Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Studie "Zukunft des Autos" skizziert das Fahrzeug von morgen

14.05.2008
Fahrvergnügen 2020: Noch sicherer, noch komfortabler, noch umweltfreundlicher und intelligent - dank neuer I&K Technologien.

Das Fahrzeug kommuniziert mit der Umgebung. Wiedergefunden werden Komponenten heutiger Konzeptfahrzeuge in Modellen jeder Preisklasse von morgen. Das Fernziel: Das autome Auto mit rein elektrischer Steuerung von Lenkung und Bremsen.

Die Studie "Zukunft des Autos", vorgelegt durch Zukünftige Technologien Consulting der VDI Technologiezentrum GmbH im Auftrag des Verein Deutscher Ingenieure (VDI), gibt einen Überblick über aktuelle Trends und technologische Entwicklungen in den wesentlichen Fahrzeugkomponenten. Skizziert wird das Fahrzeug von heute, morgen und übermorgen. Das entscheidende Rädchen in zukünftigen Fahrzeugkonzepten: Die Antriebstechnik.

Brennstoffzelle statt Verbrennungsmotor

... mehr zu:
»Consulting

Sie ist die entscheidende Größe im Hinblick auf Umweltverträglichkeit und geringerem Kraftstoffverbrauch. Potenzial steckt auf der einen Seite in der Weiterentwicklung heutiger Verbrennungsmotoren, zum Beispiel mit Namen "Diesotto". Auf Basis eines Ottomotors würden in diesem Fall die Vorteile des emissionsarmen Benzinmotors mit der Sparsamkeit des Diesels vereint werden. Hybrid- und Elektroantriebe auf der anderen Seite sorgen in den kommenden Jahren für weitere Systembrüche. Ziel ist das "Nullemissionsfahrzeug" mit ausschließlich elektrischem Antriebsmotor, das am Ort der Fortbewegung keine Schadstoffe mehr ausstößt. Eine Entwicklungsstufe höher ist das "Wasserstoffauto" angesiedelt: Eine visionäre Antriebsart, die Wasserstoff als Energieträger nutzt, der in einer bordeigenen Brennstoffzelle Strom erzeugt.

Auch wenn Motoren effizienter werden, die notwendige Motorleistung steigt trotzdem, da die Fahrzeuge - von Ausnahmen abgesehen - schwerer werden. Verantwortlich sind eine immer reichhaltigere Ausstattung und steigende Anforderungen an die Sicherheit im Fahrzeug. Mechanische Komponenten müssen hier für Ausgleich sorgen. Leichtbauwerkstoffe wie Aluminium, Magnesium und faserverstärkte Kunststoffe können helfen, das Fahrzeuggewicht zu reduzieren. Auch Stahl hat noch Potenzial - beispielsweise durch die Neuentwicklung "Twinning Induced Plasticity-Stahl", der bei Auffahrunfällen Verformungsenergie definiert aufnimmt.

Wachsamer "Beifahrer" immer an Bord

Neben der Mechanik wird die Fahrzeugelektronik immer mehr zum Schrittmacher für neue Entwicklungen. Leistungsfähige Elektronik in Kombination mit entsprechender Sensorik führt zu neuen Fahrerassistenzsystemen, die zum ständigen Begleiter an Bord werden. Bei Bedarf korrigieren aktive Sicherheitssysteme den Fahrer, um beispielsweise Unfälle zu vermeiden. Laserscanner und Kameras überwachen die Fahrzeugumgebung, um bei Kollisionsgefahr während eines Spurwechsels zu warnen.

Fahrzeugeigene Kameras mit dreidimensionaler Wahrnehmung werden in Zukunft sogar den Querverkehr an Kreuzungen und Einmündungen überwachen. Sie warnen zum Beispiel in Echtzeit vor kreuzenden Fahrradfahrern, die dem Fahrer selbst im Augenwinkel noch nicht auffallen. Bevor aber eine solche Vision Realität wird, muss eine entscheidende Komponente berücksichtigt werden: der - in diesem Fall - "bevormundete" Fahrer und sein Verhalten. Neben Fragen zur Fahrpsychologie sind auch rechtliche Fragen zu klären: Wer trägt zum Beispiel bei Fehlentscheidungen der technischen Systeme die Verantwortung?

Trotz aller Begeisterung für innovative Autos und Technologien für maximalen Fahrspaß: Zu berücksichtigen ist, dass sich diese Innovationen auch verkaufen lassen müssen, um den Kundenwünschen tatsächlich gerecht zu werden. "Technisch machbar" ist also nicht mit "kommerziell nutzbar" gleichzusetzen. Insbesondere in wirtschaftlich unsicheren Zeiten und Situationen und bei steigenden Fahrzeug- und Kraftstoffpreisen achtet der Kunde auf das Preis-Leistungsverhältnis und die Gesamtkosten (Total Cost of Ownership) des Fahrzeugs. Möglicher Ansatz hier sind die so genannten "Low Cost"-Autos: Sie erlauben Mobilität zum kleinen Preis.

Kontakt und weitere Informationen:

Oliver S. Kaiser
Zukünftige Technologien Consulting
der VDI Technologiezentrum GmbH
Graf-Recke-Straße 84
D-40239 Düsseldorf
Tel.: +49 (0) 211 62 14-2 07
Fax: +49 (0) 211 62 14-1 39
E-Mail: kaiser@vdi.de

Simone Kies | idw
Weitere Informationen:
http://www.zukuenftigetechnologien.de
http://www.zukuenftigetechnologien.de/detail.php?c=399&s=1

Weitere Berichte zu: Consulting

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Automotive:

nachricht Autonomes Fahren: Testfahrten deutlich reduzieren - Autokino für das Fahrzeugradar
01.04.2019 | Fraunhofer Institute for High Frequency Physics and Radar Techniques FHR

nachricht Automobilbau: Elektronik Roadmap für höhere Innovationsgeschwindigkeit
06.03.2019 | Universität Ulm

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Automotive >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Explosion on Jupiter-sized star 10 times more powerful than ever seen on our sun

A stellar flare 10 times more powerful than anything seen on our sun has burst from an ultracool star almost the same size as Jupiter

  • Coolest and smallest star to produce a superflare found
  • Star is a tenth of the radius of our Sun
  • Researchers led by University of Warwick could only see...

Im Focus: Neues „Baustein-Konzept“ für die additive Fertigung

Volkswagenstiftung fördert Wissenschaftler aus dem IPF Dresden bei der Erkundung eines innovativen neuen Ansatzes im 3D-Druck

Im Rahmen Ihrer Initiative „Experiment! - Auf der Suche nach gewagten Forschungsideen“
fördert die VolkswagenStiftung ein Projekt, das von Herrn Dr. Julian...

Im Focus: Vergangenheit trifft Zukunft

autartec®-Haus am Fuß der F60 fertiggestellt

Der Hafen des Bergheider Sees beherbergt seinen ersten Bewohner. Das schwimmende autartec®-Haus – entstanden im Rahmen eines vom Bundesministerium für Bildung...

Im Focus: Hybrid-Neuronen-Netzwerke mit 3D-Lithografie möglich

Netzwerken aus wenigen Neuronenzellen können gezielt künstliche dreidimensionale Strukturen vorgegeben werden. Sie werden dafür elektronisch verschaltet. Dies eröffnet neue Möglichkeiten, Fehler in neuralen Netzwerken besser zu verstehen und technische Anwendungen mit lebenden Zellen gezielter zu steuern. Dies stellt ein Team aus Forschenden aus Greifswald und Hamburg in einer Publikation in der Fachzeitschrift „Advanced Biosystems“ vor.

Eine der zentralen Fragen der Lebenswissenschaften ist, die Funktionsweise des Gehirns zu verstehen. Komplexe Abläufe im Gehirn ermöglichen uns, schnell Muster...

Im Focus: Was geschieht im Körper von ALS-Patienten?

Wissenschaftler der TU Dresden finden Wege, um das Absterben von Nervenzellen zu verringern und erforschen Therapieansätze zur Behandlung von ALS

Die Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) ist eine unheilbare Erkrankung des zentralen Nervensystems. Nicht selten verläuft ALS nach der Diagnose innerhalb...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Künstliche Intelligenz: Lernen von der Natur

17.04.2019 | Veranstaltungen

Mobilität im Umbruch – Conference on Future Automotive Technology, 7.-8. Mai 2019, Fürstenfeldbruck

17.04.2019 | Veranstaltungen

Augmented Reality und Softwareentwicklung: 33. Industrie-Tag InformationsTechnologie (IT)²

17.04.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Irdischer Schutz für außerirdisches Metall

18.04.2019 | Verfahrenstechnologie

Erster astrophysikalischer Nachweis des Heliumhydrid-Ions

18.04.2019 | Physik Astronomie

Radioteleskop LOFAR blickt tief in den Blitz

18.04.2019 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics