Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Molekulare Früherkennung von Darmkrebs

24.09.2014

AIT, BioVendor und SCIENION unterzeichnen Kooperationsvertrag

BioVendor, SCIENION und das AIT Austrian Institute of Technology werden gemeinsam an der Entwicklung eines In-vitro-Diagnosetests für Dickdarmkrebs arbeiten. Das innovative Test-Kit nutzt Biomarker in Form von Tumor-Autoantikörpern um Krebs bereits in einem frühen Stadium erkennen zu können.

Dickdarmkrebs ist eine der häufigsten Krebsarten und gilt als zweithäufigste Krebserkrankung bei Frauen und als dritthäufigste bei Männern. Gleichzeitig nimmt Dickdarmkrebs bei den krebsbedingten Todesursachen die vierte Stelle ein. Eine Früherkennung führt zur Verbesserung des Therapieerfolges und erhöht die Überlebenschancen.

Konventionelle Diagnosemethoden basieren entweder auf unangenehmen invasiven Verfahren oder auf Stuhltests, die zu einem hohen Anteil falsch-positive Ergebnisse liefern. Ziel der Zusammenarbeit zwischen BioVendor, SCIENION und AIT ist es, einen einfach durchführbaren Bluttest zu entwickeln, der die Früherkennung einer Krebserkrankung ermöglicht.

Im Rahmen des Projektes wird ein Biomarker-basierter In-vitro-Diagnosetest (IVD-Test) entwickelt. Die verwendete Technologie hat den Vorteil, dass spezifische Tumor-Autoantikörper bereits in einem sehr frühen Stadium der Tumorentwicklung im Blut von KrebspatientInnen nachweisbar sind.

Entwicklung eines In-vitro-Tests

Die drei Unternehmen werden bei der Entwicklung des In-vitro-Tests für den globalen Markt eng zusammenarbeiten. AIT stellt bereits identifizierte und patentierte Biomarker für die blutbasierte Diagnose von Dickdarmkrebs zur Verfügung.

BioVendor, vertreten durch sein Tochterunternehmen TestLine Clinical Diagnostics, bringt sein Entwicklungs-Know-how und Vertriebsnetz in die Kooperation ein. SCIENION steuert seine langjährige Erfahrung im Bereich Microarrays bei und ist für Assay-Entwicklung sowie -Herstellung im Format seiner hochqualitativen Mikrotiterplatten (sciPLEXPLATES) verantwortlich.

Martin Weber, Head of Molecular Diagnostics am AIT: "Wir gehen mit sehr viel Enthusiasmus in diese Kooperation mit BioVendor und SCIENION und sind fest davon überzeugt, dass das neu formierte Konsortium die Innovationskraft hat, um die bahnbrechenden Biomarker-Technologien des AIT zu marktreifen Lösungen weiterzuentwickeln."

"Wir teilen die Begeisterung voll und ganz. Der derzeit großteils ungedeckte medizinische Bedarf nach einer frühzeitigen, kosteneffizienten und nicht-invasiven Diagnose von Dickdarmkrebs eröffnet dem neuen Konsortium sehr attraktive wirtschaftliche Möglichkeiten", so Viktor Ruzicka, CEO von BioVendor.

Holger Eickhoff, CEO der SCIENION AG: "Wir sind sehr erfreut, dass wir unsere bestehende Kooperation mit BioVendor mit diesem Projekt noch weiter ausbauen. Da es uns gelungen ist, auch AIT mit seinen spezifischen Biomarkern als dritten Partner an Bord zu holen, sind wir für die Entwicklung eines In-vitro-Tests für Dickdarmkrebs sehr gut aufgestellt. Unser neuer Test-Kit hat das Potenzial, in breiten Screenings auf Dickdarmkrebs zur Anwendung zu kommen."

Über das AIT Austrian Institute of Technology Das AIT ist Österreichs größte außeruniversitäre Forschungseinrichtung und ist unter den europäischen Forschungseinrichtungen der Spezialist für die zentralen Infrastrukturthemen der Zukunft. Im Bereich "Molecular Diagnostics" identifiziert das AIT mit modernsten Technologien molekulare Marker um eine frühe Diagnose und individuelle Therapie von Krankheiten zu ermöglichen. Die Kompetenzen reichen von Biomarkerentwicklung, Bioinformatik bis hin zur Sensortechnologie für Point-of-Care-Systeme.

Über BioVendor BioVendor entwickelt und produziert hochqualitative Immunoassays, rekombinante Proteine und Antikörper. TestLine Clinical Diagnostics s.r.o. wurde 1993 gegründet und ist spezialisiert auf Entwicklung, Produktion und Vertrieb von In-vitro-Diagnosetests für die Human- und Veterinärmedizin. Das Unternehmen ist einer der wichtigsten Hersteller und Anbieter von serologischen Diagnosekits in der Tschechischen Republik. Die Produkte sind in 40 Ländern weltweit im Einsatz.

Über SCIENION SCIENION ist ein führender Anbieter von hochqualitativen Geräten und Dienstleistungen für das präzise Handling kleinster Flüssigkeitsmengen. Die proprietären Technologien umfassen piezoelektrische Dispensiersysteme, Oberflächenmodifikationen und die Herstellung von Microarrays. Auf der Basis der Kernkompetenzen in den Bereichen Ultra-Low Volume Liquid Dispensing, Miniaturisierung von Testsystemen und Produktion von Microarrays bietet SCIENION ein breites Produktportfolio für eine Reihe von Anwendungen: Multiplex-Assays, DNA-Microarrays, Beladung von Biosensoren, miniaturisierte PCR, Peptid-Microarrays, Protein-Microarrays, Zell-basierte Assays.

Kontakt: AIT Austrian Institute of Technology Dr. Martin Weber Donau-City-Straße 1 A-1220 Vienna Tel: +43 (0) 50550 4420 martin.weber@ait.ac.at http://www.ait.ac.at

BioVendor Laboratorni medicina a.s. Dr. Viktor Ruzicka Karasek 1767/1 CZ-621 00 Brno Tel: +42 (0) 549 124 185 info@biovendor.com http://www.biovendor.com

SCIENION AG Almut Gebhard Otto-Hahn-Str. 15 D-44227 Dortmund Tel: +49 (0) 30 6392 1700 gebhard@scienion.com http://www.scienion.com

Mag. Michael Hlava | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.ait.ac.at

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Infrarotsensor als neue Methode für die Wirkstoffentwicklung
19.07.2018 | Ruhr-Universität Bochum

nachricht Neues aus der Schaltzentrale
18.07.2018 | Karl-Franzens-Universität Graz

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Im Focus: Was passiert, wenn wir das Atomgitter eines Magneten plötzlich aufheizen?

„Wir haben jetzt ein klares Bild davon, wie das heiße Atomgitter und die kalten magnetischen Spins eines ferrimagnetischen Nichtleiters miteinander ins Gleichgewicht gelangen“, sagt Ilie Radu, Wissenschaftler am Max-Born-Institut in Berlin. Das internationale Forscherteam fand heraus, dass eine Energieübertragung sehr schnell stattfindet und zu einem neuartigen Zustand der Materie führt, in dem die Spins zwar heiß sind, aber noch nicht ihr gesamtes magnetisches Moment verringert haben. Dieser „Spinüberdruck“ wird durch wesentlich langsamere Prozesse abgebaut, die eine Abgabe von Drehimpuls an das Gitter ermöglichen. Die Forschungsergebnisse sind jetzt in "Science Advances" erschienen.

Magnete faszinieren die Menschheit bereits seit mehreren tausend Jahren und sind im Zeitalter der digitalen Datenspeicherung von großer praktischer Bedeutung....

Im Focus: Erste Beweise für Quelle extragalaktischer Teilchen

Zum ersten Mal ist es gelungen, die kosmische Herkunft höchstenergetischer Neutrinos zu bestimmen. Eine Forschungsgruppe um IceCube-Wissenschaftlerin Elisa Resconi, Sprecherin des Sonderforschungsbereichs SFB1258 an der Technischen Universität München (TUM), liefert ein wichtiges Indiz in der Beweiskette, dass die vom Neutrino-Teleskop IceCube am Südpol detektierten Teilchen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Galaxie in vier Milliarden Lichtjahren Entfernung stammen.

Um andere Ursprünge mit Gewissheit auszuschließen, untersuchte das Team um die Neutrino-Physikerin Elisa Resconi von der TU München und den Astronom und...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen

19.07.2018 | Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Automatisiertes Befüllen von Regalen im Einzelhandel

19.07.2018 | Verkehr Logistik

Mobilfunkstrahlung kann die Gedächtnisleistung bei Jugendlichen beeinträchtigen

19.07.2018 | Studien Analysen

Mit dem Nano-U-Boot gezielt gegen Kopfschmerzen und Tumore

19.07.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics