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Einsatzpotential von Smart Devices in der Produktion

08.07.2019

Gefördert durch die Bayerische Forschungsstiftung (BFS) wurde im Projekt SmarDe’s@Work das Einsatzpotential von Smart Devices, etwa Smartphones, Tablets oder Smart Watches, in der Produktion analysiert, validiert und technisch im Rahmen eines Demonstrators implementiert. Die Ergebnisse stehen als Open-Source-Lösung frei zur Verfügung und sollen Unternehmen dabei unterstützen, die Herausforderungen der Digitalisierung von Produktionsprozessen zu bewältigen.

Nahezu jeder nutzt im Alltag Smart Devices wie Smartphones oder Tablets. Smart Devices ermöglichen in vielen Situationen unabhängig von Zeit und Ort, gewünschte Informationen bereitzustellen sowie zu verarbeiten. Eine umfassende Nutzung im industriellen Umfeld ist bisher jedoch nicht gegeben.


Einsatz von Smart Devices in der Produktion.

© Universität Stuttgart IFF / Fraunhofer IPA, Foto: Rainer Bez

Dazu tragen neben Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes und der Wahrung von Firmengeheimnissen auch das Fehlen konkreter Handlungsempfehlungen zur Integration in bestehende Unternehmensstrukturen bei.

Ebenso ist sowohl die Vielzahl als auch die Vielfalt am Markt erhältlicher Smart Devices und die Abhängigkeit bestehender Lösungen von speziellen Software-Systemen ein Hemmnis für Unternehmen.

Das Projekt SmarDe’s@Work adressiert die aktive Gestaltung der fortlaufenden Digitalisierung in produzierenden Unternehmen und greift damit die Herausforderungen, die sich aus einer steigenden Produkt- und Prozessdiversifizierung ergeben, durch eine bedarfsgerechte Unterstützung von Mitarbeitenden im Produktionsumfeld auf.

Wesentliche Beteiligte am Projekt SmarDe’s@Work waren die Fraunhofer-Projektgruppen Wirtschaftsinformatik (Fraunhofer FIT) und Prozessinnovation (Fraunhofer IPA), die vier Anwendungspartner BKW Kunststoff GmbH, biTTner Werkzeugbau GmbH, Dietz GmbH und REHAU AG + Co sowie die beiden Entwicklungspartner camLine GmbH und Vogler Engineering GmbH.

>>Insgesamt acht Anwendungsfälle erfolgreich umgesetzt

Im Rahmen der zweijährigen Zusammenarbeit wurden bei den vier Anwendungspartnern insgesamt acht Anwendungsfälle mit einem hohen Einsatzpotential definiert, konzipiert und erfolgreich implementiert. Die Anwendungsfälle wurden vom Projektkonsortium so gewählt, dass sich diese mit geringem Aufwand auch auf andere Unternehmen und Branchen übertragen lassen. Ein Beispiel ist die verbesserte Rüstung einer Maschine durch eine schichtübergreifende Informationsweitergabe. In einem weiteren implementierten Anwendungsfall werden Mitarbeitende aktiv über einen Anlagenstillstand auf ihrem Smart Device informiert. Einerseits ist damit sichergestellt, dass Anlagenstillstände zeitnah bemerkt und behoben werden, anderseits können sich Mitarbeitende bei der parallelen Bedienung mehrere Maschinen ungestört auf ihre Aufgaben konzentrieren.

>>Fallstudienbericht und Open Source

Die erzielten Ergebnisse wurden für die Verwendung in weiteren Unternehmen Open Source veröffentlicht: http://www.smart-devices.fim-rc.de. Für die inhaltliche Inspiration werden detaillierte Ergebnisse in der praxisorientierten Studie »SmarDe’s@Work: Smart Devices erfolgreich in Produktionsprozesse integrieren« zur Verfügung gestellt: http://www.smart-devices.fim-rc.de.

Weiterhin ist ein Demonstrator in der Anwenderfabrik 4.0 in Bayreuth geplant, mit dem interessierte Unternehmen den Einsatz von Smart Devices in der Produktion praktisch erproben können. Bei Interesse an den Ergebnissen oder an einer Besichtigung des Demonstrators können Sie sich gerne an die unten genannten Ansprechpartner wenden.

>>Ansprechpartner

Prof. Dr. Maximilian Röglinger (maximilian.roeglinger@fit.fraunhofer.de) und Prof. Dr. Nils Urbach (nils.urbach@fit.fraunhofer.de)
Projektgruppe Wirtschaftsinformatik, Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT

Joachim Kleylein-Feuerstein (joachim.kleylein-feuerstein@ipa.fraunhofer.de)
Projektgruppe Prozessinnovation, Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

Alex Deeg | Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT

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