Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Das Internet der nächsten Generation steuert sich selbst

12.07.2002


KING (Komponenten für das Internet der nächsten Generation) setzt daher auf eine autonome Netzsteuerung mit einer Zugangskontrolle am Rand desr Netzes.

Siemens Pressebild


Das Gesamtvolumen des priorisierten KING (Komponenten für das Internet der nächsten Generation) setzt daher auf eine autonome Netz-steuerung mit einer Zugangskontrolle am Rand des Netzes.

Siemens Pressebild


Im Internet der nächsten Generation sollen Telefonate,
Videokonferenzen oder interaktive Spiele mit mehreren Teilnehmern jederzeit


mit hoher Qualität möglich sein. Diese Kommunikation in Echtzeit stellt
allerdings hohe Anforderungen an die Netzinfrastruktur. Die Information im
Internet wird nicht wie im Telefonnetz kontinuierlich über reservierte

Verbindungen transportiert, sondern in Form von Datenpaketen über die
jeweils gerade freien Wege übertragen. Für Echtzeitkommunikation muss
dennoch sichergestellt werden, dass der Empfänger die Information
rechtzeitig und kontinuierlich erhält. Schließlich wollen Telefonkunden in
Zukunft weiterhin ohne Sprachverzerrungen telefonieren. Siemens will in dem
Forschungsprojekt KING (Komponenten für das Internet der nächsten
Generation) eine umfassende Lösung entwickeln: Bei gleichbleibender
Servicequalität soll ein breitbandiges Netz mit hoher Verfügbarkeit
entstehen, das zudem effizient gesteuert und damit auch wirtschaftlich
betrieben werden kann. Das Projekt in zweistelliger Millionenhöhe läuft über
drei Jahre und wird zur Hälfte vom Bundesministerium für Bildung und
Forschung mitgetragen. Neben der Netzwerksparte von Siemens sind sieben
Forschungsinstitute und Universitäten eingebunden.

Bereits wenige hundert Millisekunden Verzögerung führen bei
Sprachkommunikation zu deutlich wahrnehmbaren Qualitätseinbußen. Im ersten
Schritt erhalten deshalb Pakete für Echtzeitkommunikation virtuelle
Aufkleber, die den Netzknoten (Routern) hohe Priorität beim Versenden
anzeigen. Das Gesamtvolumen des priorisierten Verkehrs darf jedoch nicht
über alle Maßen anwachsen. KING setzt daher auf eine autonome Netzsteuerung
mit einer Zugangskontrolle am Rand. Vorteil: Wenn ein Datenpaket hoher
Priorität einmal im Netz ist, gelangt es verzögerungsfrei ans Ziel. Außerdem
unterstützt ein Steuerrechner, der mit den Netzknoten und der
Zugangskontrolle in Kontakt steht, die autonome Steuerung. Dieser Rechner
holt sich periodisch Informationen aus dem Netz und überprüft, ob der
Datenverkehr reibungslos läuft. Wenn sich die Randbedingungen ändern, gibt
er neue Regeln zur Übertragung vor. So wird das Netzmanagement vereinfacht
und damit verbilligt.

Am Ende des Projekts KING soll nach Theorie, Realisierung und Erprobung ein
praxisnaher Prototyp stehen. Damit die Lösungsansätze direkt auf ihre
Tauglichkeit getestet werden können, modellieren in einem Testlabor von
Siemens fünf Router 20 Netzknoten im Internet. Daneben arbeiten Theoretiker
an Algorithmen und Software. Einen wichtigen Schritt haben sie bereits
geschafft: Um die Verfügbarkeit des Netzes bei Fehlern zu erhalten, werden
neuartige Mechanismen zur Wegelenkung (Routing) erprobt, die auch Routen
abseits des kürzesten Weges erlauben. Mit diesem Ansatz konnten die Experten
zeigen, dass die Verfügbarkeit des Netzes bei gleichzeitig hoher
Kommunikationsgüte signifikant verbessert werden kann, ohne in die Gefahr zu
geraten, dass Pakete in Schleifen laufen und damit verzögert oder gar nicht
ankommen.

Dr. Norbert Aschenbrenner | NewsDesk
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/newsdesk

Weitere Berichte zu: Echtzeitkommunikation KING Netzknoten Paket Verfügbarkeit

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht One step ahead: Adaptive Radarsysteme für smarte Fahrerassistenz
20.09.2018 | Fraunhofer-Institut für Hochfrequenzphysik und Radartechnik FHR

nachricht Virtual Reality ohne Kopfschmerz oder Simulationsübelkeit
19.09.2018 | Fraunhofer-Institut für Organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik FEP

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wie Magnetismus entsteht: Elektronen stärker verbunden als gedacht

Wieso sind manche Metalle magnetisch? Diese einfache Frage ist wissenschaftlich gar nicht so leicht fundiert zu beantworten. Das zeigt eine aktuelle Arbeit von Wissenschaftlern des Forschungszentrums Jülich und der Universität Halle. Den Forschern ist es zum ersten Mal gelungen, in einem magnetischen Material, in diesem Fall Kobalt, die Wechselwirkung zwischen einzelnen Elektronen sichtbar zu machen, die letztlich zur Ausbildung der magnetischen Eigenschaften führt. Damit sind erstmals genaue Einblicke in den elektronischen Ursprung des Magnetismus möglich, die vorher nur auf theoretischem Weg zugänglich waren.

Für ihre Untersuchung nutzten die Forscher ein spezielles Elektronenmikroskop, das das Forschungszentrum Jülich am Elettra-Speicherring im italienischen Triest...

Im Focus: Erstmals gemessen: Wie lange dauert ein Quantensprung?

Mit Hilfe ausgeklügelter Experimente und Berechnungen der TU Wien ist es erstmals gelungen, die Dauer des berühmten photoelektrischen Effekts zu messen.

Es war eines der entscheidenden Experimente für die Quantenphysik: Wenn Licht auf bestimmte Materialien fällt, werden Elektronen aus der Oberfläche...

Im Focus: Scientists present new observations to understand the phase transition in quantum chromodynamics

The building blocks of matter in our universe were formed in the first 10 microseconds of its existence, according to the currently accepted scientific picture. After the Big Bang about 13.7 billion years ago, matter consisted mainly of quarks and gluons, two types of elementary particles whose interactions are governed by quantum chromodynamics (QCD), the theory of strong interaction. In the early universe, these particles moved (nearly) freely in a quark-gluon plasma.

This is a joint press release of University Muenster and Heidelberg as well as the GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt.

Then, in a phase transition, they combined and formed hadrons, among them the building blocks of atomic nuclei, protons and neutrons. In the current issue of...

Im Focus: Der Truck der Zukunft

Lastkraftwagen (Lkw) sind für den Gütertransport auch in den kommenden Jahrzehnten unverzichtbar. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der Technischen Universität München (TUM) und ihre Partner haben ein Konzept für den Truck der Zukunft erarbeitet. Dazu zählen die europaweite Zulassung für Lang-Lkw, der Diesel-Hybrid-Antrieb und eine multifunktionale Fahrerkabine.

Laut der Prognose des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur wird der Lkw-Güterverkehr bis 2030 im Vergleich zu 2010 um 39 Prozent steigen....

Im Focus: Extrem klein und schnell: Laser zündet heißes Plasma

Feuert man Lichtpulse aus einer extrem starken Laseranlage auf Materialproben, reißt das elektrische Feld des Lichts die Elektronen von den Atomkernen ab. Für Sekundenbruchteile entsteht ein Plasma. Dabei koppeln die Elektronen mit dem Laserlicht und erreichen beinahe Lichtgeschwindigkeit. Beim Herausfliegen aus der Materialprobe ziehen sie die Atomrümpfe (Ionen) hinter sich her. Um diesen komplexen Beschleunigungsprozess experimentell untersuchen zu können, haben Forscher aus dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) eine neuartige Diagnostik für innovative laserbasierte Teilchenbeschleuniger entwickelt. Ihre Ergebnisse erscheinen jetzt in der Fachzeitschrift „Physical Review X“.

„Unser Ziel ist ein ultrakompakter Beschleuniger für die Ionentherapie, also die Krebsbestrahlung mit geladenen Teilchen“, so der Physiker Dr. Thomas Kluge vom...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

12. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

20.09.2018 | Veranstaltungen

Gesundheitstipps und ein virtueller Tauchgang zu Korallenriffen

20.09.2018 | Veranstaltungen

Internationale Experten der Orthopädietechnik tagen in Göttingen

19.09.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Lichtverschmutzung macht Fische mutig

21.09.2018 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Gegen Straßenschmutz im Regenwasser

21.09.2018 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Wie Magnetismus entsteht: Elektronen stärker verbunden als gedacht

21.09.2018 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics