Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wissen schaffen für den Erhalt der Artenvielfalt

09.05.2008
Ministerium fördert Forschungen zur Biodiversität in Europa und in Afrika

Jedes Jahr verschwinden rund 27.000 Tier- und Pflanzenarten von der Erde. Dieser Verlust ist unwiederbringlich und gefährdet die Lebensgrundlagen des Menschen. Ein besseres Verständnis für die Rolle der biologischen Vielfalt in Ökosystemen ist Voraussetzung dafür, die Ursachen für diesen Artenrückgang zu erkennen und zu stoppen.

Im Rahmen des Forschungsprogramms "Biodiversity and Global Change" (BIOLOG) unterstützt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) Projekte, die diese Zusammenhänge untersuchen und den Einfluss menschlicher Nutzung der natürlichen Ressourcen erforschen. Pro Jahr fördert das BMBF das Forschungsprogramm BIOLOG mit 7,5 Millionen Euro.

Die Erkenntnisse aus diesen Projekten tragen zur nachhaltigen Nutzung von Biodiversität bei. Nachhaltig bedeutet hier auch, durch angepasste Nutzungsformen die Lebensgrundlage für die lokale Bevölkerung sicherzustellen, ohne die biologische Vielfalt zu verringern. Die Entstehungsgeschichte von BIOLOG ist eng mit dem Umwelt- und Entwicklungsgipfel im Jahr 1992 in Rio de Janeiro verbunden. Dort haben sich zahlreiche Staaten verpflichtet, eine umfassende Strategie für eine nachhaltige Entwicklung zu erarbeiten.

... mehr zu:
»Biodiversität »Ökosystem

Vier Leitfragen definieren die Forschungsziele von BIOLOG: Welche Arten existieren im Ökosystem? Welche Funktion haben die Arten innerhalb des Ökosystems? Wie entwickelt sich das Ökosystem? Und: Wie lässt sich das Ökosystem nachhaltig nutzen?

Die Forschungsarbeit im Rahmen von BIOLOG findet auf zwei Kontinenten statt: Europa und Afrika. BIOLOG Europa und BIOLOG Afrika suchen Antworten auf die gleichen Leitfragen, gehen dabei aber unterschiedlich vor. In Afrika standen anfangs die Inventur der biologischen Vielfalt und die Einrichtungen von Forschungsstrukturen im Vordergrund. Der engen Kooperation mit afrikanischen Partnern ist es zu verdanken, dass inzwischen darüber hinausgehende Forschungsziele in Angriff genommen werden können. Da die in Europa heimische Flora und Fauna weitgehend beschrieben ist, stehen hier seit dem Start von BIOLOG im Jahr 1999 die weiterführenden Fragen nach der Entwicklung und den nachhaltigen Nutzungsmöglichkeiten von Ökosystemen und ihrer Biodiversität im Zentrum.

Unter dem Dach von BIOLOG sind zehn größere Forschungsprojekte versammelt, die sich auf einzelne Aspekte der übergeordneten Fragen konzentrieren. Beispiel BIOPLEX: In diesem Programm untersuchen Wissenschaftler in niedersächsischen und hessischen Modellregionen, wie Landwirte ihre Felder sowohl ökologisch als auch ökonomisch effizient bewirtschaften können. Im Rahmen des Projektes BIOTA AFRICA werden beispielsweise die Einflüsse von Landnutzung und Klimawandel auf die Natur analysiert.

Informationen zum Thema finden Sie unter www.bmbf.de und unter www.dlr.de

Weitere Informationen erhalten Sie beim Redaktionsbüro Forschung für Biodiversität (Telefon: 030 700 186 677, E-Mail: forschung.biodiversitaet@s-f.com).

Silvia von Einsiedel | idw
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de/press/2298.php

Weitere Berichte zu: Biodiversität Ökosystem

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Neue Hefe-Spezies in Braunschweig entdeckt
12.12.2019 | Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH

nachricht Urbane Gärten: Wie Agrarschädlinge von Städten profitieren
12.12.2019 | Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Cheers! Maxwell's electromagnetism extended to smaller scales

More than one hundred and fifty years have passed since the publication of James Clerk Maxwell's "A Dynamical Theory of the Electromagnetic Field" (1865). What would our lives be without this publication?

It is difficult to imagine, as this treatise revolutionized our fundamental understanding of electric fields, magnetic fields, and light. The twenty original...

Im Focus: Hochgeladenes Ion bahnt den Weg zu neuer Physik

In einer experimentell-theoretischen Gemeinschaftsarbeit hat am Heidelberger MPI für Kernphysik ein internationales Physiker-Team erstmals eine Orbitalkreuzung im hochgeladenen Ion Pr9+ nachgewiesen. Mittels einer Elektronenstrahl-Ionenfalle haben sie optische Spektren aufgenommen und anhand von Atomstrukturrechnungen analysiert. Ein hierfür erwarteter Übergang von nHz-Breite wurde identifiziert und seine Energie mit hoher Präzision bestimmt. Die Theorie sagt für diese „Uhrenlinie“ eine sehr große Empfindlichkeit auf neue Physik und zugleich eine extrem geringe Anfälligkeit gegenüber externen Störungen voraus, was sie zu einem einzigartigen Kandidaten zukünftiger Präzisionsstudien macht.

Laserspektroskopie neutraler Atome und einfach geladener Ionen hat während der vergangenen Jahrzehnte Dank einer Serie technologischer Fortschritte eine...

Im Focus: Highly charged ion paves the way towards new physics

In a joint experimental and theoretical work performed at the Heidelberg Max Planck Institute for Nuclear Physics, an international team of physicists detected for the first time an orbital crossing in the highly charged ion Pr⁹⁺. Optical spectra were recorded employing an electron beam ion trap and analysed with the aid of atomic structure calculations. A proposed nHz-wide transition has been identified and its energy was determined with high precision. Theory predicts a very high sensitivity to new physics and extremely low susceptibility to external perturbations for this “clock line” making it a unique candidate for proposed precision studies.

Laser spectroscopy of neutral atoms and singly charged ions has reached astonishing precision by merit of a chain of technological advances during the past...

Im Focus: Ultrafast stimulated emission microscopy of single nanocrystals in Science

The ability to investigate the dynamics of single particle at the nano-scale and femtosecond level remained an unfathomed dream for years. It was not until the dawn of the 21st century that nanotechnology and femtoscience gradually merged together and the first ultrafast microscopy of individual quantum dots (QDs) and molecules was accomplished.

Ultrafast microscopy studies entirely rely on detecting nanoparticles or single molecules with luminescence techniques, which require efficient emitters to...

Im Focus: Wie Graphen-Nanostrukturen magnetisch werden

Graphen, eine zweidimensionale Struktur aus Kohlenstoff, ist ein Material mit hervorragenden mechanischen, elektronischen und optischen Eigenschaften. Doch für magnetische Anwendungen schien es bislang nicht nutzbar. Forschern der Empa ist es gemeinsam mit internationalen Partnern nun gelungen, ein in den 1970er Jahren vorhergesagtes Molekül zu synthetisieren, welches beweist, dass Graphen-Nanostrukturen in ganz bestimmten Formen magnetische Eigenschaften aufweisen, die künftige spintronische Anwendungen erlauben könnten. Die Ergebnisse sind eben im renommierten Fachmagazin Nature Nanotechnology erschienen.

Graphen-Nanostrukturen (auch Nanographene genannt) können, je nach Form und Ausrichtung der Ränder, ganz unterschiedliche Eigenschaften besitzen - zum Beispiel...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Analyse internationaler Finanzmärkte

10.12.2019 | Veranstaltungen

QURATOR 2020 – weltweit erste Konferenz für Kuratierungstechnologien

04.12.2019 | Veranstaltungen

Die Zukunft der Arbeit

03.12.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neue Hefe-Spezies in Braunschweig entdeckt

12.12.2019 | Biowissenschaften Chemie

Humane Papillomviren programmieren ihre Wirtszellen um und begünstigen so die Hautkrebsentstehung

12.12.2019 | Medizin Gesundheit

Urbane Gärten: Wie Agrarschädlinge von Städten profitieren

12.12.2019 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics