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Aufbau eines Netzwerkes von Open-Access-Servern

18.01.2008
DFG fördert Projekt zur Vernetzung zertifizierter Repositorien

Fast alle deutschen Hochschulen und zahlreiche wissenschaftliche Einrichtungen stellen heute systematisch wissenschaftliche Publikationen und andere Materialien frei online (Open Access) bereit.

Im internationalen Vergleich nimmt Deutschland mit seinen weit über 100 digitalen Repositorien den zweiten Rang nach den USA ein. Das kürzlich gestartete Projekt Open-Access-Netzwerk (OANetzwerk) zielt auf eine verstärkte nationale Vernetzung dieser Repositorien, um die weltweite Wahrnehmung und Wirkung des deutschen Forschungsbeitrags weiter zu erhöhen.

Im von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projekt wirken die Humboldt-Universität zu Berlin, die Georg-August-Universität Göttingen und die Universität Osnabrück zusammen. Den Kern des Vorhabens bildet ein virtueller Verbund aller Dokumenten- und Publikationsserver, deren Services mit dem von der Deutschen Initiative für Netzwerkinformation (DINI) initiierten "DINIZertifikat" ausgezeichnet worden sind.

Dieser Verbund soll gestärkt und im Verlauf des Projektes ausgebaut werden. Im Hinblick auf internationale Standards und Qualitätskriterien nimmt Deutschland mit der Zertifizierung von Diensten für wissenschaftliche Publikationen eine Vorreiterrolle ein. Diese zertifizierten Repositorien können zudem technisch einfach in übergreifende Netzwerke eingebunden werden wie z.B. die pan-europäische Infrastruktur von DRIVER (Digital Repository Infrastructure Vision for European Research).

Die Vernetzung wird dabei nicht nur organisatorisch, sondern auch technisch vorangetrieben.

OA-Netzwerk wird daher Betreiber von Repositorien bei der Zertifizierung unterstützen und zugleich eine Reihe von Services auf einer Plattform zusammenführen. Die Dokumente werden dann über eine Volltextsuche, Suche über Metadaten und übergreifendes Browsing zugänglich. Zusatzdienste wie die Benachrichtung über neue Dokumente (Alerting), Exportfunktionen in gängige Literaturdatenbankformate und die Anbindung von Druckdiensten (Print on Demand) ergänzen das Angebot. Künftig werden zudem Entwicklungen aus weiteren Projekten im Kontext des elektronischen Publizierens integriert, etwa bezogen auf Nutzungsstatistik und Zitationsanalyse.

Kontakt:
www.dini.de/oa-netzwerk
Prof. Dr. Peter Schirmbacher
Humboldt-Universität zu Berlin
Email: schirmbacher@cms.hu-berlin.de
Telefon: +49 30 2093-7010

Christine Schniedermann | idw
Weitere Informationen:
http://www.hu-berlin.de/

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