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eBusiness für die industrielle Instandhaltung

11.06.2008
FZI Forschungszentrum Informatik erprobt mit der Wirtschaft den Einastz von Standards für den elektronischen Geschäftsverkehr in der industriellen Instandhaltung / Wirtschaft erwartet große Kosteneinsparungen und eine deutliche Vereinfachung der Zusammenarbeit zwischen Großindustrie und KMU / Entwicklung einheitlicher systematischer eBusiness-Verfahren und -Schnittstellen / FZI koordiniert das Konsortium aus elf beteiligten Unternehmen, darunter sechs mittelständische Betriebe, sowie einem Standardisierungspartner

In der Industrie werden Rohstoffe, Materialien und Zulieferteile schon lange elektronisch gehandelt. Nun sollen auch die Geschäftsabläufe rund um die industrielle Instandhaltung über Datennetze durchgeführt werden.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) fördert den Einsatz von Standards und die Optimierung von eBusiness-Prozessen zu Instandhaltungsdienstleistungen. In den nächsten drei Jahren erproben elf deutsche Unternehmen - darunter sechs mittelständische Betriebe - sowie der Standardisierungspartner eCl@ss e.V. unter der Federführung des FZI den Einsatz von Standards für Abwicklung von Montage-, Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten einschließlich der dabei verwendeten Materialien.

Projektziel ist die Standardisierung der zugehörigen Geschäftsprozesse sowie des elektronischen Datenaustauschs zwischen Lieferanten und Kunden in einem durchgängigen eBusiness-Prozess. Das FZI Forschungszentrum Informatik hat die Projektleitung übernommen und bringt seine Kompetenzen und Erfahrungen in der Entwicklung und Umsetzung von eBusiness-Lösungen im Mittelstand ein.

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Professor Dr. Wolffried Stucky, Direktor am FZI Forschungszentrum Informatik, verdeutlicht, warum der elektronische Geschäftsverkehr im Dienstleistungsbereich etabliert werden muss: "Der Einkauf von Dienstleistungen umfasst häufig einen hohen Anteil des Beschaffungsvolumens von Industrieunternehmen. Die damit verbundenen Geschäftsprozesse verursachen hohe Kosten". Mittelstandsgerechte eBusiness-Lösungen, so Stucky, können sowohl zu einer deutlichen Kostensenkung bei Lieferanten und Kunden beitragen, als auch kleinen und mittelständischen Unternehmen die Zusammenarbeit mit der Großindustrie erleichtern.

Jörg Schumacher, Projektleiter eBusInstand am FZI, ergänzt: "In der Großindustrie besteht derzeit ein starkes Interesse an der Entwicklung und Nutzung von standardisierten eBusiness-Lösungen für Dienstleistungen. Kleinere Unternehmen und Mittelständler hingegen haben in den wenigsten Fällen die notwendigen Ressourcen und das Know-how, in solche Entwicklungen zu investieren. eBusInstand wird speziell für mittelständische Unternehmen die methodischen und technischen Möglichkeiten schaffen, erfolgreich als Partner der Großindustrie am eBusiness teilzunehmen".

Bislang gibt es nur eine unzureichende Ausprägung von eBusiness-Prozessen für Dienstleistungen und nur wenig Erfahrungswerte aus der Praxis. eBusInstand greift diesen Bedarf auf, indem für die Abwicklung von Dienstleistungen einschließlich der verwendeten Materialien zwischen Kunden und Lieferanten einheitliche systematische eBusiness-Verfahren und -Schnittstellen bereitgestellt und erprobt werden. Diese werden bei den sechs beteiligten KMU-Projektpartnern Büchl Entsorgungswirtschaft GmbH, energieZENTRUM GmbH, Gebrüder Peters Gebäudetechnik GmbH, iPLON GmbH, Sis Sommer Industrieservice GmbH und Zoth GmbH & Co. KG aus dem Instandhaltungsumfeld sowie den Pilotkunden AUDI AG und Infraserv GmbH & Co. Höchst KG implementiert. Unterstützung erfährt das Projekt durch Entwicklungspartner wie BASF IT Services, IFCC GmbH, POET AG sowie durch den Standardisierungspartner eCl@ss e.V.

Die Wirtschaft erwartet sich von der Einführung der eBusiness-Prozessen im Bereich Instandhaltung große Kosteneinsparungen und eine Vereinfachung der Zusammenarbeit zwischen der Großindustrie und ihren Lieferanten - welche in der Regel kleine und mitteständische Unternehmen sind. Diese sollen durch eBusInstand in ihrer Wettbewerbsfähigkeit gestärkt werden, indem sie von den Projektergebnissen profitieren und die im Rahmen des Projekts entwickelten Methoden und Werkzeuge anwenden.

Weitere Informationen:
FZI Forschungszentrum Informatik
Haid-und-Neu-Str. 10-14
76131 Karlsruhe
Ansprechpartner: Dr. Peter Weiß
Telefon: 0721/9654 604
E-Mail: weiss@fzi.de
Vera Münch PR+TEXTE
Telefon: 05121/82613 mobil: +49 171 38 25 545
E-Mail: info@vera.muench.de
Über das FZI Forschungszentrum Informatik
Das FZI ist eine Forschungseinrichtung des Landes Baden-Württemberg und der Universität Karlsruhe (TH). Es hat die Aufgabe, die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse aus Informatik, Ingenieurwissenschaften und Wirtschaftswissenschaften für Unternehmen und öffentliche Einrichtungen verfügbar zu machen. In Kooperationsprojekten und in Auftragsforschung entwickelt das FZI für seine Geschäftspartner Konzepte für betriebliche Organisationsaufgaben, Software- und Systemlösungen und setzt diese in innovative Produkte, Dienst-leistungen und Geschäftsprozesse um. Wissenschaftliche Exzellenz und Interdisziplinarität sind in der Organisation verankert: Für den Technologietransfer engagieren sich am FZI Professorinnen und Professoren, die an verschiedenen Fakultäten der Universität Karlsruhe (TH) und weiteren Universitäten Informatik und ihre Anwendungen erforschen. Die Forschungseinrichtung ist gemeinnützig.

Vera Münch | idw
Weitere Informationen:
http://www.fzi.de
http://www.ebusinstand.de/

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