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Hochpräzision mit Pflanzenöl

22.11.2005


Automobilzulieferer kühlt CNC-Maschinen mit Emulsionen aus nachwachsenden Rohstoffen

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»Emulsion »FNR »Rohstoff »Schmierstoff

Die "CNC-Präzisiondrehteile Ralf Recknagel" hat als erstes Unternehmen Deutschlands die Kühlung aller CNC-Bearbeitungsmaschinen auf wassermischbare Bioschmierstoffe umgestellt. Das Umrüstprojekt wurde von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) im Rahmen des Markteinführungsprogramms "Biogene Schmierstoffe" gefördert. Der Tenor des Unternehmens ist durchweg positiv. Das Bioöl ist geruchsneutral, erleichtert die Maschinenbedienung und hat sogar eine größere Einsatzbreite als Mineralölprodukte.

Das Thüringer Unternehmen fertigt auf CNC-gesteuerten Drehmaschinen und Fräsen wichtige Antriebselemente und Getriebeteile für BMW, VW und Opel. Im Rahmen eines prozessorientierten Qualitätsmanagements sollte die Hautfreundlichkeit, das Spülverhalten und die Stabilität der Kühlemulsionen verbessert sowie das Schmutztragevermögen erhöht werden. Da das weiche Wasser am Unternehmensstandort die Schaumbildung der Emulsion begünstigt, sollte die Kühlflüssigkeit weiterhin schaumarm reagieren. Auf der Suche nach einer innovativen und umweltfreundlichen Lösung entschieden sich die Thüringer für das Produkt HOSMAC-S 740 aus dem Hause unitech-Kühlstoffe GmbH. Die Leistungsfähigkeit der Bioemulsion überzeugte in allen Bearbeitungsschritten. Das Öl besteht zudem zu über 50 % aus nachwachsenden Rohstoffen her, ist geruchsneutral und in seinem optischen Erscheinungsbild transparent. Durch ein optimales Ablaufverhalten bietet es dem Maschinenbediener besseren Sichtkontakt während der Bearbeitung. Auch aus dem Blickwinkel des Arbeitschutzes ist die Anwendung interessant: die Grenzwerte der TRGS 611 zur Vermeidung der Bildung von Krebs erzeugenden Nitrosaminen in Kühlschmierstoffen werden weit unterboten.


Natürlich ist auch eine nachwachsende Kühlemulsion kein Alleskönner, jedoch kann das Schleifen, Bohren und Fräsen einer sehr breiten Produktpalette vom Aluminium über Buntmetalle bis zum Guss realisiert werden. Inzwischen laufen weitere Umrüstprojekte bei anderen Unternehmen, wo unter anderem Teile für den Rennsport, wie der Formel 1 produziert werden.

Mit dem Markteinführungsprogramm "Nachwachsende Rohstoffe" gewährt die FNR für die Um- und Erstausrüstung auf biogene Schmierstoffe und Hydraulikflüssigkeiten einen nicht rückzahlbaren Zuschuss in Form eines Festbetrages. Anträge auf Förderung können noch bis zum 31. Dezember 2006 bei der FNR gestellt werden.

Kai Gildhorn | idw
Weitere Informationen:
http://www.bioschmierstoffe.info

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