Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Spray macht winzige Sprengstoff-Spuren sichtbar

26.05.2008
Explosive Stickstoff-Verbindungen verändern Fluoreszenz

Forscher der University of California in San Diego (USCD) haben fluoreszierende Polymere entwickelt, die Spuren von Stickstoff-basierten Sprengstoffen sichtbar machen können. Die Substanzen werden dazu als Sprühfilm aufgebracht und mit UV-Licht beleuchtet. Sprengstoff-Spuren verändern oder unterdrücken die blaue Fluoreszenz. Die Firma RedXDefense vermarktet die Entwicklung bereits und in den USA hatte die Technologie schon einen Auftritt in der TV-Serie "CSI: Miami".

"Es handelt sich um eine sehr intuitive Detektionsmethode, die keinen Wissenschaftler erfordert", betont William Trogler, Chemieprofessor an der UCSD. Neben dem Polymerspray ist nur noch eine UV-Lichtquelle erforderlich. Ein dünner Film des Sprays wird auf die zu untersuchende Fläche aufgebracht und beleuchtet. Normalerweise würden die Polymere dann blau leuchten, doch der Kontakt mit Sprengstoffen ändert das und gibt auch gewissen Aufschluss über die Art der Substanz. Explosivstoffe auf Basis von Nitratestern, zu denen Nitroglyzerin zählt, ändern die Fluoreszenz ins Grüne. Für andere Klassen von Chemikalien, darunter Nitroaromate wie TNT, bleibt der Film hingegen dunkel. Selbst wenige Pikogramm (ein Pikogramm ist ein Billionstel eines Gramms) von Explosivstoffen könnten so nachgewiesen werden.

Die Polymere der UCSD-Forscher kommen bereits im Sprengstoff-Detektionssystem "XPAK" des Sicherheitssystemanbieters RedXDefense zum Einsatz. XPAK wird nach Angaben des Unternehmens vom Militär und der US Homeland Security genutzt. In einer Ende April in den USA ausgestrahlten Folge der Serie CSI: Miami kam das System bereits zu einem Fernsehauftritt. Trogler und sein Mitarbeiter Jason Sanchez präsentieren ihre wissenschaftlichen Forschungsergebnisse in einer kommenden Ausgabe des "Journal of Materials Chemistry". Nach Angaben der UCSD arbeiten die Wissenschaftler nun daran, ähnliche Systeme für Sprengstoffe auf Peroxid-Basis zu entwickeln.

Thomas Pichler | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.ucsd.edu
http://www.redxdefense.com

Weitere Berichte zu: Explosivstoff Spray

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verfahrenstechnologie:

nachricht Innovation macht 3D-Drucker für kleinere und mittlere Unternehmen rentabel
24.03.2017 | Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm

nachricht Neues energieeffizientes Verfahren zur Herstellung von Kohlenstofffasern
13.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verfahrenstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise