Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Schleudern bis zum Bruch - Der ILK-Hochgeschwindigkeits-Prüfkomplex für Hochleistungsrotoren

20.04.2007
Ob Milchzentrifugen, Automobilbremsscheiben oder Triebwerksschaufeln, in den insgesamt vier Hochgeschwindigkeits-Rotorprüfständen des Instituts für Leichtbau und Kunststofftechnik (ILK) der TU Dresden wird nahezu alles bis zum Bruch geschleudert.

Die einzigartigen Schleuderprüfstände ermöglichen Zyklen- und Berstversuche an Rotoren jedweder Art (Durchmesser: 2,00 m, Gewicht: 800 kg) bis zu einer maximalen Drehzahl von mehr als 250.000 min-1.

Neben den klassischen Rotoranwendungen wie Schwungräder, Felgen oder Verdichterräder für Abgasturbolader im Automobilbau, Turbinenkomponenten für die Energie- und Luftfahrttechnik sowie Dekanter, Windsichter und Lüfter für chemie- und verfahrenstechnische Anlagen kommen die Schleuderprüfstände auch zur Prüfung von sicherheitsrelevanten Containment-Gehäusen zum Einsatz. Sämtliche Schleuderversuche können sowohl unter Temperaturbeaufschlagung als auch unter medialer Belastung durchgeführt werden, was insbesondere für Hochtemperaturrotoren sowie erosions- und korrosionsbelastete Rotorkomponenten entscheidend ist. Für eine komplette Analyse der Rotorprüfungen sorgt dabei eine umfangreiche multifunktionale Messtechnik, bestehend aus einem mehrkanaligen Telemetrie- und Lasertriangulationssystems für Verformungs-, Temperatur-und Druckmessungen, Beschleunigungsaufnehmern für die Berstüberwachung, Sensoren für die Drehzahl- und Schwingungsmessung sowie Hochgeschwindigkeitskameras zur Online-Überwachung.

Auf Grundlage dieses unikalen Hochgeschwindigkeits-Prüfkomplexes für Hochleistungsrotoren ist das ILK deutschlandweit führend auf dem Gebiet der Forschung, Entwicklung und Prüfung von Rotorstrukturen.

Da stört auch der gegenwärtige Drehzahl-Weltrekord von 550.000 min-1 nicht, den ein turbinengetriebener Zahnarztbohrer hält. Aber wer will das schon wirklich wissen, wenn er auf einem Zahnarztstuhl sitzt.

Weitere Informationen: Anja Schüler (ist auf der Hannover Messe auf ihrem Handy erreichbar) 0160 7373039 oder Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik (ILK), Tel. +49 351 463-38142, Fax +49 351 463-38143, ilk@ilk.mw.tu-dresden.de

Kim-Astrid Magister | idw
Weitere Informationen:
http://www.tu-dresden.de/

Weitere Berichte zu: Hochleistungsrotor ILK Leichtbau Schleudern

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verfahrenstechnologie:

nachricht Schnell, präzise, aber nicht kalt
17.05.2017 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

nachricht Neues Laserstrahl-Schweißverfahren des Fraunhofer IWS erlangt die Zertifizierung der DNV GL
16.05.2017 | Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verfahrenstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochspannung für den Teilchenbeschleuniger der Zukunft

24.05.2017 | Physik Astronomie

3D-Graphen: Experiment an BESSY II zeigt, dass optische Eigenschaften einstellbar sind

24.05.2017 | Physik Astronomie

Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"

24.05.2017 | Messenachrichten