Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Videoplayer erlaubt direkte Interaktion mit Objekten

26.05.2008
Stellen völlig neuartige Methode des Videobrowsings vor

Der Videoplayer DimP bietet Nutzern völlig neue Interaktionsmöglichkeiten. Anstatt wie bisher über einen Regler den Ablauf eines Videos zu steuern, lassen sich mit der Software Objekte innerhalb eines Films direkt verschieben. Nach Auffassung der zuständigen Entwickler ergibt sich daraus eine Reihe von Vorteilen gegenüber der traditionellen Verwendung einer Suchleiste.

Vor allem bei solchem Videomaterial, das den Schwerpunkt vorwiegend auf objektbezogene Inhalte legt, könnten sowohl für Durchschnittsuser als auch für professionelle Anwender im grafischen Bereich die interaktiven Manipulationsmöglichkeiten verbessert werden. Der Videoplayer ist aber lediglich Teil eines breiter angelegten Forschungsprojektes, das sich der Etablierung eines neuartigen, interaktiveren Ansatzes für grafische Anwendungen verschrieben hat.

"Wir stellen eine völlig neuartige Methode des Videobrowsings vor, bei der Objekte direkt verschoben werden können", erklären die am Projekt beteiligten Wissenschaftler Pierre Dragicevic, Gonzalo Ramos, Jacobo Bibliowicz, Derek Nowrouzezahrai, Ravin Balakrishnan und Karan Singh von der Universität Toronto in ihrem gemeinsamen Aufsatz "Video Browsing by Direct Manipulation". "Diese Methode hat für den Nutzer den Vorteil, dass er dadurch direkt die Aktivitäten im Video manipulieren kann", ergänzen die Autoren. Aber auch für professionelle Anwender im grafischen Bereich sei der neue Ansatz eine wesentlicher Fortschritt. Diese könnten dadurch etwa viel leichter die Bewegungsdaten aus Videobeiträgen extrahieren als bisher. "Trotz ihrer vielen Vorteile wurde die Methode der direkten Manipulation bislang nicht konsequent genug bei den verschiedenen Computerapplikationen umgesetzt", stellen die Forscher fest.

... mehr zu:
»Video »Videoplayer

Das Prinzip der direkten Manipulation funktioniert dabei ganz einfach. Zunächst extrahiert die Software die Bewegungen der einzelnen im Video vorkommenden Objekte. Nutzer können diese dann anhand ihrer Bewegungslinien verschieben und so das Filmgeschehen vorwärts oder rückwärts ablaufen lassen. Der Player springt dabei direkt an die Stelle im Video, an der sich das jeweilige Objekt bewegt. Auf diese Weise vereinfacht sich das Auffinden bestimmter Szenen und es kann einfach zu einem Zeitpunkt gesprungen werden, an dem ein Objekt eine bestimmte Position im Bild erreicht. Zudem lassen sich derart auch Bewegungsabläufe wie der Wurf eines Balls leichter analysieren.

Der Videoplayer DimP ist derzeit noch ein Prototyp, der zur Veranschaulichung der neuen Methode dienen soll. Die Software funktioniert daher bislang nur mit einigen Einschränkungen. So kann der Player derzeit beispielsweise nur kleine Videos verarbeiten, die zur Analyse in dekomprimierter Form komplett in den Speicher geschrieben werden.

Doch auch wenn die Entwicklung dieser Methode bis zu ihrer endgültigen Reife wohl noch einiges an Zeit und Arbeit in Anspruch nehmen wird, sind die beteiligten Wissenschaftler von ihrem enormen Zukunftspotenzial überzeugt. "Wir glauben daran, dass unsere Methode die traditionell verwendete Suchleiste bei Video-Browsing-Aufgaben, die vorrangig auf visuelle Inhalte fokussieren, leistungsmäßig übertrifft", so die Forscher.

Markus Steiner | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://aviz.fr/dimp
http://www.utoronto.ca

Weitere Berichte zu: Video Videoplayer

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Smart Glasses Guide: Neues Tool zur Auswahl von Datenbrillen und Anwendungen
15.10.2018 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT

nachricht Einzigartige Infrastruktur für Deep Learning – DFKI erhält ersten NVIDIA DGX2 Supercomputer Europas
11.10.2018 | Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH, DFKI

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Auf dem Weg zu maßgeschneiderten Naturstoffen

Biotechnologen entschlüsseln Struktur und Funktion von Docking Domänen bei der Biosynthese von Peptid-Wirkstoffen

Mikroorganismen bauen Naturstoffe oft wie am Fließband zusammen. Dabei spielen bestimmte Enzyme, die nicht-ribosomalen Peptid Synthetasen (NRPS), eine...

Im Focus: Größter Galaxien-Proto-Superhaufen entdeckt

Astronomen enttarnen mit dem ESO Very Large Telescope einen kosmischen Titanen, der im frühen Universum lauert

Ein Team von Astronomen unter der Leitung von Olga Cucciati vom Istituto Nazionale di Astrofisica (INAF) Bologna hat mit dem VIMOS-Instrument am Very Large...

Im Focus: Auf Wiedersehen, Silizium? Auf dem Weg zu neuen Materalien für die Elektronik

Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Polymerforschung (MPI-P) in Mainz haben zusammen mit Wissenschaftlern aus Dresden, Leipzig, Sofia (Bulgarien) und Madrid (Spanien) ein neues, metall-organisches Material entwickelt, welches ähnliche Eigenschaften wie kristallines Silizium aufweist. Das mit einfachen Mitteln bei Raumtemperatur herstellbare Material könnte in Zukunft als Ersatz für konventionelle nicht-organische Materialien dienen, die in der Optoelektronik genutzt werden.

Bei der Herstellung von elektronischen Komponenten wie Solarzellen, LEDs oder Computerchips wird heutzutage vorrangig Silizium eingesetzt. Für diese...

Im Focus: Goodbye, silicon? On the way to new electronic materials with metal-organic networks

Scientists at the Max Planck Institute for Polymer Research (MPI-P) in Mainz (Germany) together with scientists from Dresden, Leipzig, Sofia (Bulgaria) and Madrid (Spain) have now developed and characterized a novel, metal-organic material which displays electrical properties mimicking those of highly crystalline silicon. The material which can easily be fabricated at room temperature could serve as a replacement for expensive conventional inorganic materials used in optoelectronics.

Silicon, a so called semiconductor, is currently widely employed for the development of components such as solar cells, LEDs or computer chips. High purity...

Im Focus: Blauer Phosphor – jetzt erstmals vermessen und kartiert

Die Existenz von „Blauem“ Phosphor war bis vor kurzem reine Theorie: Nun konnte ein HZB-Team erstmals Proben aus blauem Phosphor an BESSY II untersuchen und über ihre elektronische Bandstruktur bestätigen, dass es sich dabei tatsächlich um diese exotische Phosphor-Modifikation handelt. Blauer Phosphor ist ein interessanter Kandidat für neue optoelektronische Bauelemente.

Das Element Phosphor tritt in vielerlei Gestalt auf und wechselt mit jeder neuen Modifikation auch den Katalog seiner Eigenschaften. Bisher bekannt waren...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Natürlich intelligent

19.10.2018 | Veranstaltungen

Rettungsdienst und Feuerwehr - Beschaffung von Rettungsdienstfahrzeugen, -Geräten und -Material

18.10.2018 | Veranstaltungen

11. Jenaer Lasertagung

16.10.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Ultraleichte und belastbare HighEnd-Kunststoffe ermöglichen den energieeffizienten Verkehr

19.10.2018 | Materialwissenschaften

IMMUNOQUANT: Bessere Krebstherapien als Ziel

19.10.2018 | Biowissenschaften Chemie

Raum für Bildung: Physik völlig schwerelos

19.10.2018 | Bildung Wissenschaft

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics