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Polyethylen-Herstellung: Neue Methode günstiger

22.09.2014

"High Density Polyethylene" in großindustriellem Maßstab möglich

Italienische Forscher haben ein neues Verfahren zur Herstellung von Polyäthylen entwickelt. Mit der innovativen Methode lässt sich der im Alltag vielseitig verwendete Kunststoff selbst in hochverdichteter Form kostengünstig und umweltfreundlich in großindustriellen Mengen produziert werden, so das zum Nationalen Forschungsrat CNR gehörende Istituto di Chimica dei Compositi Organo-Metallici http://www.iccom.cnr.it .


Forscher im Labor: neues Verfahren umweltfreundlicher

(Foto: lens.unifi.it)

Hohe Widerstandsfähigkeit

"Bei unserer Technik zum Einsatz kommen nur Druck und Photoaktivierung bei Raumtemperatur, ohne dass es weiterer chemischer Zusatzstoffe wie Lösungsmittel oder Katalysatoren bedarf", so Matteo Ceppatelli. Dieser Umstand gehe zugunsten der Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit. Trotz seiner einfachen Strukur gibt es viele Varianten des Polymers, dessen Eigenschaften sich je nach Molekularstruktur der Kohlenstoffketten ändern. Die Länge dieser Ketten und die Kristallinität des Materials bestimmen seine Widerstandsfähigkeit.

"Aus diesem Grund ist hochdichtes Polyethylen vor allem für Produkte geeignet, die einer starken Belastung oder Abnutzung ausgesetzt sind", sagt der italienische Forscher. Deshalb sei es beispielsweise als Pipeline-Material oder bei der Fertigung von Prothesen sehr gefragt. Durchgeführt wurden die Tests in einer zu diesem Zweck in Laborgröße errichteten Pilotanlage. Die Projektierung des High-Density-Polyethylene-Reaktors ist so ausgelegt, dass er in größerem Massstab nachgebaut werden kann und sich für eine Massenproduktion eignet.

Interdisziplinäre Forschung

Die Untersuchung wurde in Kooperation mit dem European Laboratory for Non-Linear Spectroscopy http://lens.unifi.it und der Università di Studi di Firenze http://unifi.it durchgeführt. Finanziert wurde das Projekt durch das italienische Bildungsministerium in Rom und das US-Unternehmen Stryker Orthopaedics . Details sind in der Zeitschrift "Macromolecular Rapid Communications" http://onlinelibrary.wiley.com veröffentlicht.

Harald Jung | pressetext.redaktion

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