Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Universelle Benutzerschnittstellen für AAL-Technologie - Gründung des openURC-Alliance e.V. am DFKI

07.10.2011
Universelle, homogene Schnittstellen ermöglichen die Bedienung von Heizung, Herd, Kühlschrank, digitalen Fernsehern oder Computern über eine einzige, individuell konfigurierbare Steuerungseinheit.

Die sogenannte Universal Remote Console (URC, ISO/EIC 24752) schafft einfache, intuitiv zu bedienende Benutzerschnittstellen für aktuelle, aber auch für zukünftige Technologien wie Taskmodelle, fortgeschrittene Benutzerprofile, natürlichsprachliche Interaktion und Brain-Computer-Interfaces. Am 7. Oktober 2011 fällt um 13:30 Uhr der offizielle Startschuss für die openURC-Alliance als eingetragener Verein am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Saarbrücken.

Um Forschungs- und Entwicklungsarbeiten über personalisierte und barrierefreie Benutzerschnittstellen mit anderen Aktivitäten im Bereich Ambient Assisted Living (AAL) zu koordinieren, wurde die openURC-Alliance von acht Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft ins Leben gerufen: Trace Center, DFKI, Access Technologies Group, Meticube, dotUI, VICOMTech, Technische Universität Prag, consistec GmbH und Fraunhofer IAO. Die openURC-Alliance ist ein Forum, in dem verschiedene Interessengruppen zusammenkommen und Ideen und Ergebnisse im Bereich der Forschung, Entwicklung, Bildung, Zertifizierung und Normierung austauschen können. Die URC-Technologie besteht aus einer Middleware (UCH), die beliebige vernetzte Geräte und Dienste mit personalisierten Benutzeroberflächen und einem Ressource-Server verbindet, der als ein globaler Marktplatz für den Vertrieb von Software-Ressourcen und Benutzeroberflächen dient, welche somit über das Internet verteilt werden können.

Mit dem DFKI-übergreifenden Competence Center for Ambient Assisted Living (CCAAL) arbeitet das DFKI bereits seit längerem an Konzepten, Produkten und Dienstleistungen, die neue Technologien und soziales Umfeld miteinander verbinden und verbessern mit dem Ziel, die Lebensqualität für Menschen in allen Lebensabschnitten zu erhöhen. „Ausgehend vom i2home Projekt ist die URC-Technologie zu einer tragenden Säule unserer Arbeit im CCAAL geworden. Was vielleicht noch wichtiger ist: URC wurde unter mehr als dreißig weiteren europäischen Forschungs- und Entwicklungsprojekten ausgewählt. Die Bildung einer internationalen Allianz um URC ist der nächste natürliche Schritt hin zu einer Plattform für alle AAL-Beteiligten mit der Möglichkeit, gemeinsam die Zukunft von AAL zu gestalten. Mit der openURC-Alliance schaffen wir ein weltweites Netzwerk, das insbesondere privaten Unternehmen einen fundamentalen Baustein für die Entwicklung personalisierter Benutzerschnittstellen bietet“, so Dr. Jan Alexandersson, Leiter des CCAAL am DFKI.

Zum Ende des 3. Quartals 2011 wuchs die Gesamtsumme der Forschungs- und Entwicklungsprojekte sowie von Produktentwicklungen unter Verwendung der URC-Standards auf mehr als 200 Mio. Euro. Insgesamt waren mehr als 120 Forschungs- und Entwicklungsorganisationen beteiligt, die URC Konzepte und Technologien anwenden in Bereichen wie digitale Barrierefreiheit, Ambient Assisted Living, e-Health, Heimautomation, Telekommunikation, Energiemanagement, Mobilität, Autoindustrie, Soziale Netzwerke, Content- und Medienmanagement, und öffentlicher Verkehr.

Über das DFKI
Das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (GmbH) mit den Standorten Kaiserslautern, Saarbrücken, Bremen, einem Projektbüro in Berlin und einer Außenstelle des Robotics Innovation Center in Osnabrück ist auf dem Gebiet innovativer Softwaretechnologien die führende Forschungseinrichtung in Deutschland. In der internationalen Wissenschaftswelt zählt das DFKI zu den weltweit wichtigsten "Centers of Excellence". Aktuell beschäftigt das DFKI 833 Mitarbeiter (437 hauptberufliche und 396 nebenberufliche Mitarbeiter). Zum Kreis der Industriegesellschafter des DFKI gehören unter anderem: Daimler AG, Deutsche Telekom AG, SAP AG, Software AG, Attensity Europe GmbH, Microsoft Deutschland GmbH, Deutsche Post AG, BMW AG, Deutsche Messe AG, EADS Astrium GmbH, Intel Corporation, Ricoh Ltd, (teilweise über Beteiligungsgesellschaften). Durch den Erwerb eines Gesellschaftsanteils kam im Jahr 2010 noch John Deere hinzu.

Das DFKI-Kompetenzzentrum Ambient Assisted Living - CCAAL - ist eine projekt- und forschungsbereichsübergreifende virtuelle Organisation innerhalb des DFKI, die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten im Bereich Ambient Assisted Living (AAL) koordiniert und durchführt. Treibende Kraft für Forschung und Entwicklung sind in erster Linie die Anwender der Technologie, die Gesellschaft und Geschäftspartner, wodurch eine holistische Annäherung an den Themenkomplex AAL erfolgt.

Kontakt
Dr. Jan Alexandersson
Leiter Competence Center Ambient Assisted Living (CCAAL)
Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz
Tel.: +49 (0)681 / 857 75-5347
E-Mail: Jan.Alexandersson@dfki.de

Reinhard Karger | idw
Weitere Informationen:
http://www.dfki.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht One step ahead: Adaptive Radarsysteme für smarte Fahrerassistenz
20.09.2018 | Fraunhofer-Institut für Hochfrequenzphysik und Radartechnik FHR

nachricht Virtual Reality ohne Kopfschmerz oder Simulationsübelkeit
19.09.2018 | Fraunhofer-Institut für Organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik FEP

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wie Magnetismus entsteht: Elektronen stärker verbunden als gedacht

Wieso sind manche Metalle magnetisch? Diese einfache Frage ist wissenschaftlich gar nicht so leicht fundiert zu beantworten. Das zeigt eine aktuelle Arbeit von Wissenschaftlern des Forschungszentrums Jülich und der Universität Halle. Den Forschern ist es zum ersten Mal gelungen, in einem magnetischen Material, in diesem Fall Kobalt, die Wechselwirkung zwischen einzelnen Elektronen sichtbar zu machen, die letztlich zur Ausbildung der magnetischen Eigenschaften führt. Damit sind erstmals genaue Einblicke in den elektronischen Ursprung des Magnetismus möglich, die vorher nur auf theoretischem Weg zugänglich waren.

Für ihre Untersuchung nutzten die Forscher ein spezielles Elektronenmikroskop, das das Forschungszentrum Jülich am Elettra-Speicherring im italienischen Triest...

Im Focus: Erstmals gemessen: Wie lange dauert ein Quantensprung?

Mit Hilfe ausgeklügelter Experimente und Berechnungen der TU Wien ist es erstmals gelungen, die Dauer des berühmten photoelektrischen Effekts zu messen.

Es war eines der entscheidenden Experimente für die Quantenphysik: Wenn Licht auf bestimmte Materialien fällt, werden Elektronen aus der Oberfläche...

Im Focus: Scientists present new observations to understand the phase transition in quantum chromodynamics

The building blocks of matter in our universe were formed in the first 10 microseconds of its existence, according to the currently accepted scientific picture. After the Big Bang about 13.7 billion years ago, matter consisted mainly of quarks and gluons, two types of elementary particles whose interactions are governed by quantum chromodynamics (QCD), the theory of strong interaction. In the early universe, these particles moved (nearly) freely in a quark-gluon plasma.

This is a joint press release of University Muenster and Heidelberg as well as the GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt.

Then, in a phase transition, they combined and formed hadrons, among them the building blocks of atomic nuclei, protons and neutrons. In the current issue of...

Im Focus: Der Truck der Zukunft

Lastkraftwagen (Lkw) sind für den Gütertransport auch in den kommenden Jahrzehnten unverzichtbar. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der Technischen Universität München (TUM) und ihre Partner haben ein Konzept für den Truck der Zukunft erarbeitet. Dazu zählen die europaweite Zulassung für Lang-Lkw, der Diesel-Hybrid-Antrieb und eine multifunktionale Fahrerkabine.

Laut der Prognose des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur wird der Lkw-Güterverkehr bis 2030 im Vergleich zu 2010 um 39 Prozent steigen....

Im Focus: Extrem klein und schnell: Laser zündet heißes Plasma

Feuert man Lichtpulse aus einer extrem starken Laseranlage auf Materialproben, reißt das elektrische Feld des Lichts die Elektronen von den Atomkernen ab. Für Sekundenbruchteile entsteht ein Plasma. Dabei koppeln die Elektronen mit dem Laserlicht und erreichen beinahe Lichtgeschwindigkeit. Beim Herausfliegen aus der Materialprobe ziehen sie die Atomrümpfe (Ionen) hinter sich her. Um diesen komplexen Beschleunigungsprozess experimentell untersuchen zu können, haben Forscher aus dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) eine neuartige Diagnostik für innovative laserbasierte Teilchenbeschleuniger entwickelt. Ihre Ergebnisse erscheinen jetzt in der Fachzeitschrift „Physical Review X“.

„Unser Ziel ist ein ultrakompakter Beschleuniger für die Ionentherapie, also die Krebsbestrahlung mit geladenen Teilchen“, so der Physiker Dr. Thomas Kluge vom...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

4. BF21-Jahrestagung „Car Data – Telematik – Mobilität – Fahrerassistenzsysteme – Autonomes Fahren – eCall – Connected Car“

21.09.2018 | Veranstaltungen

Forum Additive Fertigung: So gelingt der Einstieg in den 3D-Druck

21.09.2018 | Veranstaltungen

12. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

20.09.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neue CBMC-Geräteschutzschaltervarianten

22.09.2018 | Energie und Elektrotechnik

ISO-27001-Zertifikat für die GFOS mbH und die GFOS Technologieberatung GmbH

21.09.2018 | Unternehmensmeldung

Kundenindividuelle Steckverbinder online konfigurieren und bestellen

21.09.2018 | Energie und Elektrotechnik

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics