Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Die Oberflächenbehandlung bei Aluminiumformen

09.05.2006


Um die Vorteile von Aluminiumverbundstoffen für die Kunststoff verarbeitende Industrie nutzen zu können, wurde im Rahmen des ALUMOPLA-Projekts ein optimiertes Beschichtungsverfahren zur Oberflächenhärtung von Aluminiumlegierungen entwickelt.



In der industriellen Forschung konzentrierte man sich auf die Untersuchung des Potenzials von Aluminiumlegierungen zum Ersatz von Stahl bei der Formherstellung, um dem Marktbedarf an einer kostengünstigen und zügigen Herstellung von Kunststoffteilen zu begegnen. Im Vergleich zu Stahlformen besitzen Aluminiumformen zahlreiche Vorteile, wie kürzere Bearbeitungszeit bei der Formherstellung. Zudem ist die Wärmeleitfähigkeit von Aluminium besser als die von Stahl, was einer Produktivitätssteigerung von 30% entspricht. Zudem verläuft das Kühlen homogener, was in einer erhöhten Qualität der mit Kunststoff injizierten Teile resultiert. Aluminiumformen können durch ihre geringere Dichte besser in großen Größen eingesetzt werden als Stahlformen.



Jedoch sind die mechanischen Eigenschaften von Aluminiumformen noch ungenügend, um den hohen Anforderungen auf dem Markt für Kunststoffspritzguss oder RTM-Technologie gerecht zu werden. Vor diesem Hintergrund konzentrierte man sich im Rahmen des ALUMOPLA-Projekts auf Aluminiumformen für die Kunststoff verarbeitende Industrie. Die Entwicklung eines neuen und optimierten Beschichtungsverfahrens für die Oberflächenhärtung von Aluminiumlegierungen zum Schutz der Form gegen Verschleiß während des Entformens war Teil der Projektarbeit. Im Allgemeinen ermöglicht die Oberflächenbehandlung bei Aluminiumformen den Erhalt der mechanischen Eigenschaften der Legierung. Neben dem Oberflächenschutz kann eine Oberflächenbehandlung auch die Haftungseigenschaften verbessern, um das Entformen eines geformten Teils zu erleichtern.

Es wurden zwei Arten der Oberflächenbehandlung zur speziellen Anwendung bei Aluminiumlegierungen entwickelt - eine konventionelle und eine PVD/PACVD-Behandlung. Vor einer PVD/PACVD-Oberflächenbehandlung ist ein Reinigungsvorgang notwendig, um Oberflächenkorrosion zu vermeiden und vor der Vakuumbehandlung eine ausreichende Entfettung zu erzielen. Die PVD/PACVD-Behandlung umfasst die Ablagerung von Cr2N, CrN und DLC bei einer Verfahrenstemperatur von unter 150°C. Die viel versprechenden Ergebnisse belegen, dass das neuartige Verfahren bei allen Arten von aluminiumlegierten Teilen angewendet werden kann, selbst in allgemeineren Anwendungsbereichen als dem Formen selbst.

Christophe Héau | ctm
Weitere Informationen:
http://www.hef.fr

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verfahrenstechnologie:

nachricht Staubarmes Recycling wertvoller Rohstoffe aus Elektronikschrott
16.11.2016 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT

nachricht Mikrostrukturen mit dem Laser ätzen
25.10.2016 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verfahrenstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Interfacial Superconductivity: Magnetic and superconducting order revealed simultaneously

Researchers from the University of Hamburg in Germany, in collaboration with colleagues from the University of Aarhus in Denmark, have synthesized a new superconducting material by growing a few layers of an antiferromagnetic transition-metal chalcogenide on a bismuth-based topological insulator, both being non-superconducting materials.

While superconductivity and magnetism are generally believed to be mutually exclusive, surprisingly, in this new material, superconducting correlations...

Im Focus: Erforschung von Elementarteilchen in Materialien

Laseranregung von Semimetallen ermöglicht die Erzeugung neuartiger Quasiteilchen in Festkörpersystemen sowie ultraschnelle Schaltung zwischen verschiedenen Zuständen.

Die Untersuchung der Eigenschaften fundamentaler Teilchen in Festkörpersystemen ist ein vielversprechender Ansatz für die Quantenfeldtheorie. Quasiteilchen...

Im Focus: Studying fundamental particles in materials

Laser-driving of semimetals allows creating novel quasiparticle states within condensed matter systems and switching between different states on ultrafast time scales

Studying properties of fundamental particles in condensed matter systems is a promising approach to quantum field theory. Quasiparticles offer the opportunity...

Im Focus: Mit solaren Gebäudehüllen Architektur gestalten

Solarthermie ist in der breiten Öffentlichkeit derzeit durch dunkelblaue, rechteckige Kollektoren auf Hausdächern besetzt. Für ästhetisch hochwertige Architektur werden Technologien benötigt, die dem Architekten mehr Gestaltungsspielraum für Niedrigst- und Plusenergiegebäude geben. Im Projekt »ArKol« entwickeln Forscher des Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern aktuell zwei Fassadenkollektoren für solare Wärmeerzeugung, die ein hohes Maß an Designflexibilität erlauben: einen Streifenkollektor für opake sowie eine solarthermische Jalousie für transparente Fassadenanteile. Der aktuelle Stand der beiden Entwicklungen wird auf der BAU 2017 vorgestellt.

Im Projekt »ArKol – Entwicklung von architektonisch hoch integrierten Fassadekollektoren mit Heat Pipes« entwickelt das Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern...

Im Focus: Designing Architecture with Solar Building Envelopes

Among the general public, solar thermal energy is currently associated with dark blue, rectangular collectors on building roofs. Technologies are needed for aesthetically high quality architecture which offer the architect more room for manoeuvre when it comes to low- and plus-energy buildings. With the “ArKol” project, researchers at Fraunhofer ISE together with partners are currently developing two façade collectors for solar thermal energy generation, which permit a high degree of design flexibility: a strip collector for opaque façade sections and a solar thermal blind for transparent sections. The current state of the two developments will be presented at the BAU 2017 trade fair.

As part of the “ArKol – development of architecturally highly integrated façade collectors with heat pipes” project, Fraunhofer ISE together with its partners...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Bundesweiter Astronomietag am 25. März 2017

17.01.2017 | Veranstaltungen

Über intelligente IT-Systeme und große Datenberge

17.01.2017 | Veranstaltungen

Aquakulturen und Fangquoten – was hilft gegen Überfischung?

16.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Bundesweiter Astronomietag am 25. März 2017

17.01.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Intelligente Haustechnik hört auf „LISTEN“

17.01.2017 | Architektur Bauwesen

Satellitengestützte Lasermesstechnik gegen den Klimawandel

17.01.2017 | Maschinenbau