Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Aktives Störschall-Management mit dem "dritten Ohr" im Hörgerät

06.08.2002


SIEMENS - Pressebild


Siemens eröffnet neue Gehörrehabilitations-Perspektiven


Zu den grossen Problemen für Schwerhörige mit und ohne Hörgeräte zählt heute noch das Hören im Störschall: Wo starke Umgebungsgeräusche - wie zum Beispiel im Strassenverkehr - die Verständigung selbst für Normalhörende zum Problem machen, kommen Personen mit beschränktem Hörvermögen oft überhaupt nicht mehr mit. Das Gleiche gilt für Gespräche im Stimmengewirr, wie es beispielsweise in Restaurants und anderen öffentlichen Lokalen vorherrscht.

Die Entwicklungsingenieure von Siemens arbeiten seit Jahren intensiv an Lösungen für dieses Problem, das so manche Menschen mit Hörproblemen bis an den Rand der Verzweiflung bringen kann. Und sie vermochten darin einige spektakuläre Erfolge zu verbuchen. So beispielsweise mit neuartigen Hörgeräte-Richtmikrofonen, die die Stimme der Gesprächspartner aus jenen anderer, gleichzeitig sprechender Personen hervortreten lassen. Mit dynamischen Filtersystemen, die den Störlärm abdämpfen und die Sprachsignale verstärken. Und mit einem revolutionären ConTrast-System, welches die Artikulation der Sprache auf künstliche und effiziente Art verbessert.


Die jüngste Entwicklung geht noch einen Schritt weiter: Mit einem Ensemble von drei feinst aufeinander angestimmten Mikrofonen werden Sprachverständlichkeit und Hörkomfort in schwierigen akustischen Situationen nochmals um einen entscheidenden Faktor verbessert. Denn das dritte, extrem sensible Mikrofon dient dem "aktiven Störlärm-Management": Es nimmt stationäre und bewegliche Störschallquellen wahr und ermöglicht es der Signalverarbeitungs-Elektronik, diese abzudämpfen oder auszublenden. Zugleich dient es der Optimierung der automatischen Steuerung, da es Veränderungen im Klangspektrum blitzschnell zu erfassen und adäquate Reaktionen auszulösen vermag.

Das dritte Mikrofon dient damit gleichsam als "drittes Ohr", welches laufend kritisch mithört und die Leistungen des Geräts auf den Punkt bringt. Untersuchungen haben gezeigt, dass diese Strategie tatsächlich zu einer substanziellen Vergrösserung des Abstandes zwischen Nutzschall und Störgeräuschen beiträgt und damit die Sprachverständlichkeit um bis zu 40 Prozent zu verbessern vermag. Das sind sehr vielversprechende Perspektiven für jene unzähligen Betroffenen, die heute schon bei verhältnismässig geringen Lärmpegeln kapitulieren müssen.

Beat Rieder | pte.online

Weitere Berichte zu: Hörgerät Mikrofon Ohr Sprachverständlichkeit

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Interdisziplinäre Forschung:

nachricht Verformung mit Fingerspitzengefühl
13.08.2018 | Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

nachricht Wie Parasiten Leberkrebs erzeugen
02.08.2018 | Justus-Liebig-Universität Gießen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Interdisziplinäre Forschung >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Neue interaktive Software: Maschinelles Lernen macht Autodesigns aerodynamischer

Neue Software verwendet erstmals maschinelles Lernen um Strömungsfelder um interaktiv designbare 3D-Objekte zu berechnen. Methode wird auf der renommierten SIGGRAPH-Konferenz vorgestellt

Wollen Ingenieure oder Designer die aerodynamischen Eigenschaften eines neu gestalteten Autos, eines Flugzeugs oder anderer Objekte testen, lassen sie den...

Im Focus: New interactive machine learning tool makes car designs more aerodynamic

Scientists develop first tool to use machine learning methods to compute flow around interactively designable 3D objects. Tool will be presented at this year’s prestigious SIGGRAPH conference.

When engineers or designers want to test the aerodynamic properties of the newly designed shape of a car, airplane, or other object, they would normally model...

Im Focus: Der Roboter als „Tankwart“: TU Graz entwickelt robotergesteuertes Schnellladesystem für E-Fahrzeuge

Eine Weltneuheit präsentieren Forschende der TU Graz gemeinsam mit Industriepartnern: Den Prototypen eines robotergesteuerten CCS-Schnellladesystems für Elektrofahrzeuge, das erstmals auch das serielle Laden von Fahrzeugen in unterschiedlichen Parkpositionen ermöglicht.

Für elektrisch angetriebene Fahrzeuge werden weltweit hohe Wachstumsraten prognostiziert: 2025, so die Prognosen, wird es jährlich bereits 25 Millionen...

Im Focus: Robots as 'pump attendants': TU Graz develops robot-controlled rapid charging system for e-vehicles

Researchers from TU Graz and their industry partners have unveiled a world first: the prototype of a robot-controlled, high-speed combined charging system (CCS) for electric vehicles that enables series charging of cars in various parking positions.

Global demand for electric vehicles is forecast to rise sharply: by 2025, the number of new vehicle registrations is expected to reach 25 million per year....

Im Focus: Der „TRiC” bei der Aktinfaltung

Damit Proteine ihre Aufgaben in Zellen wahrnehmen können, müssen sie richtig gefaltet sein. Molekulare Assistenten, sogenannte Chaperone, unterstützen Proteine dabei, sich in ihre funktionsfähige, dreidimensionale Struktur zu falten. Während die meisten Proteine sich bis zu einem bestimmten Grad ohne Hilfe falten können, haben Forscher am Max-Planck-Institut für Biochemie nun gezeigt, dass Aktin komplett von den Chaperonen abhängig ist. Aktin ist das am häufigsten vorkommende Protein in höher entwickelten Zellen. Das Chaperon TRiC wendet einen bislang noch nicht beschriebenen Mechanismus für die Proteinfaltung an. Die Studie wurde im Fachfachjournal Cell publiziert.

Bei Aktin handelt es sich um das am häufigsten vorkommende Protein in höher entwickelten Zellen, das bei Prozessen wie Zellstabilisation, Zellteilung und...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Das Architekturmodell in Zeiten der Digitalen Transformation

14.08.2018 | Veranstaltungen

EEA-ESEM Konferenz findet an der Uni Köln statt

13.08.2018 | Veranstaltungen

Digitalisierung in der chemischen Industrie

09.08.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Kleine Helfer bei der Zellreinigung

14.08.2018 | Biowissenschaften Chemie

Neue Oberflächeneigenschaften für holzbasierte Werkstoffe

14.08.2018 | Materialwissenschaften

Fraunhofer IPT unterstützt Zweitplatzierten bei SpaceX-Wettbewerb

14.08.2018 | Förderungen Preise

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics