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Steinobsternte 2007 bringt voraussichtlich gute Ergebnisse

24.08.2007
Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes werden die Erntemengen von Pflaumen insgesamt (einschließlich Mirabellen und Renekloden) mit 63 300 Tonnen 22% und von Süßkirschen mit 34 100 Tonnen in diesem Jahr voraussichtlich etwa 5% über dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre (1997 - 2006) liegen.

Die Erntemenge von Sauerkirschen bleibt dagegen mit 28 500 Tonnen gut 6% hinter dem langjährigen Mittel zurück. Alle genannten Steinobstarten zusammen werden 2007 voraussichtlich eine Ernte von insgesamt 126 000 Tonnen erzielen, die damit um 10% höher ausfällt als im Durchschnitt der letzten zehn Jahre. Regional sind jedoch durch Frühjahrsfröste und unwetterartige Regen- und Hagelschauer auch hohe Ausfälle zu erwarten.

Die diesen Ergebnissen zugrunde liegende Ernteschätzung in Erzeugerbetrieben des Marktobstbaus von Mitte Juli 2007 lässt sowohl bei Pflaumen und Zwetschen als auch bei Mirabellen und Renekloden auf das zweitbeste Ergebnis der letzten zehn Jahre hoffen. Die gesamte Ernte von Pflaumen/Zwetschen wird im Jahr 2007 voraussichtlich 56 800 Tonnen erbringen und die Ernte von Mirabellen und Renekloden 6 500 Tonnen (zusammen 63 300 Tonnen).

Die höchste Ernte von Pflaumen insgesamt wurde im Jahr 2004 mit 83 800 Tonnen erzielt. Das relativ feuchte Sommerwetter in diesem Jahr hat den Ansatz und das Wachstum der Pflaumen befördert. Nach den aktuellen Ergebnissen der Baumobstanbauerhebung 2007 werden in Deutschland 4 530 Hektar Pflaumen/Zwetschen und 560 Hektar Mirabellen und Renekloden auf ertragsfähigen Flächen angebaut. Die bedeutendsten Anbauländer sind Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz, wo sich 64% der Anbauflächen befinden. 70% der Erntemengen von Pflaumen und Zwetschen sowie 82% der Erntemengen von Mirabellen und Renekloden werden voraussichtlich in diesen beiden Ländern erzeugt.

Nach der zweiten Schätzung der Kirschenernte, die ebenfalls Mitte Juli auf Basis der ertragsfähigen Anbauflächen aus der aktuellen Baumobstanbauerhebung 2007 (5 440 Hektar Süßkirschen und 3 430 Hektar Sauerkirschen) ermittelt wurde, ist mengenmäßig mit einer guten Süßkirschen- und einer unterdurchschnittlichen Sauerkirschenernte zu rechnen. Qualitativ hat der heftige Regen in der Reifezeit besonders den Süßkirschen geschadet, die dadurch häufig platzten und nicht mehr gut vermarktet werden konnten. Der durchschnittliche Ernteertrag je Hektar wird bei Süßkirschen nahezu 63 Dezitonnen und bei Sauerkirschen voraussichtlich 83 Dezitonnen betragen. Das mit Abstand bedeutendste Anbauland von Süßkirschen ist mit 39% der Anbaufläche (gut 2 100 Hektar) und voraussichtlich 58% der Erntemenge Baden-Württemberg. Die Erzeugung von Sauerkirschen erfolgt überwiegend in Sachsen mit 850 Hektar, in Rheinland-Pfalz mit 830 Hektar und in Thüringen mit 610 Hektar. In diesen drei Ländern sind zusammen 70% der Sauerkirschenernte zu erwarten.

Ausführliche Ergebnisse und methodische Erläuterungen können im Publikationsservice des Statistischen Bundesamtes unter www.destatis.de/publikationen mit der Fachserie 3, Reihe 3.2.1 "Wachstum und Ernte - Obst Juli 2007", kostenlos heruntergeladen werden.

Weitere Auskünfte gibt:
Zweigstelle Bonn,
Bettina Hilf,
Telefon: (01888) 644-8635,
E-Mail: ernte@destatis.de

Bettina Hilf | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de

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