Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Hochvakuum zur Tiefkühlung für Medizinprodukte

05.11.2002


Vakuumtechnik zum 400. Geburtstag Otto von Guerickes:


Eine Innovation aus dem BMWi-Programm "Innovationskompetenz mittelständischer Unternehmen" (PRO INNO)

... mehr zu:
»Behälter »Hochvakuum »Stickstoff

Der Warenverkehr von Gütern, die bei tiefen Temperaturen bewegt werden müssen, steigt. Die Hans Zucker GmbH aus Berlin hat gemeinsam mit Partnern einen Transportbehälter für rund 40 Liter Nutzinhalt entwickelt, der durch die Art seines Kühlmediums und seiner Thermoisolation üblichen Systemen überlegen ist. Mit Unterstützung der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen "Otto von Guericke" (AiF) erweitert der Edelstahl-Spezialist gegenwärtig sein Angebot an kältetechnischen Anlagen.

Transplantate, Blutprodukte und Impfseren werden bislang in Behältern transportiert, die entweder mit flüssigem Stickstoff, Kohlendioxydschnee oder durch eine elektrische Kälte-maschine gekühlt werden. Beide Verfahren bergen Nachteile: Flüssiger Stickstoff unterliegt bei dieser Anwendung besonderen Einschränkungen. Zugelassen sind nur Behälter mit einem geringen Einlagerungsvolumen und die Entscheidung über einen Lufttransport liegt beim Piloten. Bei den Kompressoren ist ihr erhebliches Gewicht von Nachteil. Zudem benötigen sie ständig eine externe Quelle für Elektroenergie.


Ein tiefgekühltes Energiespeichermedium in zylindrischen Körpern aus Edelstahl (Latentspeicher) kühlt demgegenüber die Behälter der Hans Zucker GmbH. Die Behälter selbst sind doppelwandig, wobei zwischen den Wänden ein Hochvakuum herrscht. Durch ein spezielles Verfahren werden die noch im Vakuum frei beweglichen Molekülgruppen zusätzlich gebunden und können damit nicht mehr als Wärmebrücken wirken. Latentspeicher und Vakuumsuperisolation sorgen gemeinsam dafür, dass für rund 70 Stunden Temperaturen unter -60 Grad Celsius im Behälter gehalten werden können. Damit übertreffen sie mit Stickstoff befüllte Behälter mit gleichem Rauminhalt ohne Nachfüllung um das Achtfache.

Ansprechpartner: Manfred Kochan, Hans Zucker GmbH, Tel.: 030 56570-0

Pressearbeit: AiF, Silvia Behr, E-Mail: presse@aif.de, Tel.: 0221 37680-55


Silvia Behr | idw
Weitere Informationen:
http://www.aif.de

Weitere Berichte zu: Behälter Hochvakuum Stickstoff

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verfahrenstechnologie:

nachricht Staubarmes Recycling wertvoller Rohstoffe aus Elektronikschrott
16.11.2016 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT

nachricht Mikrostrukturen mit dem Laser ätzen
25.10.2016 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verfahrenstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: How gut bacteria can make us ill

HZI researchers decipher infection mechanisms of Yersinia and immune responses of the host

Yersiniae cause severe intestinal infections. Studies using Yersinia pseudotuberculosis as a model organism aim to elucidate the infection mechanisms of these...

Im Focus: Interfacial Superconductivity: Magnetic and superconducting order revealed simultaneously

Researchers from the University of Hamburg in Germany, in collaboration with colleagues from the University of Aarhus in Denmark, have synthesized a new superconducting material by growing a few layers of an antiferromagnetic transition-metal chalcogenide on a bismuth-based topological insulator, both being non-superconducting materials.

While superconductivity and magnetism are generally believed to be mutually exclusive, surprisingly, in this new material, superconducting correlations...

Im Focus: Erforschung von Elementarteilchen in Materialien

Laseranregung von Semimetallen ermöglicht die Erzeugung neuartiger Quasiteilchen in Festkörpersystemen sowie ultraschnelle Schaltung zwischen verschiedenen Zuständen.

Die Untersuchung der Eigenschaften fundamentaler Teilchen in Festkörpersystemen ist ein vielversprechender Ansatz für die Quantenfeldtheorie. Quasiteilchen...

Im Focus: Studying fundamental particles in materials

Laser-driving of semimetals allows creating novel quasiparticle states within condensed matter systems and switching between different states on ultrafast time scales

Studying properties of fundamental particles in condensed matter systems is a promising approach to quantum field theory. Quasiparticles offer the opportunity...

Im Focus: Mit solaren Gebäudehüllen Architektur gestalten

Solarthermie ist in der breiten Öffentlichkeit derzeit durch dunkelblaue, rechteckige Kollektoren auf Hausdächern besetzt. Für ästhetisch hochwertige Architektur werden Technologien benötigt, die dem Architekten mehr Gestaltungsspielraum für Niedrigst- und Plusenergiegebäude geben. Im Projekt »ArKol« entwickeln Forscher des Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern aktuell zwei Fassadenkollektoren für solare Wärmeerzeugung, die ein hohes Maß an Designflexibilität erlauben: einen Streifenkollektor für opake sowie eine solarthermische Jalousie für transparente Fassadenanteile. Der aktuelle Stand der beiden Entwicklungen wird auf der BAU 2017 vorgestellt.

Im Projekt »ArKol – Entwicklung von architektonisch hoch integrierten Fassadekollektoren mit Heat Pipes« entwickelt das Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Bundesweiter Astronomietag am 25. März 2017

17.01.2017 | Veranstaltungen

Über intelligente IT-Systeme und große Datenberge

17.01.2017 | Veranstaltungen

Aquakulturen und Fangquoten – was hilft gegen Überfischung?

16.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Geothermie: Den Sommer im Winter ernten

18.01.2017 | Energie und Elektrotechnik

Kompositmaterial für die Wasseraufbereitung

18.01.2017 | Biowissenschaften Chemie

Brain-Computer-Interface: Wenn der Computer uns intuitiv versteht

18.01.2017 | Informationstechnologie