Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bundesweites Forschungsprojekt ’e-@rbeit’ startet in Kassel

16.01.2002


Um die Zukunft der Arbeit und besonders die Arbeitsbedingungen von Beschäftigten in der zukünftigen Informationsgesellschaft zu erforschen, gründet sich am 17. Januar in Kassel das aus mehreren Institutionen bestehende und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanzierte Forschungsprojekt ’e-@rbeit’.


Geschäfte per Handschlag sind schon lange passé. In Zukunft werden Geschäftsleute nicht einmal mehr ihr Büro verlassen, geschweige denn zum Telefonhörer greifen müssen, um Geschäfte abzuwickeln. Einkaufen, Verkaufen und Verhandeln findet in Zukunft online über öffentliche oder private Datennetze wie das Internet statt. So sehen Experten die Zukunft der Wirtschaftsbeziehungen im Informationszeitalter.

Um die Zukunft der Arbeit und besonders die Arbeitsbedingungen von Beschäftigten in der zukünftigen Informationsgesellschaft zu erforschen, gründet sich am 17. Januar in Kassel das aus mehreren Institutionen bestehende und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanzierte Forschungsprojekt ’e-@rbeit’. Das vom Institut für Arbeitswissenschaft der Universität Gesamthochschule Kassel geleitete Projekt befasst sich mit den zukünftigen Arbeitsbedingungen im elektronischen Geschäftsleben, dem sogenannten E-Business.


Die technologische Entwicklung spielt für die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung eine entscheidende Rolle, doch für den Erfolg von Unternehmen sorgen nach wie vor auch die in den unternehmen arbeitenden Menschen. Die Wissenschaftler wollen in dem zweieinhalb Jahre dauernden Projekt zeigen, wie eine gute, menschengerechte und ergonomische Gestaltung von Arbeitsplätzen im E-Business zum Erfolg von Unternehmen beitragen kann.

Das Forschungsprojekt e-@rbeit wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Programms "Innovative Arbeitsgestaltung - Zukunft der Arbeit" finanziert. Die Kasseler Uni ist gleich zweimal in dem Projekt vertreten. Außer dem Institut für Arbeitswissenschaft unter Leitung von Prof. Dr.-Ing. Hans Martin ist auch das Fachgebiet Wirtschaftsinformatik der Universität Kassel, das Prof. Dr. Udo Winand leitet, eingebunden. Darüber hinaus ist die Universität Heidelberg (Prof. Dr. Karl-heinz Sonntag), der Gesundheitsdienstleister ’arbeitsleben’ aus Hamburg, die Rechtsanwaltkanzlei Foerster+Rutow aus Nürnberg, die Technologieberatungsstelle des DGB NRW und ingenium, ein Internet Dienstleister aus Kassel, vertreten. Zusammen ergibt sich eine ideale Besetzung des Konsortiums, um die Problemlösung interdisziplinär, d. h. aus den Blickwinkeln verschiedener Wissenschaften zu bearbeiten.

Interessierte Unternehmen der e-commerce-Branche können teilnehmen
Die Kasseler WissenschaftlerInnen werden zusammen mit den beteiligten KollegInnen aus dem gesamten Bundesgebiet in verschiedenen E-Business-Unternehmen Studien durchführen. Aus den gewonnenen Informationen werden die bestmöglichen Modelle zur Gestaltung und Organisation der Arbeit ermittelt. So wird man zu optimalen menschengerechten und wirtschaftlichen Modellen der Arbeitsgestaltung gelangen, die erfolgreiche elektronischen Geschäftsbeziehungen ermöglichen und deutsche Unternehmen fit für die Internet-Wirtschaft machen. Interessierte Unternehmen, die bereits eine E-Business-Organisationsstruktur in ihr Unternehmen implementiert haben, können durch die kostenlose Teilnahme an der Untersuchung ihre Prozessorganisation optimieren.

Wenn neben der Bedeutung der Technologie auch die Bedeutung des Wissens und der Kompetenz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für ein erfolgreiches wirtschaftliches Agieren in der Informationsgesellschaft erkannt würde, sei ein wichtiges Ziel des Projektes erreicht, so der Projektleiter Hans Martin.

Weitere Informationen:
Universität Gesamthochschule Kassel
Institut für Arbeitswissenschaft
Jürgen Klippert
Tel.: (0561) 804-4203
E-Mail: klippert@ifa.uni-kassel.de



Ingrid Hildebrand | idw
Weitere Informationen:
http://www.e-arbeit.biz

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Interdisziplinäre Forschung:

nachricht Krankheitserreger im Visier
09.10.2018 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

nachricht Wie überleben Nervenzellen? Forschungsteam versucht den Zelltod zu stoppen
04.10.2018 | DFG-Forschungszentrum für Regenerative Therapien TU Dresden

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Interdisziplinäre Forschung >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Graphen auf dem Weg zur Supraleitung

Doppelschichten aus Graphen haben eine Eigenschaft, die ihnen erlauben könnte, Strom völlig widerstandslos zu leiten. Dies zeigt nun eine Arbeit an BESSY II. Ein Team hat dafür die Bandstruktur dieser Proben mit extrem hoher Präzision ausgemessen und an einer überraschenden Stelle einen flachen Bereich entdeckt. Möglich wurde dies durch die extrem hohe Auflösung des ARPES-Instruments an BESSY II.

Aus reinem Kohlenstoff bestehen so unterschiedliche Materialien wie Diamant, Graphit oder Graphen. In Graphen bilden die Kohlenstoffatome ein zweidimensionales...

Im Focus: Datensicherheit: Aufbruch in die Quantentechnologie

Den Datenverkehr noch schneller und abhörsicher machen: Darauf zielt ein neues Verbundprojekt ab, an dem Physiker der Uni Würzburg beteiligt sind. Das Bundesforschungsministerium fördert das Projekt mit 14,8 Millionen Euro.

Je stärker die Digitalisierung voranschreitet, umso mehr gewinnen Datensicherheit und sichere Kommunikation an Bedeutung. Für diese Ziele ist die...

Im Focus: A Leap Into Quantum Technology

Faster and secure data communication: This is the goal of a new joint project involving physicists from the University of Würzburg. The German Federal Ministry of Education and Research funds the project with 14.8 million euro.

In our digital world data security and secure communication are becoming more and more important. Quantum communication is a promising approach to achieve...

Im Focus: Research icebreaker Polarstern begins the Antarctic season

What does it look like below the ice shelf of the calved massive iceberg A68?

On Saturday, 10 November 2018, the research icebreaker Polarstern will leave its homeport of Bremerhaven, bound for Cape Town, South Africa.

Im Focus: Forschungsschiff Polarstern startet Antarktissaison

Wie sieht es unter dem Schelfeis des abgebrochenen Riesen-Eisbergs A68 aus?

Am Samstag, den 10. November 2018 verlässt das Forschungsschiff Polarstern seinen Heimathafen Bremerhaven Richtung Kapstadt, Südafrika.

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Wer rechnet schneller? Algorithmen und ihre gesellschaftliche Überwachung

12.11.2018 | Veranstaltungen

Profilierte Ausblicke auf die Mobilität von morgen

12.11.2018 | Veranstaltungen

Mehrwegbecher-System für Darmstadt: Prototyp-Präsentation am Freitag, 16. November, 11 Uhr

09.11.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Ein magnetisches Gedächtnis für den Computer

12.11.2018 | Energie und Elektrotechnik

Autonomes Parken wird erprobt

12.11.2018 | Informationstechnologie

Multicopter und Satelliten für den Rettungseinsatz

12.11.2018 | Informationstechnologie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics