Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Dem Waldbrand keine Chance: BMBF fördert die Entwicklung von autonomen vernetzten Sensorsystemen

14.09.2006
Entwickelt sich im Dickicht ein Waldbrand? Entstehen an den Brückenpfeilern kleine Risse? Funktionieren auch die unzugänglichen Teile der Fertigungsanlage einwandfrei? So genannte autonome vernetzte Sensorsysteme - auch "smart dust" oder "e-Grain" genannt - können vielleicht schon bald Antworten auf diese und andere Fragen geben. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt die Entwicklung in diesem Zukunftsfeld mit 15 Mio. Euro. Bis zum 15. Dezember haben Industrie und Forschung Zeit, Ideenpapiere für Entwicklungsprojekte zu entwerfen.

Ein autonomes vernetztes Sensorsystem besteht aus einer Vielzahl von kleinen Mikrosystemen, die am Untersuchungsobjekt verteilt - also beispielsweise mit dem Hubschrauber über einem potenziellen Waldbrandgebiet abgeworfen oder beim Brückenbau an den Pfeilern angebracht - werden. Obwohl oft nicht größer als ein Stück Würfelzucker, sind diese Systeme ausgesprochen vielseitig:

Sie können wichtige Parameter ihrer Umgebung wie beispielsweise Vibrationen oder Temperatur messen und verarbeiten, sie können drahtlos Daten senden und empfangen und sie verfügen über eine unabhängige Energieversorgung. Damit können sie jahrelang dezentral zum Beispiel die Funktionsfähigkeit einer Fertigungsanlage überwachen, ohne ausgetauscht werden zu müssen.

Im Rahmenprogramm Mikrosysteme 2004-2009 (Themenschwerpunkt "Mikrosystemtechnik für autonome vernetzte Sensorsysteme") sowie im Förderungsprogramm "IT-Forschung 2006" (Forschungsbereich "Kommunikationstechnologien") fördert das BMBF mit mehr als 15 Mio. Euro die Entwicklung von innovativen Lösungen in diesem Bereich. Im Fokus stehen vor allem Anwendungen in der Industrie- und in der Prozessautomatisierung sowie im Bereich Sicherheit und Personenschutz.

In den geförderten Verbundprojekten können sowohl mobile als auch stationäre Sensornetzwerke entstehen, die für neuartige Aufgaben der Datenerfassung und Auswertung geeignet sind.

Wichtige Forschungsschwerpunkte sind u.a. die Zuverlässigkeit und Robustheit sowohl der einzelnen Knoten als auch der gesamten vernetzten Systeme, die Themen Energiemanagement und Echtzeitfähigkeit, die Entwicklung von selbstkonfigurierbaren Kommunikationsschnittstellen, neue Funksysteme und Netzarchitekturen, die Vernetzung verschiedener Systeme (Sensor- und Datenfusion) und die Integration in ein Kommunikationsnetz sowie notwendige Software-Entwicklungen.

Ebenfalls förderfähig sind Arbeiten zur Sicherung der Privatsphäre und zur Erhöhung der Datensicherheit im Sensornetzwerk, zur Entwicklung von low-power Sensorik und applikationsorientiertem low-power Schaltungsdesign, Entwicklungen für die freie Konfigurierbarkeit der Knoten und für die Ein- und Anbindung an Kommunikationsnetze sowie Arbeiten zur Mensch-Maschine-Schnittstelle.

Weitere Informationen gibt es beim Projektträger im Rahmenprogramm "Mikrosysteme":

VDI/VDE Innovation + Technik GmbH
Dr. Hartmut Strese, Tel.: 030 310078- 204, strese@vdivde-it.de
Dr. Lars Heinze, Tel.: 030 310078-165, heinze@vdivde-it.de

Wiebke Ehret | idw
Weitere Informationen:
http://www.mstonline.de/foerderung

Weitere Berichte zu: BMBF Knoten Sensornetzwerk Sensorsystem Waldbrand

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Datenschutz: Vom Stressfaktor zum Kinderspiel
19.03.2019 | Telekom/DataGuard

nachricht Der virtuelle Graue Star
18.03.2019 | Technische Universität Wien

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Die Zähmung der Lichtschraube

Wissenschaftler vom DESY und MPSD erzeugen in Festkörpern hohe-Harmonische Lichtpulse mit geregeltem Polarisationszustand, indem sie sich die Kristallsymmetrie und attosekundenschnelle Elektronendynamik zunutze machen. Die neu etablierte Technik könnte faszinierende Anwendungen in der ultraschnellen Petahertz-Elektronik und in spektroskopischen Untersuchungen neuartiger Quantenmaterialien finden.

Der nichtlineare Prozess der Erzeugung hoher Harmonischer (HHG) in Gasen ist einer der Grundsteine der Attosekundenwissenschaft (eine Attosekunde ist ein...

Im Focus: The taming of the light screw

DESY and MPSD scientists create high-order harmonics from solids with controlled polarization states, taking advantage of both crystal symmetry and attosecond electronic dynamics. The newly demonstrated technique might find intriguing applications in petahertz electronics and for spectroscopic studies of novel quantum materials.

The nonlinear process of high-order harmonic generation (HHG) in gases is one of the cornerstones of attosecond science (an attosecond is a billionth of a...

Im Focus: Magnetische Mikroboote

Nano- und Mikrotechnologie sind nicht nur für medizinische Anwendungen wie in der Wirkstofffreisetzung vielversprechende Kandidaten, sondern auch für die Entwicklung kleiner Roboter oder flexibler integrierter Sensoren. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Polymerforschung (MPI-P) haben mit einer neu entwickelten Methode magnetische Mikropartikel hergestellt, die den Weg für den Bau von Mikromotoren oder die Zielführung von Medikamenten im menschlichen Körper, wie z.B. zu einem Tumor, ebnen könnten. Die Herstellung solcher Strukturen sowie deren Bewegung kann einfach durch Magnetfelder gesteuert werden und findet daher Anwendung in einer Vielzahl von Bereichen.

Die magnetischen Eigenschaften eines Materials bestimmen, wie dieses Material auf das Vorhandensein eines Magnetfeldes reagiert. Eisenoxid ist der...

Im Focus: Magnetic micro-boats

Nano- and microtechnology are promising candidates not only for medical applications such as drug delivery but also for the creation of little robots or flexible integrated sensors. Scientists from the Max Planck Institute for Polymer Research (MPI-P) have created magnetic microparticles, with a newly developed method, that could pave the way for building micro-motors or guiding drugs in the human body to a target, like a tumor. The preparation of such structures as well as their remote-control can be regulated using magnetic fields and therefore can find application in an array of domains.

The magnetic properties of a material control how this material responds to the presence of a magnetic field. Iron oxide is the main component of rust but also...

Im Focus: Goldkugel im goldenen Käfig

„Goldenes Fulleren“: Liganden-geschützter Nanocluster aus 32 Goldatomen

Forschern ist es gelungen, eine winzige Struktur aus 32 Goldatomen zu synthetisieren. Dieser Nanocluster hat einen Kern aus 12 Goldatomen, der von einer Schale...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Größte nationale Tagung 2019 für Nuklearmedizin in Bremen

21.03.2019 | Veranstaltungen

6. Magdeburger Brand- und Explosionsschutztage vom 25. bis 26.3. 2019

21.03.2019 | Veranstaltungen

Teilchenphysik trifft Didaktik und künstliche Intelligenz in Aachen

20.03.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Die Zähmung der Lichtschraube

22.03.2019 | Physik Astronomie

Saarbrücker Forscher erleichtern durch Open Source-Software den Durchblick bei Massen-Sensordaten

22.03.2019 | HANNOVER MESSE

Ketten aus Stickstoff direkt erzeugt

22.03.2019 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics