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Seifertit - dichteste natürliche Form von Quarz nach Gründer des Bayerischen Geoinstituts benannt

25.06.2004


In zahlreichen Mars-Meteoriten nachgewiesen – irdischem Basalt ähnlich



Die Überraschung bei den Wissenschaftlern des Bayreuther Bayerischen Geoinstitituts (BGI) war groß, als jetzt Professor Ahmed El Goresy vom Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz am Ende seines Fachvortrages über Forschungsarbeiten zu Hochdruckmineralen in Mars-Meteoriten die Katze aus dem Sack ließ: eine neu gefundene Quartz- Modifikation ist nach dem BGI-Gründer Professor Dr. Dr. h.c. Friedrich Seifert (Experimentelle Geowissenschaften) benannt: Seifertit.

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Die Studien Professor El Goresys ("Das Bayerische Geoinstitut gehört zu den führenden Forschungsstätten weltweit") haben neben neuen Erkenntnissen über den Mars und seine Kollisionsgeschichte auch zur Entdeckung neuer Minerale geführt. Insbesondere wurde eine neue Modifikation des Quarz (SiO2) identifiziert. Die Kommission zur Benennung neuer Minerale der Internationalen Mineralogischen Gesellschaft (IMA) folgte dem Vorschlag Prof. El Goresys, das neue Mineral “Seifertit” zu nennen und damit den Gründer und langjährigen Leiters des Bayerischen Forschungsinstituts für Experimentelle Geochemie und Geophysik, Professor Seifert, zu ehren.

Seifertit wurde mittlerweile in zahlreichen Meteoriten vom Mars nachgewiesen. Diese Meteorite sind irdischen Basalten sehr ähnlich; sie wurden durch einen riesigen Asteroideneinschlag vom Mars geschleudert und fielen später als Meteorite auf die Erde. Das Mineral bildete sich durch die enorme Druckwelle, die bei diesem Einschlag auf dem Mars entstand.

Seifertit sollte aber nicht nur ein Bestandteil der Gesteine auf dem Mars sein. Auch im unteren Erdmantel, in Tiefen unterhalb von 1700 km, sollte Seifertit in Gesteinen mit freiem SiO2 vorhanden sein. Das durchscheinende, lamellare Hochdruck-Mineral ist die bisher dichteste natürliche Modifikation des Quarz; es zeichnet sich durch eine ungewöhnliche Härte aus, ist jedoch lediglich bei Drücken über 780 kbar stabil.

Dr. Stefan Keyssner | Universität Bayreuth
Weitere Informationen:
http://www.uni-bayreuth.de

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