Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Zylinderkopfhaube aus Zytel® PA 66 von DuPont für Chrysler 4-Zylinder-Motoren

18.12.2006
Für die aktuellen 2,0- und 2,4-Liter- Reihen-Vierzylindermotoren der Modelle Dodge Caliber, Jeep Compass und Jeep Patriot setzt Chrysler hoch integrierte Zylinderkopfhauben aus Zytel® Polyamid (PA) 66 von DuPont ein.

Hauben dieser Art sind rund 40 % leichter, kostengünstiger herzustellen und einfacher zu montieren als vergleichbare Teile aus konventionellen Werkstoffen wie Aluminium. Mit dem integrierten Ölabscheider ermöglicht die neue Haube zudem eine Senkung der Umweltbelastung durch Abgase. Zulieferer ist Bruss North America, Inc., eine Tochter der deutschen G. Bruss GmbH & Co. KG, die zu den führenden Herstellern von Zylinderkopfhauben aus Thermoplasten gehört.


EP-EU-2006-22 - Foto: DuPont
Die Zylinderkopfhaube für die 2,0- und 2,4-Liter-Vierzylindermotoren von Chrysler besteht aus einem hitze- und heißölbeständigen Zytel® PA-66-Typ von DuPont. Sie ist rund 40 % leichter und kostengünstiger herzustellen als ein vergleichbares Aluminium- oder Duroplastteil und vereinfacht die Montage durch die Integration zusätzlicher Funktionen.

Dazu Mike Cuneo, Director Program Management bei Bruss North America: „Wir haben die Haube zunächst mit der Finite-Elemente-Methode ausgelegt und dann einen Prototyp aus durchsichtigem Acrylglas hergestellt. In den Testlabors der Chrysler Group beobachteten wir daran den Ölfluss im integrierten Abscheider und konnten ihn so optimieren. Die Kammer des Ölabscheiders wird im Vibrationsschweißverfahren mit der Haube verbunden.

Ein integriertes Rückschlagventil sorgt für die Rückführung des Motoröls in den Kreislauf. Dadurch gelangt nun 90 % weniger Schmieröl in den Motor und verbrennt nicht mehr im Katalysator, was zu einer signifikanten Reduzierung der Abgase führt. Die Messingeinsätze für die Zündspulen werden durch Heißeinpressen in das fertige Spritzgussteil eingebracht, was die Geschwindigkeit und Genauigkeit der Endmontage steigert.“ Für die Herstellung der Haube wählte Bruss ein hitzestabilisiertes und speziell heißölbeständiges Zytel® PA 66 von DuPont. Cuneo: „Dieser Werkstoff verfügt über sehr gute mechanische Eigenschaften, ist kriechbeständig und seine Alterungsbeständigkeit in heißer Luft, heißem Öl und heißem Wasser ist sehr gut, was mit entscheidend für den Erfolg der Entwicklung war. Der verwendete Typ verfügt außerdem über sehr gute Fließeigenschaften, die kurze Zykluszeiten beim Spritzgießen ermöglichen.“

... mehr zu:
»Polyamid »Zylinderkopfhaube »Zytel

DuPont hat den hier eingesetzten Zytel® PA-66-Typ speziell für anspruchsvolle Anwendungen unter der Motorhaube entwickelt. Dazu Gianluigi Molteni, Segment Manager Global Powertrain bei DuPont Automotive: „Bei thermischen Alterungsversuchen wurden die Bauteile 3000 Stunden lang 150 °C heißem Motoröl ausgesetzt. Dank der hohen thermischen Beständigkeit des verwendeten Polyamids, seiner Hydrolysebeständigkeit und seiner guten mechanischen Eigenschaften wie hohe Kriechbeständigkeit bestand die Zylinderkopfhaube aus Kunststoff die strengen Tests des Herstellers. Dies öffnet dem Material den Weg zur Entwicklung neuer und der Substitution bestehender Anwendungen.“

Bei diesem Projekt arbeiteten die Chrysler Group, Bruss und DuPont Automotive von Anfang an eng zusammen. Die gesamte Entwicklung von der ersten CAD-Zeichnung bis zur Markteinführung dauerte nur 12 Monate. „Anders als in Europa beginnen OEMs in Nordamerika erst jetzt, Thermoplaste auch für solche Anwendungen einzusetzen. Nach der Zylinderkopfhaube für 3,3- und 3,6-Liter-V6-Motoren von Chrysler, an deren Entwicklung wir auch maßgeblich beteiligt waren, ist die neue Haube erst das zweite Großserienprojekt in dieser Region“, so Cuneo. „Weitere Projekte sind in der Pipeline.“

DuPont Engineering Polymers produziert und vertreibt Crastin® PBT und Rynite® PET thermoplastische Polyester, Delrin® Polyacetale, Hytrel® thermoplastische Polyesterelastomere, DuPont™ ETPV technische thermoplastische Vulkanisate, Minlon® mineralgefüllte Polyamide, Thermx® PCT Polycyclohexylen-Dimethylterephthalat, Tynex® Filamente, Vespel® Teile und Profile, Zenite® LCP flüssigkristalline Kunststoffe, Zytel® Polyamide und Zytel® HTN Hochleistungspolyamide. Diese Produkte werden weltweit in der Luftund Raumfahrt, im Gerätebau, in der Automobil- sowie der Elektrik- und Elektronik- Industrie, Gesundheitswesen, für Verbrauchsgüter, in der allgemeinen Industrie sowie für Sportartikel und viele andere Anwendungen eingesetzt. DuPont ist ein wissenschaftlich orientiertes Produktions- und Dienstleistungs-Unternehmen. 1802 gegründet, setzt DuPont die Wissenschaften für nachhaltige Problemlösungen ein, die für Menschen allerorts das Leben besser, sicherer und gesünder machen. DuPont ist in über 70 Ländern aktiv und bietet eine breite Palette innovativer Produkte und Dienstleistungen für Branchen wie Landwirtschaft, Nahrungsmittel, Bauen und Wohnen sowie Transport.

Das DuPont Oval, DuPont™, The miracles of science™ und Produktnamen mit der Kennzeichnung ® sind markenrechtlich geschützt für DuPont oder eine ihrer Konzerngesellschaften

Chrysler, Dodge and Jeep are registered trademarks of DaimlerChrysler Corporation.

Horst Ulrich Reimer | DuPont
Weitere Informationen:
http://www.dupont.com

Weitere Berichte zu: Polyamid Zylinderkopfhaube Zytel

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Automotive:

nachricht Wichtige Schritte auf dem Weg zum automatisierten Fahren
29.03.2018 | Universität Bremen

nachricht Es wird noch heller: Innovative Leuchten in der Automobilindustrie
28.03.2018 | Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Automotive >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Future electronic components to be printed like newspapers

A new manufacturing technique uses a process similar to newspaper printing to form smoother and more flexible metals for making ultrafast electronic devices.

The low-cost process, developed by Purdue University researchers, combines tools already used in industry for manufacturing metals on a large scale, but uses...

Im Focus: Rostocker Forscher entwickeln autonom fahrende Kräne

Industriepartner kommen aus sechs Ländern

Autonom fahrende, intelligente Kräne und Hebezeuge – dieser Ingenieurs-Traum könnte in den nächsten drei Jahren zur Wirklichkeit werden. Forscher aus dem...

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen

19.07.2018 | Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neue Anwendungen für Mikrolaser in der Quanten-Nanophotonik

20.07.2018 | Physik Astronomie

Need for speed: Warum Malaria-Parasiten schneller sind als die menschlichen Abwehrzellen

20.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Die Gene sind nicht schuld

20.07.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics