Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

OLED-Display macht E-Pass videofähig

20.05.2008
Kontaktlose externe Stromversorgung statt interner Batterie

Die Bundesdruckerei und das koreanische Unternehmen Samsung SDI haben einen E-Pass mit einem dünnen, integrierten AMOLED-Display entwickelt. Das ermöglicht bei Bedarf eine Darstellung von Video-Passbildern und weiterer im E-Pass gespeicherter Daten.

Dennoch kommt das System ohne interne Stromversorgung aus. "Durch unsere innovative und zukunftsweisende Technologie, wie die 'Videoidentification on card', erleichtern und verkürzen wir künftig die Grenzprozesse und erreichen gleichzeitig einen neuen Meilenstein in Sachen Fälschungssicherheit", meint Ulrich Hamann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Bundesdruckerei. Der Prototyp wird aktuell bei der Fachausstellung "SID Display Week 2008" gezeigt.

Die Polycarbonat-Datenseite des neuartigen E-Passes sei trotz des eingebauten Displays nur 700 Mikrometer dick, so die Unternehmen. Das von Samsung SDI für den Prototyp entwickelte Farbdisplay mit organischen Leuchtdioden wäre dabei ganze 300 Mikrometer dünn. Besonders betont wird auch, dass das AMOLED-Display nicht nur dünn und flexibel, sondern aufgrund der verwendeten Materialien auch hitzebeständig sei. Das ermögliche einen Schutz des Dokuments vor Manipulation, es könne einfach laminiert werden. Der Stromverbrauch sei gering, eine eigene Batterie ist allerdings nicht integriert. Wenn Daten abgerufen werden sollen, erfolge die Energieversorgung des Displays via Kontaktlos-Technologie der Bundesdruckerei. Dann könnten auf dem Display bewegliche Passbilder dargestellt und persönliche Daten des Dokumentinhabers angezeigt werden. Auch sei denkbar, Stempel zur Dokumentation von Grenzübertritten in Zukunft elektronisch zu verwalten und über das Display anzuzeigen. Mittels komplexer Sicherheitsverfahren solle dabei gewährleistet werden, dass nur berechtigte Personen Daten modifizieren.

... mehr zu:
»E-Pass »OLED-Display

"Die Frage ist, ob solche Dokumente notwendig sind", gibt sich Frank Pallas vom Fachgebiet "Informatik und Gesellschaft" der TU Berlin http://ig.cs.tu-berlin.de gegenüber pressetext skeptisch. Existierende Ausweisdokumente seien gerade in Deutschland sehr fälschungssicher. Sollte das neue System eingeführt werden, wäre es tatsächlich möglich, funktionierende Zugriffsbeschränkungen für die Veränderung von Daten einzubauen. "Es wäre dann besser, elektronische Stempel auf dem Pass abzulegen, als diese irgendwo zentral zu speichern", meint Pallas daher. Für den Fall, dass ein Umstieg auf die neuartigen Pässe in Erwägung gezogen wird, mahnt er zunächst zu einer eingehenden, öffentlichen Diskussion mit Sicherheitsexperten, in deutlich größerem Umfang als vor der Einführung der aktuellen E-Pässe.

Thomas Pichler | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.bundesdruckerei.de
http://www.samsungsdi.com/contents/en
http://www.sid2008.org

Weitere Berichte zu: E-Pass OLED-Display

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Vernetzte Produktion in Echtzeit: Deutsch-schwedisches Testbed geht in die zweite Phase
11.12.2019 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT

nachricht Sensoraufkleber überwacht Lebensmittelproduktion
11.12.2019 | Ruhr-Universität Bochum

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Cheers! Maxwell's electromagnetism extended to smaller scales

More than one hundred and fifty years have passed since the publication of James Clerk Maxwell's "A Dynamical Theory of the Electromagnetic Field" (1865). What would our lives be without this publication?

It is difficult to imagine, as this treatise revolutionized our fundamental understanding of electric fields, magnetic fields, and light. The twenty original...

Im Focus: Hochgeladenes Ion bahnt den Weg zu neuer Physik

In einer experimentell-theoretischen Gemeinschaftsarbeit hat am Heidelberger MPI für Kernphysik ein internationales Physiker-Team erstmals eine Orbitalkreuzung im hochgeladenen Ion Pr9+ nachgewiesen. Mittels einer Elektronenstrahl-Ionenfalle haben sie optische Spektren aufgenommen und anhand von Atomstrukturrechnungen analysiert. Ein hierfür erwarteter Übergang von nHz-Breite wurde identifiziert und seine Energie mit hoher Präzision bestimmt. Die Theorie sagt für diese „Uhrenlinie“ eine sehr große Empfindlichkeit auf neue Physik und zugleich eine extrem geringe Anfälligkeit gegenüber externen Störungen voraus, was sie zu einem einzigartigen Kandidaten zukünftiger Präzisionsstudien macht.

Laserspektroskopie neutraler Atome und einfach geladener Ionen hat während der vergangenen Jahrzehnte Dank einer Serie technologischer Fortschritte eine...

Im Focus: Highly charged ion paves the way towards new physics

In a joint experimental and theoretical work performed at the Heidelberg Max Planck Institute for Nuclear Physics, an international team of physicists detected for the first time an orbital crossing in the highly charged ion Pr⁹⁺. Optical spectra were recorded employing an electron beam ion trap and analysed with the aid of atomic structure calculations. A proposed nHz-wide transition has been identified and its energy was determined with high precision. Theory predicts a very high sensitivity to new physics and extremely low susceptibility to external perturbations for this “clock line” making it a unique candidate for proposed precision studies.

Laser spectroscopy of neutral atoms and singly charged ions has reached astonishing precision by merit of a chain of technological advances during the past...

Im Focus: Ultrafast stimulated emission microscopy of single nanocrystals in Science

The ability to investigate the dynamics of single particle at the nano-scale and femtosecond level remained an unfathomed dream for years. It was not until the dawn of the 21st century that nanotechnology and femtoscience gradually merged together and the first ultrafast microscopy of individual quantum dots (QDs) and molecules was accomplished.

Ultrafast microscopy studies entirely rely on detecting nanoparticles or single molecules with luminescence techniques, which require efficient emitters to...

Im Focus: Wie Graphen-Nanostrukturen magnetisch werden

Graphen, eine zweidimensionale Struktur aus Kohlenstoff, ist ein Material mit hervorragenden mechanischen, elektronischen und optischen Eigenschaften. Doch für magnetische Anwendungen schien es bislang nicht nutzbar. Forschern der Empa ist es gemeinsam mit internationalen Partnern nun gelungen, ein in den 1970er Jahren vorhergesagtes Molekül zu synthetisieren, welches beweist, dass Graphen-Nanostrukturen in ganz bestimmten Formen magnetische Eigenschaften aufweisen, die künftige spintronische Anwendungen erlauben könnten. Die Ergebnisse sind eben im renommierten Fachmagazin Nature Nanotechnology erschienen.

Graphen-Nanostrukturen (auch Nanographene genannt) können, je nach Form und Ausrichtung der Ränder, ganz unterschiedliche Eigenschaften besitzen - zum Beispiel...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Analyse internationaler Finanzmärkte

10.12.2019 | Veranstaltungen

QURATOR 2020 – weltweit erste Konferenz für Kuratierungstechnologien

04.12.2019 | Veranstaltungen

Die Zukunft der Arbeit

03.12.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neue Hefe-Spezies in Braunschweig entdeckt

12.12.2019 | Biowissenschaften Chemie

Humane Papillomviren programmieren ihre Wirtszellen um und begünstigen so die Hautkrebsentstehung

12.12.2019 | Medizin Gesundheit

Urbane Gärten: Wie Agrarschädlinge von Städten profitieren

12.12.2019 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics