Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Reduktion von Emissionen: Algen als Gas-Absorber mit Dreifachnutzen

02.07.2014

Es sind oft die kleinen Organismen, die den größten Nutzen stiften können, während die größeren Tiere, wie landwirtschaftliche Nutztiere, in Sachen Emissionen eher auf der Verursacherseite stehen.

Wissenschaftler haben nun Kleinstorganismen, nämlich Mikroalgen, ganz oben auf der Liste der möglichen Schadensbegrenzer bei der Freisetzung von Ammoniak.

Das baskische Institut für landwirtschaftliche Forschung und Entwicklung fand heraus, dass Chlamydomonas acidophila bei der Lösung des Problems landwirtschaftlicher Emissionen behilflich sein könnte.   

Freigesetztes Ammoniak kann zum Problem für Wälder, Gewässer und Böden werden. Die Mikroalgenart konnte in Versuchen unter Beweis stellen, dass sie Ammoniak aus organischen Abfällen absorbieren und somit am Entweichen in die Atmosphäre hindern kann.

Ammoniak entsteht bei der Zersetzung von abgestorbenen Pflanzen und tierischen Exkrementen durch Mikroorganismen.

Der Clou - die Mikroalgen lassen sich anschließend entweder verfüttern, zur Gewinnung von Biogas verwenden oder können zudem noch einen ernährungsphysiologisch interessanten Inhaltsstoff liefern: Lutein.   

Lutein ist ein Antioxidans, das als Nahrungsergänzungsmittel eingesetzt werden kann. Es kann helfen, die Zelldegeneration zu verlangsamen und ist daher von hohem Interesse für die Lebensmittelindustrie.

Die baskischen Wissenschaftler sind nun dabei, Mikroalgen-Stämme zu entwickeln, die im kommerziellen Maßstab einsetzbar sind.

Mikroalgen seien generell ein großer Fundus für Zukunftstechnologien, da sie aufgrund ihrer biologischen Vielfalt ein großes Potenzial an noch zu erforschenden oder bereits entwickelten Anwendungsmöglichkeiten bereithielten.

Friederike Heidenhof, www.aid.de 

Weitere Informationen:  

www.basqueresearch.com/berria_irakurri.asp?Berri_Kod=5076&hizk=I#.U47v2Ch2H0d

Friederike Heidenhof | www.aid.de
Weitere Informationen:
http://www.aid.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Intelligentes Wassermanagement für Indiens Städte
24.11.2017 | Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB

nachricht Antarktisches Meereis: mehr Schutz als Vorratskammer für Krilllarven
22.11.2017 | Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Metamaterial mit Dreheffekt

Mit 3D-Druckern für den Mikrobereich ist es Forschern des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) gelungen ein Metamaterial aus würfelförmigen Bausteinen zu schaffen, das auf Druckkräfte mit einer Rotation antwortet. Üblicherweise gelingt dies nur mit Hilfe einer Übersetzung wie zum Beispiel einer Kurbelwelle. Das ausgeklügelte Design aus Streben und Ringstrukturen, sowie die zu Grunde liegende Mathematik stellen die Wissenschaftler in der aktuellen Ausgabe der renommierten Fachzeitschrift Science vor.

„Übt man Kraft von oben auf einen Materialblock aus, dann deformiert sich dieser in unterschiedlicher Weise. Er kann sich ausbuchten, zusammenstauchen oder...

Im Focus: Proton-Rekord: Magnetisches Moment mit höchster Genauigkeit gemessen

Hochpräzise Messung des g-Faktors elf Mal genauer als bisher – Ergebnisse zeigen große Übereinstimmung zwischen Protonen und Antiprotonen

Das magnetische Moment eines einzelnen Protons ist unvorstellbar klein, aber es kann dennoch gemessen werden. Vor über zehn Jahren wurde für diese Messung der...

Im Focus: New proton record: Researchers measure magnetic moment with greatest possible precision

High-precision measurement of the g-factor eleven times more precise than before / Results indicate a strong similarity between protons and antiprotons

The magnetic moment of an individual proton is inconceivably small, but can still be quantified. The basis for undertaking this measurement was laid over ten...

Im Focus: Reibungswärme treibt hydrothermale Aktivität auf Enceladus an

Computersimulation zeigt, wie der Eismond Wasser in einem porösen Gesteinskern aufheizt

Wärme aus der Reibung von Gestein, ausgelöst durch starke Gezeitenkräfte, könnte der „Motor“ für die hydrothermale Aktivität auf dem Saturnmond Enceladus sein....

Im Focus: Frictional Heat Powers Hydrothermal Activity on Enceladus

Computer simulation shows how the icy moon heats water in a porous rock core

Heat from the friction of rocks caused by tidal forces could be the “engine” for the hydrothermal activity on Saturn's moon Enceladus. This presupposes that...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mathematiker-Jahrestagung DMV + GDM: 5. bis 9. März 2018 an Uni Paderborn - Über 1.000 Teilnehmer

24.11.2017 | Veranstaltungen

Forschungsschwerpunkt „Smarte Systeme für Mensch und Maschine“ gegründet

24.11.2017 | Veranstaltungen

Schonender Hüftgelenkersatz bei jungen Patienten - Schlüssellochchirurgie und weniger Abrieb

24.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Mathematiker-Jahrestagung DMV + GDM: 5. bis 9. März 2018 an Uni Paderborn - Über 1.000 Teilnehmer

24.11.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Maschinen über die eigene Handfläche steuern: Nachwuchspreis für Medieninformatik-Student

24.11.2017 | Förderungen Preise

Treibjagd in der Petrischale

24.11.2017 | Biowissenschaften Chemie