Neu: Kompetenzplattform 'Industrial IT' an der FH Lippe und Höxter

Das Düsseldorfer Innovationsministerium hat nach eingehender Prüfung eine so genannte 'Kompetenzplattform' genehmigt, die als Anschubfinanzierung für weit reichende Forschungsaktivitäten gedacht ist. Prof. Dr.-Ing. Jürgen Jasperneite, Sprecher der Kompetenzplattform: „Wir verstehen es als unseren Auftrag, nachhaltige Aktivitäten zu entwickeln, die neben der Forschung auch Einfluss auf die Inhalte unseres Masterstudiengangs haben werden.“

Mit den Kompetenzplattformen will das Ministerium für eine dauerhafte Forschungsinfrastruktur an Fachhochschulen sorgen. Die Lemgoer Elektrotechniker werden für ihr vielfältiges Engagement und ihre jüngsten Erfolge in der anwendungsnahen Forschung, oftmals in Kooperation mit mittelständischen Unternehmen, belohnt.

Die jetzt im Fokus stehende 'Industrielle Automatisierungstechnik' bildet nach Einschätzung der Experten einen wichtigen Innovationshebel für den internationalen Maschinen- und Anlagenbau. Jasperneite: „Diese Automatisierungstechnik gehört zu den wenigen Technologiefeldern, in denen Deutschland weltweit führend ist.“ Um diese Position zu stärken und weiter auszubauen, seien auf der einen Seite neue Konzepte erforderlich, mit denen die vertikale Durchgängigkeit von Datenflüssen zwischen Maschinen und Geschäftsprozessen eines produzierenden Unternehmens auf ein neues Niveau gebracht werden kann.

Auf der anderen Seite seien künftig intelligente Maschinen und Anlagen notwendig, „die aufgrund kognitiver Fähigkeiten auf Umfeldänderungen hochflexibel reagieren können“, so Automatisierungstechniker Jasperneite. Diese Herausforderungen lassen sich nur durch die konsequente Nutzung von Informationstechnologien in der Automatisierungstechnik meistern.

Informationstechnologien sind klassisch dem Wissensgebiet der Informatik, die Automatisierungstechnik den Ingenieurwissenschaften Elektrotechnik und Maschinenbau zugeordnet. Für den erfolgreichen Einsatz von Informationstechnologien in der Automatisierungstechnik ist Kompetenz aus beiden Wissensgebieten unabdingbar. Hinzu kommt, dass Informationstechnologien in den seltensten Fällen unverändert eingesetzt werden können, sondern zur Erfüllung der automatisierungsspezifischen Anforderungen, wie etwa Echtzeitfähigkeit, IT-Sicherheit, erweitert werden müssen.

Das 8-köpfige Professorenteam will nun neue Systemkonzepte für die Automatisierungstechnik in enger Abstimmung mit Wissenschaft und Industrie erforschen und der Anwendung zuführen. Hierdurch wird in Nordrhein-Westfalen ein Zentrum für die Anwendung von Informationstechnologien in der Automatisierungstechnik entstehen, das die Position der Automatisierungstechnik stärken und weiter ausbauen wird.

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Detlev Grewe-König idw

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