Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Hochschule Esslingen forscht im Verbund an umweltschonenden Energiespeichern

21.03.2012
Die Hochschule Esslingen ist in die Forschung zu den fortschrittlichen, deutlich leistungsfähigeren Lithium-Schwefel-Batterien eingestiegen.

In zwei bis drei Jahren werden die Batterien marktreif sein, sagt die Leiterin des Forschungsprojektes und Professorin für Physik, Renate Hiesgen.

Die neuen Lithium-Schwefel-Batterien versprechen eine zehnfach höhere Kapazität als bisherige Lithium-Batterien, für die Anwendung wird ein Faktor 2-3 erwartet, erklärt Renate Hiesgen, die in der Fakultät Grundlagen an der Hochschule Esslingen lehrt.

Mit Hilfe der so genannten Rasterkraftmikroskopie, einer speziellen hochauflösenden Analysemethode, werden dazu derzeit Laborversuche im Rahmen eines gemeinsamen Projektes der Hochschule mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der Universität Stuttgart durchgeführt. Vor allem die Automobilindustrie zeigt großes Interesse an der Entwicklung der neuen Energieträger.

Die vom Land geförderte Brennstoffzellen- und Batterie-Allianz Baden-Württemberg BBA-BW) unterstützt die Arbeit der Wissenschaftler derzeit mit einem Forschungsaversum in Höhe von 20 000 Euro, die für Personalkosten bestimmt sind. Im Herbst will die Kooperation erste Ergebnisse präsentieren.

Während ihrer bisherigen Forschung haben die 54-jährige Physikerin und ihr Team verschiedene Herstellungsverfahren und Messungen zu den Lithium-Schwefel-Batterien verglichen. „Für gute Batterieeigenschaften ist ein stabiler Verbund der Materialien erforderlich“, erklärt Renate Hiesgen, die aus Recklinghausen stammt und deren „Spezialität“ die Methode der Rasterkraftmikroskopie ist. In dem Kooperationsprojekt werden langzeitstabile Elektroden für Lithium-Schwefel-Batterien neu entwickelt und auf ihre Struktur und Leitfähigkeit getestet.

Im DLR werden dazu Kathoden für die Batterien hergestellt, die dann zusammen mit einer metallischen Lithiumanode als Akkumulator betrieben und bewertet werden. Zur Erprobung der Technik werden rasterkraftmikroskopische Analysen an Elektroden gemacht. Inzwischen sind in dem Projekt fünf Wissenschaftler beschäftigt. Im nächsten Schritt werden nun neue Herstellungsmethoden untersucht und die Reproduzierbarkeit der Batterien getestet.

Die Brennstoffzellen- und Batterie-Allianz Baden-Württemberg versteht sich als Netzwerk zur Förderung der Entwicklung und Verbreitung nachhaltiger und umweltschonender Energieerzeugungs- und Speichertechnologien auf der Basis von Brennstoffzellen und Batterien in mobilen, stationären und portablen Anwendungen sowie der dazugehörigen Infrastruktur. Derzeit vertritt die BBA-BW 70 Mitglieder aus Industrie, Wissenschaft und Verwaltung.

Kontakt:
Prof. Dr. Renate Hiesgen
Fakultät Grundlagen
Hochschule Esslingen
Renate.hiesgen@hs-esslingen.de

Cornelia Mack | idw
Weitere Informationen:
http://www.hs-esslingen.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht IHP-Technologie darf in den Weltraum fliegen
20.08.2018 | IHP - Leibniz-Institut für innovative Mikroelektronik

nachricht Die Mischung macht‘s: Jülicher Forscher entwickeln schnellladefähige Festkörperbatterie
20.08.2018 | Forschungszentrum Jülich

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Die Mischung macht‘s: Jülicher Forscher entwickeln schnellladefähige Festkörperbatterie

Mit Festkörperbatterien sind aktuell große Hoffnungen verbunden. Sie enthalten keine flüssigen Teile, die auslaufen oder in Brand geraten könnten. Aus diesem Grund sind sie unempfindlich gegenüber Hitze und gelten als noch deutlich sicherer, zuverlässiger und langlebiger als herkömmliche Lithium-Ionen-Batterien. Jülicher Wissenschaftler haben nun ein neues Konzept vorgestellt, das zehnmal größere Ströme beim Laden und Entladen erlaubt als in der Fachliteratur bislang beschrieben. Die Verbesserung erzielten sie durch eine „clevere“ Materialwahl. Alle Komponenten wurden aus Phosphatverbindungen gefertigt, die chemisch und mechanisch sehr gut zusammenpassen.

Die geringe Stromstärke gilt als einer der Knackpunkte bei der Entwicklung von Festkörperbatterien. Sie führt dazu, dass die Batterien relativ viel Zeit zum...

Im Focus: It’s All in the Mix: Jülich Researchers are Developing Fast-Charging Solid-State Batteries

There are currently great hopes for solid-state batteries. They contain no liquid parts that could leak or catch fire. For this reason, they do not require cooling and are considered to be much safer, more reliable, and longer lasting than traditional lithium-ion batteries. Jülich scientists have now introduced a new concept that allows currents up to ten times greater during charging and discharging than previously described in the literature. The improvement was achieved by a “clever” choice of materials with a focus on consistently good compatibility. All components were made from phosphate compounds, which are well matched both chemically and mechanically.

The low current is considered one of the biggest hurdles in the development of solid-state batteries. It is the reason why the batteries take a relatively long...

Im Focus: Farbeffekte durch transparente Nanostrukturen aus dem 3D-Drucker

Neues Design-Tool erstellt automatisch 3D-Druckvorlagen für Nanostrukturen zur Erzeugung benutzerdefinierter Farben | Wissenschaftler präsentieren ihre Ergebnisse diese Woche auf der angesehenen SIGGRAPH-Konferenz

Die meisten Objekte im Alltag sind mit Hilfe von Pigmenten gefärbt, doch dies hat einige Nachteile: Die Farben können verblassen, künstliche Pigmente sind oft...

Im Focus: Color effects from transparent 3D-printed nanostructures

New design tool automatically creates nanostructure 3D-print templates for user-given colors
Scientists present work at prestigious SIGGRAPH conference

Most of the objects we see are colored by pigments, but using pigments has disadvantages: such colors can fade, industrial pigments are often toxic, and...

Im Focus: Eisen und Titan in der Atmosphäre eines Exoplaneten entdeckt

Forschende der Universitäten Bern und Genf haben erstmals in der Atmosphäre eines Exoplaneten Eisen und Titan nachgewiesen. Die Existenz dieser Elemente in Gasform wurde von einem Team um den Berner Astronomen Kevin Heng theoretisch vorausgesagt und konnte nun von Genfern Astronominnen und Astronomen bestätigt werden.

Planeten in anderen Sonnensystemen, sogenannte Exoplaneten, können sehr nah um ihren Stern kreisen. Wenn dieser Stern viel heisser ist als unsere Sonne, dann...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

LaserForum 2018 thematisiert die 3D-Fertigung von Komponenten

17.08.2018 | Veranstaltungen

Aktuelles aus der Magnetischen Resonanzspektroskopie

16.08.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Oktober 2018

16.08.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

IHP-Technologie darf in den Weltraum fliegen

20.08.2018 | Energie und Elektrotechnik

Eröffnung des neuen Produktionsgebäudes bei Heraeus Medical in Wehrheim

20.08.2018 | Unternehmensmeldung

Universum Studie: Internationalität und Praxisbezug sind Erfolgsfaktoren der ISM

20.08.2018 | Unternehmensmeldung

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics