Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

HNEE unterstützt Bewirtschaftung und Erhalt von Streuobstwiesen

28.08.2019

Mit einem Freiwilligen-Pool will die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) zusammen mit der Brandenburger Kompetenzstelle Streuobstwiesen Arbeitseinsätze besser koordinieren und Landwirt*innen bei der Ernte entlasten. Online kann man sich für die diesjährige Aktion erstmalig registrieren.

Streuobstwiesen genießen einen guten Ruf. Mit ihren leckeren Früchten wie Äpfeln, Kirschen, Walnüssen, Birnen oder Pflaumen liefern sie nicht nur Gaumenfreuden, sondern sind auch Lebensraum für vielerlei Insekten und Vögel. Doch aller guten Eigenschaften zum Trotz sinkt die Anzahl der Streuobstwiesen – auch in Brandenburg.


Apfelbaum auf einer Streuobstwiese

© Verein Äpfel und Konsorten

„Für Landwirt*innen sind die Flächen mitunter nicht rentabel. Die Erträge sind im Vergleich zu Plantagen geringer und die Ernte anspruchsvoller“, beobachtet Prof. Dr. Jürgen Peters, HNEE-Projektleiter und Dozent. Dabei seien die Streuobstwiesen in der Pflege recht anspruchslos.

Düngung, Bewässerung und Insektenschutz werden nicht benötigt, vieles regle sich auf der Fläche selbst. „Um die wirtschaftlichen Nachteile etwas auszugleichen, entstand die Idee, Freiwillige bei Pflanzungen, Pflege und Ernte helfen zu lassen‘‘, sagt Zina Zaimeche, wissenschaftliche Mitarbeiterin im HNEE-Projekt.

In Kooperation mit dem Verein „Äpfel & Konsorten“, der Kompetenzstelle Brandenburger Streuobstwiesen, will man bei der diesjährigen Ernte mit einem Netzwerk aus Freiwilligen die Landwirt*innen unterstützen und einen Beitrag zum Erhalt der Streuobstwiesen leisten.

Online können sich sowohl Landwirt*innen melden, die Aktionen auf ihren Streuobstwiesen planen, wie auch Interessierte, die bei Arbeitseinsätzen unterstützen möchten.

„Vorkenntnisse sind nicht notwendig. Termine werden vom Verein Äpfel & Konsorten koordiniert und teils auch mit Fachvorträgen von dessen Mitgliedern kombiniert“, ergänzt die HNEE-Mitarbeiterin. Zudem wird die Mühe bei Arbeitseinsätzen oft mit frischem Obst entlohnt.

„Das Projekt ist ein Versuch, die Bedeutung von Streuobstwiesen Verbraucher*innen bewusster zu machen und zugleich eine Quelle zu regionalem, unbehandelten Obst zu vermitteln“, fasst Prof. Dr. Jürgen Peters zusammen.

Weitere Infos
Interessierte Landwirt*innen aus Brandenburg, die Streuobstwiesen besitzen, können sich mit ihren Erntezeiten an den Verein „Äpfel & Konsorten“ wenden. Ansprechpartner ist Oliver Exner: hallo@aepfelundkonsorten.org oder Telefonnummer 0177.7179265

Interessierte Freiwillige haben ab sofort die Möglichkeit, sich online für einzelne Arbeitseinsätze zu registrieren bzw. ihre Bereitschaft zu signalisieren. Alle Infos findet man unter: www.aepfelundkonsorten.org/freiwilligenpool

Über den Verein Äpfel & Konsorten
Der Verein Äpfel & Konsorten ist seit März 2018 offizielle Kompetenzstelle für Brandenburger Streuobstwiesen und wird dafür u.a. vom Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft des Landes Brandenburg (ELER) gefördert.

Der Verein wurde 2012 gegründet und ist als gemeinnützig anerkannt. Sein Hauptsitz ist in Storkow (Landkreis Oder-Spree) und die Geschäftsstelle liegt in Berlin-Treptow. www.aepfelundkonsorten.org

Einladung an Medienvertreter*innen:
Sie sind eingeladen an jedem der Aktionstage vorbeizukommen und sich ein Bild von den Arbeitseinsätzen und den Helfer*innen zu machen. Bitte melden Sie sich im Vorfeld bei Oliver Exner (oliver@aepfelundkonsorten.org; Telefon: 0177.7179265 um genaue Eckdaten zum Standort der Aktion abzustimmen.

Für Rückfragen stehen Ihnen zur Verfügung:

Wissenschaftliche Ansprechpartner:

Prof. Dr. Jürgen Peters
Projektleiter an der HNEE
Fachbereich Landschaftsnutzung und Naturschutz
Telefon: 0177.6861083
E-Mail: juergen.peters@hnee.de

Zina Zaimeche
Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt
Fachbereich Landschaftsnutzung und Naturschutz
Telefon: (03334) 657-465
E-Mail: zina.zaimeche@hnee.de

Weitere Informationen:

http://www.aepfelundkonsorten.org Über den Verein Äpfel & Konsorten
http://www.aepfelundkonsorten.org/freiwilligenpool Zum Freiwilligenpool

Annika Bischof M.A. | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Agrar- Forstwissenschaften:

nachricht Gene gegen die Trockenheit
06.12.2019 | Goethe-Universität Frankfurt am Main

nachricht Süßkartoffel warnt ihre Nachbarn bei Befall durch einen einzigen Duftstoff
02.12.2019 | Max-Planck-Institut für chemische Ökologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Agrar- Forstwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochgeladenes Ion bahnt den Weg zu neuer Physik

In einer experimentell-theoretischen Gemeinschaftsarbeit hat am Heidelberger MPI für Kernphysik ein internationales Physiker-Team erstmals eine Orbitalkreuzung im hochgeladenen Ion Pr9+ nachgewiesen. Mittels einer Elektronenstrahl-Ionenfalle haben sie optische Spektren aufgenommen und anhand von Atomstrukturrechnungen analysiert. Ein hierfür erwarteter Übergang von nHz-Breite wurde identifiziert und seine Energie mit hoher Präzision bestimmt. Die Theorie sagt für diese „Uhrenlinie“ eine sehr große Empfindlichkeit auf neue Physik und zugleich eine extrem geringe Anfälligkeit gegenüber externen Störungen voraus, was sie zu einem einzigartigen Kandidaten zukünftiger Präzisionsstudien macht.

Laserspektroskopie neutraler Atome und einfach geladener Ionen hat während der vergangenen Jahrzehnte Dank einer Serie technologischer Fortschritte eine...

Im Focus: Highly charged ion paves the way towards new physics

In a joint experimental and theoretical work performed at the Heidelberg Max Planck Institute for Nuclear Physics, an international team of physicists detected for the first time an orbital crossing in the highly charged ion Pr⁹⁺. Optical spectra were recorded employing an electron beam ion trap and analysed with the aid of atomic structure calculations. A proposed nHz-wide transition has been identified and its energy was determined with high precision. Theory predicts a very high sensitivity to new physics and extremely low susceptibility to external perturbations for this “clock line” making it a unique candidate for proposed precision studies.

Laser spectroscopy of neutral atoms and singly charged ions has reached astonishing precision by merit of a chain of technological advances during the past...

Im Focus: Ultrafast stimulated emission microscopy of single nanocrystals in Science

The ability to investigate the dynamics of single particle at the nano-scale and femtosecond level remained an unfathomed dream for years. It was not until the dawn of the 21st century that nanotechnology and femtoscience gradually merged together and the first ultrafast microscopy of individual quantum dots (QDs) and molecules was accomplished.

Ultrafast microscopy studies entirely rely on detecting nanoparticles or single molecules with luminescence techniques, which require efficient emitters to...

Im Focus: Wie Graphen-Nanostrukturen magnetisch werden

Graphen, eine zweidimensionale Struktur aus Kohlenstoff, ist ein Material mit hervorragenden mechanischen, elektronischen und optischen Eigenschaften. Doch für magnetische Anwendungen schien es bislang nicht nutzbar. Forschern der Empa ist es gemeinsam mit internationalen Partnern nun gelungen, ein in den 1970er Jahren vorhergesagtes Molekül zu synthetisieren, welches beweist, dass Graphen-Nanostrukturen in ganz bestimmten Formen magnetische Eigenschaften aufweisen, die künftige spintronische Anwendungen erlauben könnten. Die Ergebnisse sind eben im renommierten Fachmagazin Nature Nanotechnology erschienen.

Graphen-Nanostrukturen (auch Nanographene genannt) können, je nach Form und Ausrichtung der Ränder, ganz unterschiedliche Eigenschaften besitzen - zum Beispiel...

Im Focus: How to induce magnetism in graphene

Graphene, a two-dimensional structure made of carbon, is a material with excellent mechanical, electronic and optical properties. However, it did not seem suitable for magnetic applications. Together with international partners, Empa researchers have now succeeded in synthesizing a unique nanographene predicted in the 1970s, which conclusively demonstrates that carbon in very specific forms has magnetic properties that could permit future spintronic applications. The results have just been published in the renowned journal Nature Nanotechnology.

Depending on the shape and orientation of their edges, graphene nanostructures (also known as nanographenes) can have very different properties – for example,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Analyse internationaler Finanzmärkte

10.12.2019 | Veranstaltungen

QURATOR 2020 – weltweit erste Konferenz für Kuratierungstechnologien

04.12.2019 | Veranstaltungen

Die Zukunft der Arbeit

03.12.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Kein Seemannsgarn: Hochseeschifffahrt soll schadstoffärmer werden

11.12.2019 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Vernetzte Produktion in Echtzeit: Deutsch-schwedisches Testbed geht in die zweite Phase

11.12.2019 | Informationstechnologie

Verbesserte Architekturgläser durch Plasmabehandlung – Reinigung, Vorbehandlung & Haftungssteigerung

11.12.2019 | Architektur Bauwesen

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics