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Mehr „Land zum Leben“: Rotmilan-Schutzprojekt geht in die zweite Runde

13.07.2015

Gute Nachrichten für Deutschlands heimlichen Wappenvogel: Das Verbundprojekt „Land zum Leben“ zum Schutz des Rotmilans wird offiziell bis September 2019 verlängert.

In acht Bundesländern werden landwirtschaftliche Betriebe weiterhin beraten, damit der in Not geratene Rotmilan bessere Lebensbedingungen in der modernen Agrarlandschaft findet. Mehr als die Hälfte aller Rotmilane weltweit brütet in Deutschland.


Der Rotmilan ist einer unserer schönsten Greifvögel und wegen seines rostroten Gefieders und seines gegabelten Schwanzes unverwechselbar. © Christoph Jansch

Quelle: rotmilan.org

Ihr Lebensraum ist die Agrarlandschaft, weswegen die Landwirtschaft beim Schutz dieser Art eine Schlüsselrolle spielt. Der elegante Greifvogel hat ein sehr kleines Verbreitungsgebiet und kommt nur in Europa vor.

"Für den Schutz und Erhalt des Rotmilans haben wir in Deutschland eine besondere Verantwortung. Ich freue mich darüber, dass die Rahmenbedingungen in den beteiligten Bundesländern für Maßnahmen in der Landwirtschaft nun gegeben sind, die den Bestand des Rotmilans sichern helfen. Damit kann die Projektlaufzeit verlängert werden“, sagt BfN-Präsidentin Prof. Beate Jessel.

Kern des Projektes ist die persönliche und individuelle Beratung von Betrieben durch Landschafts-pflegeverbände und andere Expertinnen und Experten. Die Fachleute des Projektes beraten, wie Maßnahmen in der Landwirtschaft, die dem Rotmilan zugutekommen aussehen und angewandt werden können. Darüber hinaus werden Nestschutzzonen geschaffen und zukünftige Brutbäume gepflanzt.

So greifen Artenschutz und nachhaltige Landnutzung ineinander. Der Erfolg des Vorhabens ist von den landwirtschaftlichen Förderprogrammen der Länder abhängig, die die Umsetzung besonderer Maßnahmen für den Artenschutz in der Landwirtschaft honorieren.

„Im Zuge der weiteren Intensivierung der Landwirtschaft hat auch der Rotmilan Probleme, ausreichend Nachwuchs flügge zu bekommen, weil wichtige Flächen für die Nahrungssuche wie Grünland und Brachen fehlen. Ganze Landstriche bestehen heute oft nur noch aus dicht stehendem Getreide und Raps. Beutesuche Fehlanzeige! Darüber hinaus setzen ihnen Fressfeinde während der Brutzeit zu“, so Peer Cyriacks, Biologe der Deutschen Wildtier Stiftung.

Der Deutsche Verband für Landschaftspflege, DVL, koordiniert das Gesamtprojekt. Der Dachverband Deutscher Avifaunisten, DDA, wertet die Maßnahmen wissenschaftlich aus und führt Begleituntersuchungen durch. Der breiten Öffentlichkeit wird der Rotmilan und das Artenschutzprojekt durch die Deutsche Wildtier Stiftung nahegebracht.

„Land zum Leben“ wird im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt vom Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit bis September 2019 mit insgesamt etwa 5,5 Mio. € gefördert. Ein Ziel des Bundesprogramms ist es, den Rückgang der Biologischen Vielfalt aufzuhalten und das gesellschaftliche Bewusstsein für die Artenvielfalt zu stärken.

Ansprechpartner stellvertretend für die Projektgruppe:

Peer Cyriacks
Naturschutz & Umweltpolitik
Deutsche Wildtier Stiftung
Christoph-Probst-Weg 4
20251 Hamburg
Telefon 040/ 9707869-23
Fax 040/9707869-99
P.Cyriacks@DeWiSt.de
www.DeutscheWildtierStiftung.de
www.Rotmilan.org

Weitere Informationen:

http://www.rotmilan.org sowie unter:
http://www.biologischevielfalt.de/bp_pj_rotmilan.html

Eva Goris | Deutsche Wildtier Stiftung

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