur physischen Daten- und Systemsicherung. Die führenden Softwareanbieter Eplan und Cideon ergänzen die Wertschöpfungskette durch disziplinübergreifende Engineering-Lösungen, Rittal Automation Systems durch Automatisierungslösungen für den Schaltanlagenbau.

Rittal wurde im Jahr 1961 gegründet und ist das größte Unternehmen der inhabergeführten Friedhelm Loh Group. Die Friedhelm Loh Group ist mit 18 Produktionsstätten und 78 Tochtergesellschaften international erfolgreich. Die Unternehmensgruppe beschäftigt über 11.500 Mitarbeiter und erzielte im Jahr 2015 einen Umsatz von rund 2,2 Milliarden Euro. Zum achten Mal in Folge wurde das Familienunternehmen 2016 als Top Arbeitgeber Deutschland ausgezeichnet. In einer bundesweiten Studie stellten die Zeitschrift Focus Money und die Stiftung Deutschland Test fest, dass die Friedhelm Loh Group 2016 zu den besten Ausbildungsbetrieben gehört.

Weitere Informationen finden Sie unter www.rittal.de  und www.friedhelm-loh-group.com 

Unternehmenskommunikation

Regina Wiechens-Schwake
Tel.: 02772/505-2527
E-Mail: wiechens-schwake.r@rittal.de

Hans-Robert Koch
Tel.: 02772/505-2693
E-Mail: koch.hr@rittal.de

Christian Abels
Tel.: 02772/505-1328
E-Mail: abels.c@rittal.de

Rittal GmbH & Co. KG
Auf dem Stützelberg
35745 Herborn

www.rittal.de

Hans-Robert Koch | Rittal GmbH & Co. KG

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