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Aufrüstung von Öltransportnetzen

25.05.2005


Obwohl weltweit über das Ausmaß der Erdölförderung und die Höhe der Ölpreise nachgedacht wird, ergeben sich noch immer beachtliche Verluste in Zusammenhang mit dem weltweiten Öltransport. In Europa bemüht man sich, dieses Problem über das EU-Projekt AESOP anzusprechen.



In Öl-Pipelines treten oftmals erhebliche Energieverluste und Durchsatzeinschränkungen auf, die auf durch Reibung verursachte Druckabfälle zurückgeführt werden können, welche auch als Reibungswiderstände bezeichnet werden. Mit der Nutzung von langkettigen Polymeren, auch als Fließverbesserer bekannt, kann diesen Bedingungen entgegengewirkt werden. Die Anwendung dieser Fließverbesserer oder Drag Reducing Agents (DRAs) ist jedoch noch immer sehr stark eingeschränkt, weil es an einem kompletten Satz von Verfahren fehlt, die sich auf die Nutzung im industriellen Maßstab richten.



Innerhalb der EU hat man sich deshalb entschlossen, die mit Öltransportnetzen verbundenen Ineffizienzen innerhalb Europas zu reduzieren und Verfahren zu entwickeln,die für die umfassende Nutzung von DRAs notwendig sind. Das AESOP-Projekt richtete sich auf die Auswirkungen von DRAs auf die Eigenschaften der Erdölprodukte und auf die Frage, bei welchen Einspritzraten DRAs anfangen, die Produktprofile und den Gesamtbetrieb zu beeinflussen.

Eine der Forschungsrichtungen, die von den Projektforschern eingeschlagen wurde, war die Entfernung von DRAs vom Endprodukt, um mögliche Auswirkungen auf die Produktqualität zu verhindern. Es wurden mehrere Entfernungsmethoden vorgeschlagen und erforscht, wobei sich die Ultraschallabscherung als viel versprechend erwiesen hat. Im Gegensatz zu mechanischen Verfahren ist es bei der Ultraschallabscherung nicht notwendig, Instrumente in die Pipeline einzuführen, weil die Signalwandler am Rand angebracht werden können.

In Abhängigkeit von der Art der genutzten DRAs können Abweichungen des elektrischen Stroms in den Signalwandlern das Ausmaß der Abscherung verändern. Weitere Untersuchungen haben die Rolle verschiedener Parameter wie Temperatur, Frequenz und Anwendungsmodus verdeutlicht.

Die Mitarbeiter des Forschungszentrums Centre Spatial de Liege an der Universität von Liege haben einen experimentellen Prototyp des Gesamtprozesses entwickelt und dabei verschiedene Parameter und Bedingungen berücksichtigt. Diese Informationen können besonders für Erdölunternehmen und -organisationen zur Verbesserung ihrer Effizienz und zur Kostensenkung von Bedeutung sein.

Marc Henrist | ctm
Weitere Informationen:
http://www.ulg.ac.be/cslulg/

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