Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neue Methode zur Früherkennung von Darmkrebs

05.09.2013
Ernährungstoxikologen der Universität Potsdam berichten in Fachzeitschrift „Cancer Prevention Research“ über nicht-invasives Verfahren

Über eine neue Methode zur Früherkennung von Darmkrebs berichten Wissenschaftler des Instituts für Ernährungswissenschaft der Universität Potsdam in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift „Cancer Prevention Research“.

Das Team um Prof. Dr. Burkhard Kleuser und Dr. Bettina Scholtka hat ein hochsensitives Verfahren entwickelt, mit dem bekannte und unbekannte Genveränderungen, die an der Entstehung von Darmkrebs beteiligt sind, in Stuhlproben nachgewiesen werden können.

Darmkrebs ist in der westlichen Welt, also auch in Deutschland, die zweithäufigste krebsbedingte Todesursache. Etwa 65.000 Menschen erkranken jährlich neu. Die mit der Vorsorge verbundene Darmspiegelung ist vielen Menschen unangenehm und wird deshalb nur von wenigen wahrgenommen. Alternativ dazu gibt es Tests auf Blut im Stuhl, die jedoch nur einen Bruchteil der Tumore aufdecken.

Die Potsdamer Ernährungstoxikologen arbeiten deshalb seit einigen Jahren an der Entwicklung und Validierung eines nicht-invasiven Verfahrens zur Früherkennung von Dickdarmkrebs. In der aktuellen Veröffentlichung berichten sie nun von einer neuen hoch empfindlichen Methode zur Aufdeckung von genetischen Variationen (Mutationen), die Darmkrebs auslösen. Das Verfahren ist geeignet, sowohl Krebsfrühstadien als auch Krebsvorstufen anhand molekularer Marker in Stuhlproben nachzuweisen.

Die neue Methode, die in der Studie beschrieben wird, kann sogar eine einzige krebsspezifische Genveränderung unter einer 10.000-fachen Menge normaler DNA aufdecken. Die extrem hohe Sensitivität dieser Technik ermöglicht es, sehr geringe Mengen verschiedener Arten auch unbekannter krebsspezifischer Mutationen in Stuhlproben der Patienten zu finden.

Noch sind die Untersuchungen zu zeitaufwendig, um sie flächendeckend einsetzen zu können. Ziel ist es, das Verfahren zur Marktreife zu bringen, um künftig ganz im Sinne der Patienten eine automatisierte Form für die Darmkrebsfrüherkennung zur Verfügung zu stellen.

Hinweis an die Redaktionen:

Kontakt: Dr. Bettina Scholtka, Institut für Ernährungswissenschaft,
Abt. Ernährungstoxikologie, Tel. 033200/88-5534, E-Mail: scholtka@uni-potsdam.de

Birgit Mangelsdorf | idw
Weitere Informationen:
http://cancerpreventionresearch.aacrjournals.org/cgi/content/abstract/6/9/898

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Pflanzenmütter kommunizieren mit ihren Embryonen über das Hormon Auxin
17.07.2018 | Institute of Science and Technology Austria

nachricht Wie Krebszellen Winterschlaf halten
16.07.2018 | Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Was passiert, wenn wir das Atomgitter eines Magneten plötzlich aufheizen?

„Wir haben jetzt ein klares Bild davon, wie das heiße Atomgitter und die kalten magnetischen Spins eines ferrimagnetischen Nichtleiters miteinander ins Gleichgewicht gelangen“, sagt Ilie Radu, Wissenschaftler am Max-Born-Institut in Berlin. Das internationale Forscherteam fand heraus, dass eine Energieübertragung sehr schnell stattfindet und zu einem neuartigen Zustand der Materie führt, in dem die Spins zwar heiß sind, aber noch nicht ihr gesamtes magnetisches Moment verringert haben. Dieser „Spinüberdruck“ wird durch wesentlich langsamere Prozesse abgebaut, die eine Abgabe von Drehimpuls an das Gitter ermöglichen. Die Forschungsergebnisse sind jetzt in "Science Advances" erschienen.

Magnete faszinieren die Menschheit bereits seit mehreren tausend Jahren und sind im Zeitalter der digitalen Datenspeicherung von großer praktischer Bedeutung....

Im Focus: Erste Beweise für Quelle extragalaktischer Teilchen

Zum ersten Mal ist es gelungen, die kosmische Herkunft höchstenergetischer Neutrinos zu bestimmen. Eine Forschungsgruppe um IceCube-Wissenschaftlerin Elisa Resconi, Sprecherin des Sonderforschungsbereichs SFB1258 an der Technischen Universität München (TUM), liefert ein wichtiges Indiz in der Beweiskette, dass die vom Neutrino-Teleskop IceCube am Südpol detektierten Teilchen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Galaxie in vier Milliarden Lichtjahren Entfernung stammen.

Um andere Ursprünge mit Gewissheit auszuschließen, untersuchte das Team um die Neutrino-Physikerin Elisa Resconi von der TU München und den Astronom und...

Im Focus: First evidence on the source of extragalactic particles

For the first time ever, scientists have determined the cosmic origin of highest-energy neutrinos. A research group led by IceCube scientist Elisa Resconi, spokesperson of the Collaborative Research Center SFB1258 at the Technical University of Munich (TUM), provides an important piece of evidence that the particles detected by the IceCube neutrino telescope at the South Pole originate from a galaxy four billion light-years away from Earth.

To rule out other origins with certainty, the team led by neutrino physicist Elisa Resconi from the Technical University of Munich and multi-wavelength...

Im Focus: Magnetische Wirbel: Erstmals zwei magnetische Skyrmionenphasen in einem Material entdeckt

Erstmals entdeckte ein Forscherteam in einem Material zwei unabhängige Phasen mit magnetischen Wirbeln, sogenannten Skyrmionen. Die Physiker der Technischen Universitäten München und Dresden sowie von der Universität zu Köln können damit die Eigenschaften dieser für Grundlagenforschung und Anwendungen gleichermaßen interessanten Magnetstrukturen noch eingehender erforschen.

Strudel kennt jeder aus der Badewanne: Wenn das Wasser abgelassen wird, bilden sie sich kreisförmig um den Abfluss. Solche Wirbel sind im Allgemeinen sehr...

Im Focus: Neue Steuerung der Zellteilung entdeckt

Wenn eine Zelle sich teilt, werden sämtliche ihrer Bestandteile gleichmässig auf die Tochterzellen verteilt. UZH-Forschende haben nun ein Enzym identifiziert, das sicherstellt, dass auch Zellbestandteile ohne Membran korrekt aufgeteilt werden. Ihre Entdeckung eröffnet neue Möglichkeiten für die Behandlung von Krebs, neurodegenerative Krankheiten, Alterungsprozessen und Virusinfektionen.

Man kennt es aus der Küche: Werden Aceto balsamico und Olivenöl miteinander vermischt, trennen sich die beiden Flüssigkeiten. Runde Essigtropfen formen sich,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Interdisziplinäre Konferenz: Diabetesforscher und Bioingenieure diskutieren Forschungskonzepte

13.07.2018 | Veranstaltungen

Conference on Laser Polishing – LaP: Feintuning für Oberflächen

12.07.2018 | Veranstaltungen

Materialien für eine Nachhaltige Wasserwirtschaft – MachWas-Konferenz in Frankfurt am Main

11.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Vertikales Begrünungssystem Biolit Vertical Green<sup>®</sup> auf Landesgartenschau Würzburg

16.07.2018 | Architektur Bauwesen

Feinstaub macht Bäume anfälliger gegen Trockenheit

16.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Wie Krebszellen Winterschlaf halten

16.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics