Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Fraunhofer SCAI verstärkt Forschung auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz für Medizin- und Biowissenschaften

04.12.2019

Prof. Dr. Holger Fröhlich übernimmt ab Dezember die Leitung der Forschungsgruppe »AI & Data Science« im Geschäftsfeld Bioinformatik.

Prof. Dr. Holger Fröhlich übernimmt ab Dezember 2019 die Leitung der Forschungsgruppe »AI & Data Science« am Fraunhofer-Institut für Algorithmen und Wissenschaftliches Rechnen SCAI. Die neu gegründete Gruppe ist im Geschäftsfeld Bioinformatik des Instituts angesiedelt, das von Prof. Dr. Martin Hofmann-Apitius geleitet wird.


Prof. Dr. Holger Fröhlich, Fraunhofer SCAI

© Fraunhofer SCAI

Fröhlich und Hofmann-Apitius sind sich nicht unbekannt. Beide lehren und forschen seit Jahren am Bonn-Aachen International Center for Information Technology (B-IT) der Universität Bonn. Sehr erfolgreich war auch die Zusammenarbeit im 2018 beendeten Projekt AETIONOMY, einem mit 17,8 Millionen Euro geförderten Leitprojekt der Europäischen Innovative Medicines Initiative (IMI).

»Die Kombination von intelligenter Datenanalyse und domänenspezifischem Wissen führt zu neuen Erkenntnissen in der Wissenschaft, die auch die Behandlung von Patienten verbessern«, sagt Holger Fröhlich. »Fraunhofer SCAI bietet ein optimales Umfeld, um Verfahren des maschinellen Lernens und der Künstlichen Intelligenz auf praktische Fragestellungen der modernen Biomedizin anzuwenden«.

Martin Hofmann-Apitius freut sich über die Verstärkung. »Unser Geschäftsfeld Bioinformatik leistet wesentliche Forschungsbeiträge im Bereich des Text- und Dataminings für neurodegenerative Erkrankungen.

Holger Fröhlich ist ein führender Experte für die Anwendung von Verfahren des maschinellen Lernens und der künstlichen Intelligenz in der Bioinformatik.

Wir bilden mit der neu hinzugekommenen Kompetenz von Holger Fröhlich ein beeindruckendes Spektrum an Methoden der biomedizinischen Informatik ab, vom Daten- und Wissensmanagement über Informationsextraktion und Knowledge Discovery bis zur intelligenten Analyse von Patientendaten. Ich freue mich sehr auf die vor uns liegende Arbeit.«

Holger Fröhlich hat sein Informatikstudium im Jahr 2002 an der Philipps-Universität Marburg mit dem Master abgeschlossen. 2006 wurde er an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen mit einer Arbeit über Machine-Learning-Methoden in Chemo- und Bioinformatik im Fach Informatik promoviert. Danach forschte Fröhlich am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg an statistischen Verfahren und Methoden des maschinellen Lernens in Biologie und Medizin.

Nach einer Zwischenstation in der Pharmaindustrie folgte er im Jahr 2010 einem Ruf auf eine Professur ans B-IT. Vor seinem Wechsel zu Fraunhofer SCAI leitete er bei der UCB Pharma GmbH in Monheim eine Forschungsgruppe auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz. Neben seiner Tätigkeit bei SCAI lehrt Fröhlich weiter am B-IT und leitet dort auch die Gruppe »Algorithmische Bioinformatik«.

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Martin Hofmann-Apitius
Abteilungsleiter Bioinformatik
Fraunhofer-Institut für Algorithmen und Wissenschaftliches Rechnen SCAI
53754 Sankt Augustin
E-Mail: martin.hofmann-apitius@scai.fraunhofer.de

www.scai.fraunhofer.de/bio

Weitere Informationen:

https://www.scai.fraunhofer.de/de/presse/pressemitteilungen/news-02-12-2019.html

Dipl.-Journalist (TU Dortmund) Michael Krapp | Fraunhofer-Institut für Algorithmen und Wissenschaftliches Rechnen SCAI

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht SmartKai – „Einparkhilfe“ zur Vermeidung von Schäden an Schiffen und Hafeninfrastruktur
01.04.2020 | OFFIS - Institut für Informatik

nachricht Mit Künstlicher Intelligenz zu besseren Entscheidungen
30.03.2020 | Universität Bielefeld

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Blockierung des Eisentransports könnte Tuberkulose stoppen

Tuberkulose-Bakterien brauchen Eisen zum Überleben. Wird der Eisentransport in den Bakterien gestoppt, so kann sich der Tuberkulose-Erreger nicht weiter vermehren. Nun haben Forscher der Universität Zürich die Struktur des Transportproteins ermittelt, das für die Eisenzufuhr zuständig ist. Dies eröffnet Möglichkeiten zur Entwicklung neuer Medikamente.

Einer der verheerendsten Erreger, der sich im Inneren menschlicher Zellen vermehren kann, ist Mycobacterium tuberculosis – der Bazillus, der Tuberkulose...

Im Focus: Blocking the Iron Transport Could Stop Tuberculosis

The bacteria that cause tuberculosis need iron to survive. Researchers at the University of Zurich have now solved the first detailed structure of the transport protein responsible for the iron supply. When the iron transport into the bacteria is inhibited, the pathogen can no longer grow. This opens novel ways to develop targeted tuberculosis drugs.

One of the most devastating pathogens that lives inside human cells is Mycobacterium tuberculosis, the bacillus that causes tuberculosis. According to the...

Im Focus: Corona-Pandemie: Medizinischer Vollgesichtsschutz aus dem 3D-Drucker

In Vorbereitung auf zu erwartende COVID-19-Patienten wappnet sich das Universitätsklinikum Augsburg mit der Beschaffung von persönlicher Schutzausrüstung für das medizinische Personal. Ein Vollgesichtsschutz entfaltet dabei in manchen Situationen eine bessere Schutzwirkung als eine einfache Schutzbrille, doch genau dieser ist im Moment schwer zu beschaffen. Abhilfe schafft eine Kooperation mit dem Institut für Materials Resource Management (MRM) der Universität Augsburg, das seine Kompetenz und Ausstattung im Bereich des 3D-Drucks einbringt, um diesen Engpass zu beheben.

Das Coronavirus SARS-CoV-2 wird nach heutigem Wissensstand maßgeblich durch Tröpfcheninfektion übertragen. Dabei sind neben Mund und Nase vor allem auch die...

Im Focus: Hannoveraner Physiker entwickelt neue Photonenquelle für abhörsichere Kommunikation

Ein internationales Team unter Beteiligung von Prof. Dr. Michael Kues vom Exzellenzcluster PhoenixD der Leibniz Universität Hannover hat eine neue Methode zur Erzeugung quantenverschränkter Photonen in einem zuvor nicht zugänglichen Spektralbereich des Lichts entwickelt. Die Entdeckung kann die Verschlüsselung von satellitengestützter Kommunikation künftig viel sicherer machen.

Ein 15-köpfiges Forscherteam aus Großbritannien, Deutschland und Japan hat eine neue Methode zur Erzeugung und zum Nachweis quantenverstärkter Photonen bei...

Im Focus: Physicist from Hannover Develops New Photon Source for Tap-proof Communication

An international team with the participation of Prof. Dr. Michael Kues from the Cluster of Excellence PhoenixD at Leibniz University Hannover has developed a new method for generating quantum-entangled photons in a spectral range of light that was previously inaccessible. The discovery can make the encryption of satellite-based communications much more secure in the future.

A 15-member research team from the UK, Germany and Japan has developed a new method for generating and detecting quantum-entangled photons at a wavelength of...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Europäischer Rheumatologenkongress EULAR 2020 wird zum Online-Kongress

30.03.2020 | Veranstaltungen

“4th Hybrid Materials and Structures 2020” findet web-basiert statt

26.03.2020 | Veranstaltungen

Wichtigste internationale Konferenz zu Learning Analytics findet statt – komplett online

23.03.2020 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Studie mit bispezifischem Antikörper liefert beeindruckende Behandlungserfolge bei Multiplem Myelom

01.04.2020 | Medizin Gesundheit

Unternehmenswissen - Wie gelingt der Umstieg von Präsenz auf Online?

01.04.2020 | Seminare Workshops

SmartKai – „Einparkhilfe“ zur Vermeidung von Schäden an Schiffen und Hafeninfrastruktur

01.04.2020 | Informationstechnologie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics