Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bereits über 130 kommunale Klimaschutzkonzepte im Südwesten

24.07.2013
Mit strategischem Vorgehen die Energiewende meistern

Landesenergieagentur KEA: Frühe Beteiligung der Akteure ist wichtiger Erfolgsfaktor für die Umsetzung.

Schwäbisch Hall und Nürtingen sind bald soweit, andere Kommunen in Baden-Württemberg haben sie schon: Kommunale Klimaschutzkonzepte sind auf dem Vormarsch im Südwesten. Jetzt gibt es dazu auch konkrete Zahlen. In den rund 1.100 Städten und Gemeinden wurden in den letzten fünf Jahren bereits über 130 integrierte Konzepte und Teilkonzepte erstellt.

"Erfolgreiche Klimaschutzkonzepte beziehen die Akteure bei der Umsetzung von Anfang an mit ein", fasst Harald Bieber von der KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg die bisherigen Erfahrungen zusammen. Die Landesenergieagentur hat in den letzten Jahren viele Kommunen zu Klimaschutzkonzepten beraten. "Vor allem die Kommunen, in denen das Thema zur Chefsache erklärt worden ist, sind erfolgreich", so Bieber. Beispiele seien Aalen, Kornwestheim oder Offenburg.

Einig sind sich alle: Ein Klimaschutzkonzept "von oben" zu beschließen oder gar anzuordnen, ist der falsche Weg. Doch wie gehen Kommunen richtig vor? Alle wichtigen Akteure sollten bei der Erstellung mit einbezogen werden, etwa Stadtwerke, Umweltgruppen, Energieberater, Energieagenturen, das lokale Handwerk oder ortsansässige Finanzinstitute. "Die Erfahrung zeigt, dass es für die spätere Umsetzung unerlässlich ist, dass die Verantwortlichen in Politik und Verwaltung die Konzepte überzeugt mittragen", betont Bieber. "Und dann braucht es einen "Kümmerer" in der Kommune, der die Sache engagiert voranbringt und auch mit den erforderlichen Kompetenzen ausgestattet sein sollte."

Wichtig sei, so Bieber, vor allem die Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit. So habe Aalen beispielsweise eine erfolgreiche Dachmarke etabliert: "Alles, was die Kommune nun im Bereich Klimaschutz unternimmt, wird unter der Marke ,Aalen schafft Klima' kommuniziert. So entsteht ein hoher Wiedererkennungswert und eine Bindung zum Thema." Auch Offenburg ist eine Paradekommune: Eine Aktion reiht sich an die nächste - nie jedoch ohne das Gesamtziel aus den Augen zu verlieren: Die Reduzierung der CO2-Emissionen um 80 Prozent bis 2050 auf nur noch zwei Tonnen pro Einwohner und Jahr.

Klimaschutz nach Maß

Egal, ob große Städte wie Stuttgart und Karlsruhe, Kleinstädte wie Bad Schussenried und Altensteig oder Gemeinden wie Hüttlingen - wer die Energiewende nicht nur meistern, sondern aktiv gestalten möchte, braucht mehr als Einzelaktionen - ein Konzept kann der Fahrplan in eine energieeffiziente Zukunft sein.

"Wir können Kommunen nur ermutigen, diesen systematischen Weg zu gehen", sagt Harald Bieber. "Wie in vielen anderen Bereichen, gilt auch im Klimaschutz: Wer mit Konzept arbeitet, kommt schneller, effizienter und nachhaltiger ans Ziel." Neben dem Einbezug der Akteure brauche es auch solide Zahlen als Datengrundlage. So sind etwa Energie- und CO2-Bilanzen ein zentraler Aspekt für belastbare Aussagen und Maßnahmenvorschläge. Der Bund fördert Konzepte mit bis zu 65 Prozent der Kosten.

Inzwischen hat sich das herumgesprochen. Laut des Service- und Kompetenzzentrums Kommunaler Klimaschutz (SK:KK) aus Berlin wurden seit 2008 von Kommunen in Baden-Württemberg über 700 Förderanträge für Klimaschutzkonzepte, Teilkonzepte, ausgewählte Maßnahmen, die Einstellung eines kommunalen Klimaschutzmanagers oder für neue Stromtechnologien gestellt. Unterstützung bei der Konzepterstellung für Kommunen im Südwesten gibt es bei der Landesenergieagentur KEA.

Die KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg GmbH ist die Energieagentur des Landes. Aufgabe der KEA ist die aktive Mitwirkung an der Klimaschutzpolitik in Baden-Württemberg: Sie berät Ministerien, Kommunen, kleine und mittelständische Unternehmen sowie kirchliche Einrichtungen bei Energieeinsparung, rationeller Energieverwendung und der Nutzung erneuerbarer Energien. Mehrheitsgesellschafter ist das Land Baden-Württemberg. Der Sitz der KEA ist in Karlsruhe.

Ansprechpartner Pressearbeit
Axel Vartmann, PR-Agentur Solar Consulting GmbH,
Solar Info Center, Emmy-Noether-Straße 2, 79110 Freiburg,
Tel. +49/761/38 09 68-23, Fax +49/761/38 09 68-11,
vartmann@solar-consulting.de, www.solar-consulting.de
Ansprechpartnerin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit KEA
Leonie Kapitel,
KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg GmbH,
Kaiserstraße 94a, 76133 Karlsruhe,
Tel. +49/721/984 71-28, Fax +49/721/984 71-20,
leonie.kapitel@kea-bw.de, www.kea-bw.de

Axel Vartmann | Solar Consulting GmbH
Weitere Informationen:
http://www.solar-consulting.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Vernetzte Beleuchtung: Weg mit dem blinden Fleck
18.07.2018 | Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

nachricht Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie
17.07.2018 | Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Future electronic components to be printed like newspapers

A new manufacturing technique uses a process similar to newspaper printing to form smoother and more flexible metals for making ultrafast electronic devices.

The low-cost process, developed by Purdue University researchers, combines tools already used in industry for manufacturing metals on a large scale, but uses...

Im Focus: Rostocker Forscher entwickeln autonom fahrende Kräne

Industriepartner kommen aus sechs Ländern

Autonom fahrende, intelligente Kräne und Hebezeuge – dieser Ingenieurs-Traum könnte in den nächsten drei Jahren zur Wirklichkeit werden. Forscher aus dem...

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen

19.07.2018 | Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neue Anwendungen für Mikrolaser in der Quanten-Nanophotonik

20.07.2018 | Physik Astronomie

Need for speed: Warum Malaria-Parasiten schneller sind als die menschlichen Abwehrzellen

20.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Die Gene sind nicht schuld

20.07.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics