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IPRI-Projekt zu grüner Logistik in Maschinenbau und chemischer Industrie: Ergebnisse verfügbar

05.09.2011
Im Forschungsprojekt „Green Logistics Target Costing“ liegen die ersten Zwischenergebnisse in Form einer Methode zur kundenorientierten Gestaltung „grüner“ Logistikprozesse vor.

Die Methode ermöglicht es Unternehmen des Maschinenbaus und der chemischen Industrie die CO2-Emissionen der Logistik bereits in der Produktentwicklung zu berücksichtigen und die Logistikprozesse auf der Grundlage von Kosteninformationen auszugestalten.

Die Anwendung der Methode wird durch ein Software-Tool und einen Leitfaden unterstützt. Beides kann zur Validierung kostenfrei bezogen werden. Weitere Informationen erhalten Sie unter http://www.green-logistics.org und unter http://www.ipri-institute.com.

„Grüne“ Logistik ist ein derzeit viel diskutiertes Thema. Das anwendungsorientierte Forschungsprojekt „Green Logistics Target Costing“, das in Zusammenarbeit mit dem Institut für Logistik und Unternehmensführung der Technischen Universität Hamburg-Harburg durchgeführt wird, wählt mit dem Blick aus Richtung der Produktentwicklung eine gestaltungsorientierte Perspektive auf die Logistikprozesse. Transport, Umschlag und Lagerhaltungsprozesse werden in der Produktentwicklung geplant und ein Großteil der damit verbundenen Kosten und Emissionen werden bereits in dieser Phase festgelegt. Die Perspektive der Produktentwicklung kommt jedoch nicht ohne die Berücksichtigung des Kundennutzens aus. Nur der integrierte Blick auf Kundennutzen, Kosten und Emissionen ermöglicht die Entwicklung von wettbewerbsfähigen Produkten mit grünen Logistikprozessen.

Um Kundennutzen, Kosten und Emissionen übereinzubringen wurde in dem Forschungsprojekt ein innovatives Vorgehen auf der Grundlage des Target Costing entwickelt. Das „Green Logistics Target Costing“ ermöglicht es ausgehend von der Bestimmung des Kundennutzens und dem am Markt erzielbaren Produktpreis inklusive grüner Logistik, sowohl Kosten, als auch Emissionen für den Produktlebenszyklus zu planen. Das Vorgehen zielt dabei insbesondere auf die Identifikation ökoeffizienter, d.h. gleichzeitig kosten- und emissionssenkender, Potenziale.

Die Zwischenergebnisse des Projekts sind nun verfügbar. Die entwickelte Methode des „Green Logistics Target Costing“ kann anhand eines Software-Demonstrators auf Excel-Basis getestet werden. Das Vorgehen und der Demonstrator sind zudem umfassend in einem dazugehörigen Leitfaden erläutert. Zielgruppe sind Unternehmen des Maschinenbaus und der chemischen Industrie sowie Logistikdienstleister. Demonstrator und Leitfaden können kostenfrei zum Test bei Herrn Berlin bezogen werden. Interessenten werden gebeten einen Validierungsfragebogen auszufüllen (Zeitdauer: max. 10 Minuten). Ansprechpartner ist Herr Sebastian Berlin (sberlin@ipri-institute.com; 0711/6203268-0).

Das IGF-Vorhaben 16474 N der Forschungsvereinigung Bundesvereinigung Logistik e.V. - BVL, Schlachte 31, 28195 Bremen wird über die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ (AiF) e. V. im Rahmen des Programms zur Förderung der industriellen Gemeinschaftsforschung und -entwicklung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.

Mischa Seiter | idw
Weitere Informationen:
http://www.ipri-institute.com
http://www.green-logistics.org

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