Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Die Zukunft des Okavangos bildet Auftakt einer neuen Porträtreihe

25.07.2012
Eine neue Reihe stellt ab sofort die Projekte des Forschungsschwerpunkts „Nachhaltiges Landmanagement“ im Porträt vor. Den Auftakt bildet ein Porträt von „The Future Okavango“, der Region um den einen Fluss in Angola, Namibia und Botswana.

Der Okavango zählt zu den längsten Strömen im südlichen Afrika. Seine Wassermassen sind Lebensgrundlage vieler Menschen. Doch Übernutzung und Privatisierung bringen das Ökosystem in Gefahr. Verhindern wollen das deutsche Forscher. Ihre Expertise soll helfen, vor Ort alternative Nutzungsmodelle umzusetzen.


Der Okavango, Namibia.
Quelle: TFO


„The Future Okavango“ ist eines von zwölf Regionalprojekten, welches im Rahmen der Fördermaßnahme „Nachhaltiges Landmanagement“ (Modul A) des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wird.
Quelle: TFO

Der Okavango nimmt sich Zeit: In mehreren Seitenarmen quert er träge das Hochland im Zentrum Angolas, markiert dann über 400 Kilometer die Landesgrenze zu Namibia, ehe seine Wassermengen nach 1.600 Kilometern im Nordwesten Botswanas in den Sümpfen des Okavango-Deltas, dem weltgrößten Binnendelta, langsam versickern und verdunsten. Für rund eine Million Menschen ist das Einzugsgebiet des Okavangos die wichtigste Lebensader.

Sie leben seit Jahrhunderten von dem, was die Natur ihnen anbietet: Sie fangen Fische, bauen Getreide an, sammeln Faserstoffe, Brenn- und Baumaterialien und nutzen Arzneipflanzen. Und das im Rhythmus der Natur. 500 Vogel-, 128 Säugetier- sowie 150 Reptilien- und Amphibienarten zählten Forscher allein im Flussdelta in Botswana. Lange Zeit war das Gleichgewicht intakt, jetzt droht es aus den Fugen zu geraten.

»Die Natur ist durch Übernutzung und Privatisierung stark gefährdet«, sagt Norbert Jürgens. Der Biodiversitätsprofessor an der Universität Hamburg ist Sprecher des Forschungsverbunds »The Future Okavango«, kurz TFO. Das Netzwerk aus sechs Universitäten und zwei Forschungseinrichtungen aus Deutschland sowie drei afrikanischen Partnerländern (Angola, Botswana und Namibia) untersucht in zehn Teilprojekten die Nutzung und den Umgang mit natürlichen Ressourcen im Okavango-Gebiet. Das Bundesforschungsministerium fördert das Vorhaben bis 2015 mit 7,5 Millionen Euro über seine Fördermaßnahme
Nachhaltiges Landmanagement. …
Benjamin Haerdle/ Tilo Arnhold
Das ganze Porträt finden Sie unter
http://modul-a.nachhaltiges-landmanagement.de/fileadmin/user_upload/
Publikationen/120719_WissPortrait_TFO_web.pdf
Wissenschaftsporträt 1 erscheint im Rahmen der Fördermaßnahme „Nachhaltiges Landmanagement“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF).

„The Future Okavango“ ist eines von zwölf Regionalprojekten, welches im Rahmen der Fördermaßnahme „Nachhaltiges Landmanagement“ (Modul A) des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wird. Der Förderschwerpunkt „Nachhaltiges Landmanagement“ wird durch das wissenschaftliche Begleitvorhaben GLUES (Global Assessment of Land Use Dynamics, Greenhouse Gas Emissions and Ecosystem Services) übergreifend am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) koordiniert und begleitet.

Links:
The Future Okavango
http://www.future-okavango.org/
BMBF- Fördermaßnahme „Nachhaltiges Landmanagement“
http://www.nachhaltiges-landmanagement.de
Wissenschaftliches Begleitvorhaben GLUES
http://modul-a.nachhaltiges-landmanagement.de/de/wissenschaftliche-begleitung-glues/
Weitere Informationen:
Zum Projekt „The Future Okavango“:
Prof. Dr. Norbert Jürgens & Henrike Seidel
Biozentrum Klein Flottbek und Botanischer Garten / Universität Hamburg
Telefon: +49 (0) 40-42816-260 & -533
http://www.biologie.uni-hamburg.de/bzf/fb0a058/fb0a058.htm
http://www.biologie.uni-hamburg.de/bzf/fbra053/fbra053.htm
Zum Wissenschaftlichen Begleitvorhaben GLUES:
Andreas Werntze, Msc.
Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ)
Telefon: +49 (0) 341-235-1816
http://www.ufz.de/index.php?de=19263
oder über
Tilo Arnhold (UFZ-Pressestelle)
Telefon: 0341-235-1635
http://www.ufz.de/index.php?de=640
Im Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) erforschen Wissenschaftler die Ursachen und Folgen der weit reichenden Veränderungen der Umwelt. Sie befassen sich mit Wasserressourcen, biologischer Vielfalt, den Folgen des Klimawandels und Anpassungsmöglichkeiten, Umwelt- und Biotechnologien, Bioenergie, dem Verhalten von Chemikalien in der Umwelt, ihrer Wirkung auf die Gesundheit, Modellierung und sozialwissenschaftlichen Fragestellungen. Ihr Leitmotiv: Unsere Forschung dient der nachhaltigen Nutzung natürlicher Ressourcen und hilft, diese Lebensgrundlagen unter dem Einfluss des globalen Wandels langfristig zu sichern. Das UFZ beschäftigt an den Standorten Leipzig, Halle und Magdeburg 1000 Mitarbeiter. Es wird vom Bund sowie von Sachsen und Sachsen-Anhalt finanziert.

Die Helmholtz-Gemeinschaft leistet Beiträge zur Lösung großer und drängender Fragen von Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft durch wissenschaftliche Spitzenleistungen in sechs Forschungsbereichen: Energie, Erde und Umwelt, Gesundheit, Schlüsseltechnologien, Struktur der Materie, Verkehr und Weltraum. Die Helmholtz-Gemeinschaft ist mit über 33.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in 18 Forschungszentren und einem Jahresbudget von rund 3,4 Milliarden Euro die größte Wissenschaftsorganisation Deutschlands. Ihre Arbeit steht in der Tradition des Naturforschers Hermann von Helmholtz (1821-1894).

Tilo Arnhold | Helmholtz-Zentrum
Weitere Informationen:
http://www.helmholtz.de
http://www.nachhaltiges-landmanagement.de/
http://www.ufz.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Invasive Quallen: Strömungen als Ausbreitungsmotor
23.05.2018 | GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel

nachricht Wenn Korallen Plastik fressen
23.05.2018 | Justus-Liebig-Universität Gießen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Starke IT-Sicherheit für das Auto der Zukunft – Forschungsverbund entwickelt neue Ansätze

Je mehr die Elektronik Autos lenkt, beschleunigt und bremst, desto wichtiger wird der Schutz vor Cyber-Angriffen. Deshalb erarbeiten 15 Partner aus Industrie und Wissenschaft in den kommenden drei Jahren neue Ansätze für die IT-Sicherheit im selbstfahrenden Auto. Das Verbundvorhaben unter dem Namen „Security For Connected, Autonomous Cars (SecForCARs) wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung mit 7,2 Millionen Euro gefördert. Infineon leitet das Projekt.

Bereits heute bieten Fahrzeuge vielfältige Kommunikationsschnittstellen und immer mehr automatisierte Fahrfunktionen, wie beispielsweise Abstands- und...

Im Focus: Powerful IT security for the car of the future – research alliance develops new approaches

The more electronics steer, accelerate and brake cars, the more important it is to protect them against cyber-attacks. That is why 15 partners from industry and academia will work together over the next three years on new approaches to IT security in self-driving cars. The joint project goes by the name Security For Connected, Autonomous Cars (SecForCARs) and has funding of €7.2 million from the German Federal Ministry of Education and Research. Infineon is leading the project.

Vehicles already offer diverse communication interfaces and more and more automated functions, such as distance and lane-keeping assist systems. At the same...

Im Focus: Mit Hilfe molekularer Schalter lassen sich künftig neuartige Bauelemente entwickeln

Einem Forscherteam unter Führung von Physikern der Technischen Universität München (TUM) ist es gelungen, spezielle Moleküle mit einer angelegten Spannung zwischen zwei strukturell unterschiedlichen Zuständen hin und her zu schalten. Derartige Nano-Schalter könnten Basis für neuartige Bauelemente sein, die auf Silizium basierende Komponenten durch organische Moleküle ersetzen.

Die Entwicklung neuer elektronischer Technologien fordert eine ständige Verkleinerung funktioneller Komponenten. Physikern der TU München ist es im Rahmen...

Im Focus: Molecular switch will facilitate the development of pioneering electro-optical devices

A research team led by physicists at the Technical University of Munich (TUM) has developed molecular nanoswitches that can be toggled between two structurally different states using an applied voltage. They can serve as the basis for a pioneering class of devices that could replace silicon-based components with organic molecules.

The development of new electronic technologies drives the incessant reduction of functional component sizes. In the context of an international collaborative...

Im Focus: GRACE Follow-On erfolgreich gestartet: Das Satelliten-Tandem dokumentiert den globalen Wandel

Die Satellitenmission GRACE-FO ist gestartet. Am 22. Mai um 21.47 Uhr (MESZ) hoben die beiden Satelliten des GFZ und der NASA an Bord einer Falcon-9-Rakete von der Vandenberg Air Force Base (Kalifornien) ab und wurden in eine polare Umlaufbahn gebracht. Dort nehmen sie in den kommenden Monaten ihre endgültige Position ein. Die NASA meldete 30 Minuten später, dass der Kontakt zu den Satelliten in ihrem Zielorbit erfolgreich hergestellt wurde. GRACE Follow-On wird das Erdschwerefeld und dessen räumliche und zeitliche Variationen sehr genau vermessen. Sie ermöglicht damit präzise Aussagen zum globalen Wandel, insbesondere zu Änderungen im Wasserhaushalt, etwa dem Verlust von Eismassen.

Potsdam, 22. Mai 2018: Die deutsch-amerikanische Satellitenmission GRACE-FO (Gravity Recovery And Climate Experiment Follow On) ist erfolgreich gestartet. Am...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Im Fokus: Klimaangepasste Pflanzen

25.05.2018 | Veranstaltungen

Größter Astronomie-Kongress kommt nach Wien

24.05.2018 | Veranstaltungen

22. Business Forum Qualität: Vom Smart Device bis zum Digital Twin

22.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Berufsausbildung mit Zukunft

25.05.2018 | Unternehmensmeldung

Untersuchung der Zellmembran: Forscher entwickeln Stoff, der wichtigen Membranbestandteil nachahmt

25.05.2018 | Interdisziplinäre Forschung

Starke IT-Sicherheit für das Auto der Zukunft – Forschungsverbund entwickelt neue Ansätze

25.05.2018 | Informationstechnologie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics