Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Auch kleine Spielzeug-Piraten

01.07.2009
wollen hergestellt sein, bevor sie Kinderherzen höher schlagen lassen.

Das Unternehmen Meusburger bringt Stahl in Form, unter anderem eben für jene Männchen, und mit Hilfe der neu entwickelten Wendeschneidplatte CTC 5235 von Ceratizit.Seit mehr als drei Jahrzehnten ist der Formaufbauten-Hersteller Meusburger nun schon Ceratizit Kunde.

Und trotzdem ist der Hartmetallexperte aus Reutte in Österreich immer wieder für eine positive Überraschung gut. Zuletzt punktete das Unternehmen bei Meusburger mit seiner neu entwickelten Wendeschneidplatte. Für den Formaufbauten-Hersteller bedeutet diese Wendeschneidplatte eine massive Standzeiterhöhung von 30 Prozent und das bei 20 Prozent höherer Schnittgeschwindigkeit.

Meusburger aus Vorarlberg in Österreich ist Europamarktführer in der Herstellung von Formaufbauten, die in der Kunststoffspritzgießindustrie eingesetzt werden. Solche Formaufbauten sind aus Stahl und setzen eine hochgenaue Bearbeitung voraus - in der Endkontrolle wird die Genauigkeit bis auf 0,003 Millimeter geprüft.Nur den hochwertigsten Stahl, der von den besten Hütten Europas stammt, bearbeiten die Mitarbeiter bei Meusburger. Im Lager des Familienunternehmens warten tausende Tonnen Stahl in verschiedensten Qualitäten darauf, in hochpräzise Produkte umgewandelt zu werden. Das Ausgangsmaterial wird zuerst in Öfen spannungsarm geglüht. Hierzu werden die Platten bis fast 600 Grad erwärmt und während 15 Stunden langsam abgekühlt. Das Spannungsarmglühen ist ein Bearbeitungsschritt, den Meusburger mit sämtlichen Stahlqualitäten durchführt und dadurch die inneren Spannungen minimiert.

Sogar Playmobil ist Meusburger-Kunde
Der Hauptanteil der Formaufbauten geht an Formenbauer und Hersteller von Produkten aus Kunststoff in Deutschland, gefolgt von Österreich, Frankreich, der Schweiz und Italien. Zu den über 5000 Kunden von Meusburger gehört sogar die Geobra Brandstätter GmbH & Co (Hersteller von Playmobil), die bei ihren Playmobilfiguren bekanntermaßen besonders qualitätsorientiert arbeitet und laut eigenem Bekunden auf "die sorgfältigste Auswahl der Lieferanten" setzt. Ceratizit ist aber selbst auch Kunde von Meusburger und kauft Grundplatten ein, die im hauseigenen Werkzeugbau weiter verarbeitet werden.
CTC 5235 mit erweitertem Einsatzbereich
Ursprünglich wurden die Hyper-Coat-beschichteten Wendeschneidplatten der Reihe CTC 5235 für die Zerspanung von rostfreien Stählen und High Tech-Legierungen, wie sie bei der Herstellung von Turbinenschaufeln verwendet werden, entwickelt. "Es gibt aber auch andere Werkstoffe, bei denen sich der Einsatz dieses Produktes durchaus lohnt", erklärt Stefan Bailom, technischer Berater und Verkäufer bei Ceratizit. "Das beweisen die bei Meusburger erzielten verblüffenden Ergebnisse. Sie erweitern den Einsatzbereich gewaltig."Meusburger und Ceratizit arbeiten schon seit mehr als drei Jahrzehnten zusammen. Die ersten Erfolge lagen im Bereich der Drehwerkzeuge.

"Wir setzen aber auf mehrere Werkzeuglieferanten", so Hubert Weber, Bereichsleiter Technik bei Meusburger, "da wir nicht von einem Lieferanten abhängig sein wollen." Im Fall eben jener Wendeschneidplatte handelt es sich jedoch um einen klaren Sieg: Außer der 30-prozentigen Standzeiterhöhung konnte auch noch die Schnittgeschwindigkeit um 20 Prozent gesteigert werden.ee

| SCOPE
Weitere Informationen:
http://www.scope-online.de/xist4c/web/Auch-kleine-Spielzeug-Piraten_id_161__dId_446420_.htm

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Klarheit für die Industrie: Forscher ermitteln Standzeiten von Schieberwerkzeugen
12.06.2018 | IPH - Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH

nachricht Tauchen ohne Motor
05.06.2018 | Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Leichter abheben: Fraunhofer LBF entwickelt Flugzeugrad aus Faser-Kunststoff-Verbund

Noch mehr Reichweite oder noch mehr Nutzlast - das wünschen sich Fluggesellschaften für ihre Flugzeuge. Wegen ihrer hohen spezifischen Steifigkeiten und Festigkeiten kommen daher zunehmend leichte Faser-Kunststoff-Verbunde zum Einsatz. Bei Rümpfen oder Tragflächen sind permanent Innovationen in diese Richtung zu beobachten. Um dieses Innovationsfeld auch für Flugzeugräder zu erschließen, hat das Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF jetzt ein neues EU-Forschungsvorhaben gestartet. Ziel ist die Entwicklung eines ersten CFK-Bugrads für einen Airbus A320. Dabei wollen die Forscher ein Leichtbaupotential von bis zu 40 Prozent aufzeigen.

Faser-Kunststoff-Verbunde sind in der Luftfahrt bei zahlreichen Bauteilen bereits das Material der Wahl. So liegt beim Airbus A380 der Anteil an...

Im Focus: IT-Sicherheit beim autonomen Fahren

FH St. Pölten entwickelt neue Methode für sicheren Informationsaustausch zwischen Fahrzeugen mittels Funkdaten

Neue technische Errungenschaften wie das Internet der Dinge oder die direkte drahtlose Kommunikation zwischen Objekten erhöhen den Bedarf an effizienter...

Im Focus: Innovative Handprothesensteuerung besteht Alltagstest

Selbstlernende Steuerung für Handprothesen entwickelt. Neues Verfahren lässt Patienten natürlichere Bewegungen gleichzeitig in zwei Achsen durchführen. Forscher der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) veröffentlichen Studie im Wissenschaftsmagazin „Science Robotics“ vom 20. Juni 2018.

Motorisierte Handprothesen sind mittlerweile Stand der Technik bei der Versorgung von Amputationen an der oberen Extremität. Bislang erlauben sie allerdings...

Im Focus: Temperaturgesteuerte Faser-Lichtquelle mit flüssigem Kern

Die moderne medizinische Bildgebung und neue spektroskopische Verfahren benötigen faserbasierte Lichtquellen, die breitbandiges Laserlicht im nahen und mittleren Infrarotbereich erzeugen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien Jena (Leibniz-IPHT) zeigen in einer aktuellen Veröffentlichung im renommierten Fachblatt Optica, dass sie die optischen Eigenschaften flüssigkeitsgefüllter Fasern und damit die Bandbreite des Laserlichts gezielt über die Umgebungstemperatur steuern können.

Das Besondere an den untersuchten Fasern ist ihr Kern. Er ist mit Kohlenstoffdisulfid gefüllt - einer flüssigen chemischen Verbindung mit hoher optischer...

Im Focus: Temperature-controlled fiber-optic light source with liquid core

In a recent publication in the renowned journal Optica, scientists of Leibniz-Institute of Photonic Technology (Leibniz IPHT) in Jena showed that they can accurately control the optical properties of liquid-core fiber lasers and therefore their spectral band width by temperature and pressure tuning.

Already last year, the researchers provided experimental proof of a new dynamic of hybrid solitons– temporally and spectrally stationary light waves resulting...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Leben im Plastikzeitalter: Wie ist ein nachhaltiger Umgang mit Plastik möglich?

21.06.2018 | Veranstaltungen

Kongress BIO-raffiniert X – Neue Wege in der Nutzung biogener Rohstoffe?

21.06.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen im August 2018

20.06.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Leichter abheben: Fraunhofer LBF entwickelt Flugzeugrad aus Faser-Kunststoff-Verbund

22.06.2018 | Materialwissenschaften

Lernen und gleichzeitig Gutes tun? Baufritz macht‘s möglich!

22.06.2018 | Unternehmensmeldung

GFOS und skip Institut entwickeln gemeinsam Prototyp für Augmented Reality App für die Produktion

22.06.2018 | Unternehmensmeldung

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics