Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Scientific Simulation Environment SMILE für gutes Klima

14.07.2003


Wenn die Temperaturen draußen die 30-Grad-Marke übersteigen, wird die Arbeit in schlecht belüfteten Büros zur Qual. Um ein Wohlfühlklima zu gewährleisten, setzen Architekten bereits bei der Planung auf Simulationsprogramme.



Viele miteinander wechselwirkende Faktoren müssen dabei berücksichtigt werden: Die Größe und Ausrichtung des Gebäudes spielen ebenso eine Rolle wie Luftströmungen, Stärke und Richtung der Sonneneinstrahlung. Ebenso bedeutend sind die Eigenschaften der am Bau verwendeten Materialien. Mit diesen Vorgaben können die Programme Belüftung und Wärmeverteilung in einem Gebäude berechnen und optimieren. Damit tragen sie auch dazu bei, dass Bau- und spätere Betriebskosten erheblich reduziert werden.

... mehr zu:
»Environment »Scientific »Simulation »SmILE


Obwohl solche Simulationen inzwischen Standard sind, gibt es bisher nur wenige geeignete Programme. »Vor allem fehlen funktionierende Schnittstellen, um die CAD-Daten der Architekten mit den Simulationsprogrammen zu verbinden«, weiß Dr. Christoph Nytsch-Geusen vom Fraunhofer-Institut für Rechnerarchitektur und Softwartechnik FIRST. »Bisher erfolgt der Datenaustausch durch manuelle Eingabe. Da dies eine Weile dauert, ist es nahezu ausgeschlossen, ›mal so eben‹ eine bauliche Variante zu testen.« Ein weiteres Problem: Simulationen, die das energetische Verhalten eines gesamten Gebäudes vereinfacht erfassen, passen schlecht zu detaillierteren Strömungssimulationen der Raumluft, in die die 3-D-Geometrien aller Zimmer und Flure eingehen. Diese Probleme gibt es mit SMILE nicht. Dieses abgekürzt nach Scientific Simulation Environment benannte Simulationswerkzeug ermöglicht einerseits den automatischen Import der CAD-Daten über die im Bauwesen international standardisierte IFC-Schnittstelle. Andererseits können die beiden Simulationstypen miteinander gekoppelt werden.

Die Verbindung von CAD und Strömungssimulation entstand in einem Projekt mit der Technischen Universität Berlin, dem Konrad-Zuse-Zentrum für Informationstechnik und dem ebenfalls in Berlin ansässigen Software-Entwickler CADKON systems. »SMILE ist auch außerhalb der Fachwelt auf positive Resonanz gestoßen«, sagt der »Vater« der Software Nytsch-Geusen lächelnd. »Bereits vor vier Jahren haben Kollegen von mir das Unternehmen dezentral gegründet. Neben der weiteren Entwicklung von SMILE bietet es mit FIRST Dienstleistungen und Schulungen zu den verschiedensten Aspekten von Energie und Bau.« Die Wissenschaftler haben inzwischen ganz neue Bereiche erschlossen. So simulieren und optimieren sie in Energie- und Verfahrenstechnik das Betriebsverhalten ganzer technischer Anlagen.

Dr. Christoph Nytsch-Geusen | Fraunhofer Gesellschaft
Weitere Informationen:
http://www.first.fraunhofer.de

Weitere Berichte zu: Environment Scientific Simulation SmILE

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Maschinelles Lernen: Neue Methode ermöglicht genaue Extrapolation
13.07.2018 | Institute of Science and Technology Austria

nachricht Gegen das Verblassen historischer Dokumente
11.07.2018 | Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Was passiert, wenn wir das Atomgitter eines Magneten plötzlich aufheizen?

„Wir haben jetzt ein klares Bild davon, wie das heiße Atomgitter und die kalten magnetischen Spins eines ferrimagnetischen Nichtleiters miteinander ins Gleichgewicht gelangen“, sagt Ilie Radu, Wissenschaftler am Max-Born-Institut in Berlin. Das internationale Forscherteam fand heraus, dass eine Energieübertragung sehr schnell stattfindet und zu einem neuartigen Zustand der Materie führt, in dem die Spins zwar heiß sind, aber noch nicht ihr gesamtes magnetisches Moment verringert haben. Dieser „Spinüberdruck“ wird durch wesentlich langsamere Prozesse abgebaut, die eine Abgabe von Drehimpuls an das Gitter ermöglichen. Die Forschungsergebnisse sind jetzt in "Science Advances" erschienen.

Magnete faszinieren die Menschheit bereits seit mehreren tausend Jahren und sind im Zeitalter der digitalen Datenspeicherung von großer praktischer Bedeutung....

Im Focus: Erste Beweise für Quelle extragalaktischer Teilchen

Zum ersten Mal ist es gelungen, die kosmische Herkunft höchstenergetischer Neutrinos zu bestimmen. Eine Forschungsgruppe um IceCube-Wissenschaftlerin Elisa Resconi, Sprecherin des Sonderforschungsbereichs SFB1258 an der Technischen Universität München (TUM), liefert ein wichtiges Indiz in der Beweiskette, dass die vom Neutrino-Teleskop IceCube am Südpol detektierten Teilchen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Galaxie in vier Milliarden Lichtjahren Entfernung stammen.

Um andere Ursprünge mit Gewissheit auszuschließen, untersuchte das Team um die Neutrino-Physikerin Elisa Resconi von der TU München und den Astronom und...

Im Focus: First evidence on the source of extragalactic particles

For the first time ever, scientists have determined the cosmic origin of highest-energy neutrinos. A research group led by IceCube scientist Elisa Resconi, spokesperson of the Collaborative Research Center SFB1258 at the Technical University of Munich (TUM), provides an important piece of evidence that the particles detected by the IceCube neutrino telescope at the South Pole originate from a galaxy four billion light-years away from Earth.

To rule out other origins with certainty, the team led by neutrino physicist Elisa Resconi from the Technical University of Munich and multi-wavelength...

Im Focus: Magnetische Wirbel: Erstmals zwei magnetische Skyrmionenphasen in einem Material entdeckt

Erstmals entdeckte ein Forscherteam in einem Material zwei unabhängige Phasen mit magnetischen Wirbeln, sogenannten Skyrmionen. Die Physiker der Technischen Universitäten München und Dresden sowie von der Universität zu Köln können damit die Eigenschaften dieser für Grundlagenforschung und Anwendungen gleichermaßen interessanten Magnetstrukturen noch eingehender erforschen.

Strudel kennt jeder aus der Badewanne: Wenn das Wasser abgelassen wird, bilden sie sich kreisförmig um den Abfluss. Solche Wirbel sind im Allgemeinen sehr...

Im Focus: Neue Steuerung der Zellteilung entdeckt

Wenn eine Zelle sich teilt, werden sämtliche ihrer Bestandteile gleichmässig auf die Tochterzellen verteilt. UZH-Forschende haben nun ein Enzym identifiziert, das sicherstellt, dass auch Zellbestandteile ohne Membran korrekt aufgeteilt werden. Ihre Entdeckung eröffnet neue Möglichkeiten für die Behandlung von Krebs, neurodegenerative Krankheiten, Alterungsprozessen und Virusinfektionen.

Man kennt es aus der Küche: Werden Aceto balsamico und Olivenöl miteinander vermischt, trennen sich die beiden Flüssigkeiten. Runde Essigtropfen formen sich,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Interdisziplinäre Konferenz: Diabetesforscher und Bioingenieure diskutieren Forschungskonzepte

13.07.2018 | Veranstaltungen

Conference on Laser Polishing – LaP: Feintuning für Oberflächen

12.07.2018 | Veranstaltungen

Materialien für eine Nachhaltige Wasserwirtschaft – MachWas-Konferenz in Frankfurt am Main

11.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Mister Raney bekommt Konkurrenz - Ein neuer Katalysator auf Nickel-Basis nutzt Nano-Strukturen

16.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Was passiert, wenn wir das Atomgitter eines Magneten plötzlich aufheizen?

16.07.2018 | Physik Astronomie

Rostocker Forscher testen neue Generation von Offshore-Windenergie-Anlagen

16.07.2018 | Energie und Elektrotechnik

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics