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Sonderforschungsbereich Neurokognition verlängert

30.11.2001


Der Senat der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) hat die Verlängerung des gemeinsamen Sonderforschungsbereichs (SFB) Neurokognition der Universitäten Oldenburg und Bremen beschlossen. Nach eingehender Prüfung des Antrages und des Berichtes der beteiligten WissenschaftlerInnen durch ein internationales Expertengremium stimmte das Gremium der weiteren Förderung um drei Jahre zu. SFB-Sprecher Prof. Dr. Reto Weiler (Universität Oldenburg): „Wir fühlen uns in unserer Arbeit voll bestätigt. Ein besseres Zeugnis konnte man uns nicht ausstellen.“

Die Gutachterkommission hatte in ihrer Empfehlung die bisherige Arbeit des Sonderforschungsbereiches als sehr gut und insbesondere den Bereichen Retinaforschung und Hörforschung an der Universität Oldenburg eine internationale Spitzenstellung bescheinigt. Die Bewilligung für die insgesamt 16 Teilprojekte umfasst einen Rahmen von 7.5 Millionen DM.

Das zentrale Forschungsthema des Sonderforschungsbereichs Neurokognition ist die Aufklärung von neuronalen Prozessen, die kognitiven Leistungen zugrunde liegen. Wahrnehmen, Erkennen, Lernen, Denken und Planen sind kognitive Prozesse, die den Lebewesen ein Situationen angepasstes Handeln ermöglichen. Diese im Gehirn laufenden Prozesse sind das Resultat der Interaktionen von Milliarden von Nervenzellen.

In Fortsetzung seiner bisherigen Arbeit will der Sonderforschungsbereich sich insbesondere auf zwei Funktionen konzentrieren, nämlich auf Aufmerksamkeit und Bewertung, und ihr Verhältnis zueinander. Beide Prozesse sind unabdingbare Voraussetzung des für alle Lebewesen letztlich entscheidenden Vorgangs, nämlich der Verhaltensauswahl und Verhaltenssteuerung. Aufmerksamkeit und Bewertung wird dabei als Ergebnis eines grundlegenden Mechanismus gesehen, nämlich der neuronalen Selektion.

Das Verhältnis von Aufmerksamkeit, Bewertung und Handlungsentscheidung und seiner Störungen soll auf unterschiedlichen Systemebenen – von der molekular-zellulären über die systemische Ebene bis hin zum Verhalten – im visuellen, auditorischen und limbischen System von Tieren und Menschen (Gesunden und Patienten) mit einer Vielzahl von Methoden untersucht werden.

Gerhard Harms | Pressedienst der Universität Old
Weitere Informationen:
http://www.physik.uni-oldenburg.de/docs/sfb/

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