Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Künstlicher Regen aus Luftschiffen zur Brandbekämpfung

21.06.2002


300 Meter lange "Zigarren" mit "Duschköpfen" auf der Unterseite für zielgenaue Löschung


Luftschiffe könnten Waldbrände viel wirkungsvoller bekämpfen als Löschflugzeuge. Das behaupten Ingenieure des im kalifornischen Huntingdon Beach ansässigen Unternehmens Wetzone Engineering. Sie wollen von den riesigen, fliegenden "Zigarren" aus künstliche Regengüsse über den Brandflächen niedergehen lassen und damit die Feuer zielgenauer und sicherer löschen. Das berichtet das Fachmagazin New Scientist in seiner aktuellen Ausgabe.

Die Pläne des Chefentwicklers Thomas Gagliano vom Ingenieurbüro Wetzone Engineering sehen den Bau von 300 Meter langen Luftschiffen vor, die an der Unterseite mit riesigen, regelbaren "Duschköpfen" bestückt sind. Bis zu 200.000 Liter Wasser pro Stunde können die Luftschiffe regnen lassen, berichtet der Nachrichtendienst ddp. Der beteiligte Ingenieur Ralph Pope vergleicht die Konstruktion mit einem "nie enden wollenden künstlichen Regenguss". Herkömmliche Löschflugzeuge oder Hubschrauber versorgen sie ständig mit neuem Wasser, indem sie ihre nasse Fracht über einem speziellen Auffangbecken an der Oberseite des Luftschiffs ablassen.


Die mit dem unbrennbaren Gas Helium gefüllten Riesen sollen zudem mit Wasserkanonen ausgestattet werden, die sich aus geringer Höhe gezielt auf einzelne Brandherde richten lassen. Bei größeren Feuern, die oft lokale Stürmböen und Turbulenzen auslösen, müssen die Luftschiffe auf Flughöhen von 1.200 Metern aufsteigen, erläutert Gagliano. Sie könnten jedoch auch aus dieser Höhe noch Brände effektiv bekämpfen. In größeren Höhen müsse nur die Dichte des Regens verändert werden. Mit einem ersten Einsatz des Luftschiffs zur Feuerbekämpfung ist aber frühestens in drei Jahren zu rechnen. An einem Prototypen wird bereits gearbeitet. "Die Herausforderung ist groß, denn der Verlust durch Lauffeuer kostet die USA jährlich rund zwei Mrd. Dollar. Die Kosten der Brandbekämpfung sinddabei noch nicht eingeschlossen", erklärte Gagliano.

Sandra Standhartinger | pte.online
Weitere Informationen:
http://www.wetzoneeng.com
http://www.newscientist.com

Weitere Berichte zu: Brandbekämpfung Ingenieur Luftschiff

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Interdisziplinäre Forschung:

nachricht Untersuchung der Zellmembran: Forscher entwickeln Stoff, der wichtigen Membranbestandteil nachahmt
25.05.2018 | Westfälische Wilhelms-Universität Münster

nachricht Nanopartikel aus Kläranlagen - vorläufige Entwarnung
02.05.2018 | Universität Siegen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Interdisziplinäre Forschung >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Was passiert, wenn wir das Atomgitter eines Magneten plötzlich aufheizen?

„Wir haben jetzt ein klares Bild davon, wie das heiße Atomgitter und die kalten magnetischen Spins eines ferrimagnetischen Nichtleiters miteinander ins Gleichgewicht gelangen“, sagt Ilie Radu, Wissenschaftler am Max-Born-Institut in Berlin. Das internationale Forscherteam fand heraus, dass eine Energieübertragung sehr schnell stattfindet und zu einem neuartigen Zustand der Materie führt, in dem die Spins zwar heiß sind, aber noch nicht ihr gesamtes magnetisches Moment verringert haben. Dieser „Spinüberdruck“ wird durch wesentlich langsamere Prozesse abgebaut, die eine Abgabe von Drehimpuls an das Gitter ermöglichen. Die Forschungsergebnisse sind jetzt in "Science Advances" erschienen.

Magnete faszinieren die Menschheit bereits seit mehreren tausend Jahren und sind im Zeitalter der digitalen Datenspeicherung von großer praktischer Bedeutung....

Im Focus: Erste Beweise für Quelle extragalaktischer Teilchen

Zum ersten Mal ist es gelungen, die kosmische Herkunft höchstenergetischer Neutrinos zu bestimmen. Eine Forschungsgruppe um IceCube-Wissenschaftlerin Elisa Resconi, Sprecherin des Sonderforschungsbereichs SFB1258 an der Technischen Universität München (TUM), liefert ein wichtiges Indiz in der Beweiskette, dass die vom Neutrino-Teleskop IceCube am Südpol detektierten Teilchen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Galaxie in vier Milliarden Lichtjahren Entfernung stammen.

Um andere Ursprünge mit Gewissheit auszuschließen, untersuchte das Team um die Neutrino-Physikerin Elisa Resconi von der TU München und den Astronom und...

Im Focus: First evidence on the source of extragalactic particles

For the first time ever, scientists have determined the cosmic origin of highest-energy neutrinos. A research group led by IceCube scientist Elisa Resconi, spokesperson of the Collaborative Research Center SFB1258 at the Technical University of Munich (TUM), provides an important piece of evidence that the particles detected by the IceCube neutrino telescope at the South Pole originate from a galaxy four billion light-years away from Earth.

To rule out other origins with certainty, the team led by neutrino physicist Elisa Resconi from the Technical University of Munich and multi-wavelength...

Im Focus: Magnetische Wirbel: Erstmals zwei magnetische Skyrmionenphasen in einem Material entdeckt

Erstmals entdeckte ein Forscherteam in einem Material zwei unabhängige Phasen mit magnetischen Wirbeln, sogenannten Skyrmionen. Die Physiker der Technischen Universitäten München und Dresden sowie von der Universität zu Köln können damit die Eigenschaften dieser für Grundlagenforschung und Anwendungen gleichermaßen interessanten Magnetstrukturen noch eingehender erforschen.

Strudel kennt jeder aus der Badewanne: Wenn das Wasser abgelassen wird, bilden sie sich kreisförmig um den Abfluss. Solche Wirbel sind im Allgemeinen sehr...

Im Focus: Neue Steuerung der Zellteilung entdeckt

Wenn eine Zelle sich teilt, werden sämtliche ihrer Bestandteile gleichmässig auf die Tochterzellen verteilt. UZH-Forschende haben nun ein Enzym identifiziert, das sicherstellt, dass auch Zellbestandteile ohne Membran korrekt aufgeteilt werden. Ihre Entdeckung eröffnet neue Möglichkeiten für die Behandlung von Krebs, neurodegenerative Krankheiten, Alterungsprozessen und Virusinfektionen.

Man kennt es aus der Küche: Werden Aceto balsamico und Olivenöl miteinander vermischt, trennen sich die beiden Flüssigkeiten. Runde Essigtropfen formen sich,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Interdisziplinäre Konferenz: Diabetesforscher und Bioingenieure diskutieren Forschungskonzepte

13.07.2018 | Veranstaltungen

Conference on Laser Polishing – LaP: Feintuning für Oberflächen

12.07.2018 | Veranstaltungen

Materialien für eine Nachhaltige Wasserwirtschaft – MachWas-Konferenz in Frankfurt am Main

11.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Vertikales Begrünungssystem Biolit Vertical Green<sup>®</sup> auf Landesgartenschau Würzburg

16.07.2018 | Architektur Bauwesen

Feinstaub macht Bäume anfälliger gegen Trockenheit

16.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Wie Krebszellen Winterschlaf halten

16.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics