Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Gabriel gibt der Elbe mehr Raum

24.09.2009
Bundesumweltministerium bewilligt weitere 6,7 Millionen Euro für Deichrückverlegung an der Mittleren Elbe

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel stellt weitere Bundesmittel in Höhe von 6,7 Millionen Euro für die Deichrückverlegung im Naturschutzgroßprojekt „Mittlere Elbe“ in Sachsen-Anhalt zur Verfügung.

Wesentliches Ziel dieses Bundesprojektes ist der Schutz und die Wiederherstellung einer intakten, naturnahen und waldreichen Überflutungsaue. Mit der Deichrückverlegung im Lödderitzer Forst stehen der Elbe im Hochwasserfall künftig 600 Hektar mehr Überschwemmungsfläche zur Verfügung. Die Gefahr von Deichbrüchen wird dadurch reduziert und der größte zusammenhängende Auwaldkomplex Deutschlands kann wieder überflutet werden.

Sigmar Gabriel: „Die Deichrückverlegung im Lödderitzer Forst – die größte Maßnahme dieser Art in Europa – führt zusammen mit der jüngst umgesetzten Altdeichschlitzung im Projekt „Lenzener Elbtalaue“ zu einer Erweiterung der Überschwemmungsflächen an der Elbe von mehr als 1000 Hektar. Diese Naturschutzmaßnahmen sind bundesweit herausragend und beispielhaft für eine gute Kooperation von Wasserwirtschaft und Naturschutz zum Wohle von Mensch und Natur“.

Seit 2001 wurden neben dem Kauf von über 900 Hektar wertvoller Aue bereits zahlreiche Maßnahmen zur Sicherung und Entwicklung von Auwäldern und -wiesen sowie zur Reaktivierung von Flutrinnen umgesetzt. Insgesamt investiert der Bund 17,5 Millionen Euro für die Verbesserung der Lebensbedingungen seltener Tier- und Pflanzenarten an der Mittleren Elbe. Das sind 75 Prozent der insgesamt anfallenden Projektkosten. Weitere Finanzmittel werden vom Land Sachsen-Anhalt und dem WWF, dem Träger des Vorhabens, zur Verfügung gestellt.

Die große Bedeutung des 5700 Hektar großen Gebietes „Mittlere Elbe“ aus Bundessicht beruht darauf, dass die Elbe hier als letzter nicht gravierend ausgebauter, schiffbarer Fluss Deutschlands mit einer naturnahen Stromtalaue erhalten geblieben ist. Das Gebiet stellt ein national und international bedeutsames Brut,- Rast- und Durchzugsgebiet für zahlreiche Vogelarten dar. Bedingt durch die große Vielfalt an Biotoptypen beherbergt das Gebiet „Mittlere Elbe“ zahlreiche gefährdete und zum Teil vom Aussterben bedrohte Tier- und Pflanzenarten.

Das Naturschutzgroßprojekt „Mittlere Elbe“ gehört zu derzeit 33 Vorhaben der Bundesförderung „chance.natur“. Mit dem Förderprogramm trägt der Bund seit 30 Jahren zur Erhaltung großflächiger, national bedeutsamer Landschaften bei. Insgesamt wurden seit 1979 mehr als 390 Millionen Euro Bundesmittel für 73 Projekte bereitgestellt. Es handelt sich um einen der größten Naturschutz-Fördertitel in Deutschland mit einem jährlichen Etat von derzeit 14 Millionen Euro. Die Mittel stammen aus dem Haushalt des Bundesumweltministeriums; die fachliche und administrative Betreuung obliegt dem Bundesamt für Naturschutz.

Michael Schroeren | BMU-Pressereferat
Weitere Informationen:
http://www.bmu.de/presse

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Wie gefährlich ist Reifenabrieb?
19.02.2018 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

nachricht Verbreitung von Fischeiern durch Wasservögel – nur ein Mythos?
19.02.2018 | Universität Basel

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vorstoß ins Innere der Atome

Mit Hilfe einer neuen Lasertechnologie haben es Physiker vom Labor für Attosekundenphysik der LMU und des MPQ geschafft, Attosekunden-Lichtblitze mit hoher Intensität und Photonenenergie zu produzieren. Damit konnten sie erstmals die Interaktion mehrere Photonen in einem Attosekundenpuls mit Elektronen aus einer inneren atomaren Schale beobachten konnten.

Wer die ultraschnelle Bewegung von Elektronen in inneren atomaren Schalen beobachten möchte, der benötigt ultrakurze und intensive Lichtblitze bei genügend...

Im Focus: Attoseconds break into atomic interior

A newly developed laser technology has enabled physicists in the Laboratory for Attosecond Physics (jointly run by LMU Munich and the Max Planck Institute of Quantum Optics) to generate attosecond bursts of high-energy photons of unprecedented intensity. This has made it possible to observe the interaction of multiple photons in a single such pulse with electrons in the inner orbital shell of an atom.

In order to observe the ultrafast electron motion in the inner shells of atoms with short light pulses, the pulses must not only be ultrashort, but very...

Im Focus: Good vibrations feel the force

Eine Gruppe von Forschern um Andrea Cavalleri am Max-Planck-Institut für Struktur und Dynamik der Materie (MPSD) in Hamburg hat eine Methode demonstriert, die es erlaubt die interatomaren Kräfte eines Festkörpers detailliert auszumessen. Ihr Artikel Probing the Interatomic Potential of Solids by Strong-Field Nonlinear Phononics, nun online in Nature veröffentlich, erläutert, wie Terahertz-Laserpulse die Atome eines Festkörpers zu extrem hohen Auslenkungen treiben können.

Die zeitaufgelöste Messung der sehr unkonventionellen atomaren Bewegungen, die einer Anregung mit extrem starken Lichtpulsen folgen, ermöglichte es der...

Im Focus: Good vibrations feel the force

A group of researchers led by Andrea Cavalleri at the Max Planck Institute for Structure and Dynamics of Matter (MPSD) in Hamburg has demonstrated a new method enabling precise measurements of the interatomic forces that hold crystalline solids together. The paper Probing the Interatomic Potential of Solids by Strong-Field Nonlinear Phononics, published online in Nature, explains how a terahertz-frequency laser pulse can drive very large deformations of the crystal.

By measuring the highly unusual atomic trajectories under extreme electromagnetic transients, the MPSD group could reconstruct how rigid the atomic bonds are...

Im Focus: Verlässliche Quantencomputer entwickeln

Internationalem Forschungsteam gelingt wichtiger Schritt auf dem Weg zur Lösung von Zertifizierungsproblemen

Quantencomputer sollen künftig algorithmische Probleme lösen, die selbst die größten klassischen Superrechner überfordern. Doch wie lässt sich prüfen, dass der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Von festen Körpern und Philosophen

23.02.2018 | Veranstaltungen

Spannungsfeld Elektromobilität

23.02.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2018

21.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Vorstoß ins Innere der Atome

23.02.2018 | Physik Astronomie

Wirt oder Gast? Proteomik gibt neue Aufschlüsse über Reaktion von Rifforganismen auf Umweltstress

23.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Wie Zellen unterschiedlich auf Stress reagieren

23.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics