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Vorbild Natur - Stand und Perspektiven der Naturstoff-Forschung in Deutschland

07.05.2007
Dank moderner molekularer Methoden werden für die Zukunft neue Erkenntnisse und Anwendungsmöglichkeiten auf dem Gebiet der Naturstoff-Forschung erwartet.

In der Broschüre Vorbild Natur - Stand und Perspektiven der Naturstoff-Forschung in Deutschland zeigt der DECHEMA-Arbeitsausschuss "Niedermolekulare Naturstoffe mit biologischer Aktivität" Erfolge und Potenziale der Naturstoff-Forschung auf. Der Leser wird angeregt, sich intensiver mit diesem faszinierenden Wissenschaftsgebiet zu befassen. Die Broschüre versucht eine Brücke zwischen der vertieften Auseinandersetzung mit Naturstoffen und ihrer kommerziellen Nutzung zu schlagen.

Die Broschüre steht unter http://biotech.dechema.de/publikationen als Download zur Verfügung.

Die in der Publikation diskutierten Ausblicke orientieren sich am aktuellen Wissensstand und skizzieren Zukunftsvisionen. Durch den Stil der Kapitel werden sowohl Experten als auch Nicht-Fachleute angesprochen. Es werden nur dort Fachbegriffe verwendet, wo es unvermeidbar ist. Jedem Kapitel ist außerdem ein ausführliches Glossar zugeordnet, in dem die Fachbegriffe erklärt werden. Die Broschüre ist also weniger eine wissenschaftliche Publikation als vielmehr eine wissensbasierte Auseinandersetzung mit den Chancen und Herausforderungen, die sich aus neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen insbesondere in den Biowissenschaften, der Medizin, der Chemie und der Physik für die Naturstoff-Forschung ergeben. Der Experte findet darüber hinaus im Anhang eine vollständige Zusammenstellung der Strukturformeln aller im Text genannten Naturstoffe.

Medizinischer Fortschritt und umweltverträglicher Pflanzenschutz sind ohne die Entwicklung von Wirkstoffen auf der Basis von Naturstoffen kaum vorstellbar. Der "Pool" an solchen Wirkstoffen, der im Laufe der Evolution entstanden ist, wurde bisher nur zu einem kleinen Teil erschlossen. Er enthält niedermolekulare Naturstoffe in einer strukturellen Vielfalt, die weit über das hinausgeht, was durch chemische oder kombinatorische Synthese erreicht werden kann. Hinzu kommt, dass Naturstoffe durch ihr Jahrmillionen langes Wechselspiel mit biologischen Systemen im Rahmen des Kommunikationsstoffwechsels in der Natur gewissermaßen "biologisch validiert" sind. So wird nachvollziehbar, dass seit Jahrzehnten mehr als 50 % aller neu zugelassenen Medikamente niedermolekulare Naturstoffe sind oder sich von diesen ableiten.

Noch bis in die 70er Jahre hinein hatte Deutschland, gemessen an der Zahl und Qualität von Publikationen, eine weltweit führende Rolle in der Naturstoff-Forschung. Danach veränderte sich die Situation dramatisch: Die USA und Japan lösten Deutschland von der Spitzenposition ab und vergrößerten ihren Vorsprung nicht nur in der Wissenschaft, sondern auch auf dem Weltmarkt. Trotz dieser Entwicklung hat die Naturstoff-Forschung in Deutschland, die auf einer langen und erfolgreichen Tradition aufbaut, Dank einer gezielten Förderung ihren weltweit anerkannten Status behaupten können.

Mit den Irseer Naturstofftagen hat die DECHEMA Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V. ebenfalls zur Weiterentwicklung der Naturstoff-Forschung beigetragen. Auf ihre Initiative hin finden seit 1989 die Irseer Naturstofftage als deutsches Naturstoff-Symposium statt.

Die nächsten Irseer Naturstofftage finden vom 20.-22. Februar 2008 im Kloster Irsee statt.

Weitere Informationen:
Dr. Dirk Holtmann, DECHEMA e.V., Frankfurt/M.,
Tel.: 069 / 7564-610, Email: holtmann@dechema.de

Dr. Christine Dillmann | idw
Weitere Informationen:
http://biotech.dechema.de
http://biotech.dechema.de/publikationen

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