Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Es geht los: Die Eier sind gelegt – Verfolgen Sie live das Brutgeschehen im Schreiadler-Horst!

03.05.2012
Der 1. Schritt ist geschafft: Das Schreiadler-Paar hat seine Eier gelegt und beginnt jetzt mit dem Brüten.
Über 10.000 Kilometer haben die in Deutschland extrem selten gewordenen Schreiadler in den letzten Wochen hinter sich gebracht, nun sind sie als einer der letzten Zugvögel in ihre Brutgebiete im Osten Deutschlands, nach Polen und das Baltikum zurückgekehrt.

Auch in Lettland, im Naturreservat Teici, hat ein Schreiadler-Paar mit der Brut begonnen. Das Besondere an diesem Paar: Es ist der Star einer Live-Übertragung. Eine versteckte Kamera filmt das Brutgeschehen im Horst und überträgt es live ins Internet (www.DeutscheWildtierStiftung.de).

„Die Web-Kamera ist Teil eines lettischen Forschungsprojektes, bei dem die Nahrungszusammensetzung für Schreiadler-Küken untersucht wird“, sagt Dr. Andreas Kinser, Schreiadlerexperte der Deutschen Wildtier Stiftung. „Positiver Nebeneffekt der Forschungsarbeiten ist, dass Naturfreunde die Brut der Schreiadler hautnah beobachten können“, so Kinser weiter.

Während sich die Schreiadler im März auf ihrem Zugweg aus dem südlichen Afrika nach Europa machten, wurden zwei Kameras von Dr. Ugis Bergmanis, dem lettischen Schreiadlerexperten und Kooperationspartner der Deutschen Wildtier Stiftung, an den Schreiadler-Horsten angebracht und versteckt. „Bereits im Jahr 2011 wurden Live-Bilder aus dem Schreiadler-Horst direkt ins Internet übertragen“, so Kinser. „Damals kam es aber nicht zum Füttern des Jungvogels – ein Marder hat vor laufender Kamera vorher das Nest geplündert.“

In Deutschland sind die Schreiadler vom Aussterben bedroht. Ursache sind vor allem die Intensivierungen in der Land- und Forstwirtschaft. In einem Modellprojekt, das durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesumweltministeriums gefördert wird, erprobt die Deutsche Wildtier Stiftung derzeit, wie eine schreiadlerfreundliche Landbewirtschaftung aussehen könnte. „Auch den Landwirten und Förstern, mit denen wir in Mecklenburg-Vorpommern zusammen arbeiten, liegt der Erhalt der Schreiadler am Herzen“, so Dr. Andreas Kinser. „Aber unsere Schutzbemühungen werden großflächig erst dann greifen, wenn eine schreiadlerfreundliche Landbewirtschaftung nicht zu wirtschaftlichen Nachteilen führt.“
Pressekontakt

Eva Goris, Pressesprecherin, Billbrookdeich 216, 22113 Hamburg, Telefon 040 73339-1874, Fax 040 7330278, E.Goris@DeutscheWildtierStiftung.de

Eva Goris | Deutsche Wildtier Stiftung
Weitere Informationen:
http://www.DeutscheWildtierStiftung.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Erste "Rote Liste" gefährdeter Lebensräume in Europa
16.01.2017 | Universität Wien

nachricht Kann das "Greening" grüner werden?
11.01.2017 | Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Verkehrsstau im Nichts

Konstanzer Physiker verbuchen neue Erfolge bei der Vermessung des Quanten-Vakuums

An der Universität Konstanz ist ein weiterer bedeutender Schritt hin zu einem völlig neuen experimentellen Zugang zur Quantenphysik gelungen. Das Team um Prof....

Im Focus: Traffic jam in empty space

New success for Konstanz physicists in studying the quantum vacuum

An important step towards a completely new experimental access to quantum physics has been made at University of Konstanz. The team of scientists headed by...

Im Focus: Textiler Hochwasserschutz erhöht Sicherheit

Wissenschaftler der TU Chemnitz präsentieren im Februar und März 2017 ein neues temporäres System zum Schutz gegen Hochwasser auf Baumessen in Chemnitz und Dresden

Auch die jüngsten Hochwasserereignisse zeigen, dass vielerorts das natürliche Rückhaltepotential von Uferbereichen schnell erschöpft ist und angrenzende...

Im Focus: Wie Darmbakterien krank machen

HZI-Forscher entschlüsseln Infektionsmechanismen von Yersinien und Immunantworten des Wirts

Yersinien verursachen schwere Darminfektionen. Um ihre Infektionsmechanismen besser zu verstehen, werden Studien mit dem Modellorganismus Yersinia...

Im Focus: How gut bacteria can make us ill

HZI researchers decipher infection mechanisms of Yersinia and immune responses of the host

Yersiniae cause severe intestinal infections. Studies using Yersinia pseudotuberculosis as a model organism aim to elucidate the infection mechanisms of these...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft Osteuropas und Zentralasiens

19.01.2017 | Veranstaltungen

Künftige Rohstoffexperten aus aller Welt in Freiberg zur Winterschule

18.01.2017 | Veranstaltungen

Bundesweiter Astronomietag am 25. März 2017

17.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Flashmob der Moleküle

19.01.2017 | Physik Astronomie

Tollwutviren zeigen Verschaltungen im gläsernen Gehirn

19.01.2017 | Medizin Gesundheit

Fraunhofer-Institute entwickeln zerstörungsfreie Qualitätsprüfung für Hybridgussbauteile

19.01.2017 | Verfahrenstechnologie