Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Naturschutzprojekt hilft Kranich, Kiebitz & Co

23.04.2002


Naturschutzgroßprojekt des Bundes "Meerbruch" erfolgreich abgeschlossen

Zahlreiche gefährdete Vogel- und Amphibienarten wie der Kranich, Kiebitz oder die Kreuzkröte sind im Gebiet "Meerbruch" wieder zu Hause. Dies ist das wichtigste Ergebnis eines Naturschutzprojektes des Bundes, das nach zwölfjähriger Laufzeit erfolgreich ausgelaufen ist. Der "Meerbruch" ist ein Feuchtgebiet in Niedersachsen und ist Teil des "Steinhuder Meeres". Dieses Gebiet wurde in der Vergangenheit durch die intensive Landwirtschaft in seiner Funktion als Brut- und Rastgebiet für Vogelarten, die an Feuchtgrünland gebunden sind, zunehmend beeinträchtigt.
Mit Bundesmitteln in Höhe von insgesamt rund fünf Millionen Euro konnten in der Trägerschaft des Naturparks Steinhuder Meer, der sich ebenso wie das Land Niedersachsen an der Finanzierung beteiligte, insgesamt etwa 660 Hektar für die Durchführung von Wiedervernässungsmaßnahmen (Anstau von Gräben und Anlage von feuchten Senken als Nahrungs- und Brutplätze) erworben werden. Die Vernässungsmaßnahmen führten zu hohen Wasserständen, weitläufige Überstauungen und eine gute Durchfeuchtung des Bodens. Eine hohe Bodenfeuchte ist für die Jungenaufzucht von Brachvogel, Uferschnepfe und Schafstelze ideal und im letzten Jahr hat sogar der Kranich das Gebiet "Meerbruch" als Sommerlebensraum angenommen. Von den frisch angelegten Senken (Blänken) profitieren beispielsweise aber auch Kiebitze, die vom umgebenden Rohboden angezogen werden und gerne dort brüten. Der Bestand der bundesweit stark unter Bestandseinbußen leidenden Kiebitze konnte durch die Maßnahmen auf 23 Brutpaare stabilisiert werden. Auf Amphibien wie zum Beispiel Kreuzkröte, Wasserfrosch oder Moorfrosch hat sich die Schaffung zusätzlicher Kleingewässer so positiv ausgewirkt, dass sich ihre Zahl vervielfacht hat.
Im Rahmen des Naturschutzgroßprojektes wurde ein Rundwanderweg verlegt und ein Beobachtungsturm am Rande des Projektgebietes errichtet, um Besuchern den Zugang zum Gebiet zu erhalten und gleichzeitig Störungen der Tierwelt zu verringern.

Der Meerbruch ist ein ausgedehntes Grünlandgebiet auf Niedermoorböden, das durch nährstoffreiche Feuchtwiesen, Rieder und Sümpfe, einzelne Birken- und Erlenbruchwaldbestände, Teichröhrichte und Gräben geprägt ist. Dort leben gefährdete Brutvogelarten wie Großer Brachvogel, Uferschnepfe, Kiebitz, Kampfläufer, Rotschenkel, Bekassine und Weißstorch.

Hinweis:
Open Air "sounds for nature" am 1. Juni 2002, Museumsmeile Bonn,
Neuer Filmspot-Wettbewerb läuft: www.spots-for-nature.org
Naturdetektive ermitteln wieder: www.naturdetektive.de

Franz August Emde | idw
Weitere Informationen:
http://www.spots-for-nature.org
http:// www.naturdetektive.de

Weitere Berichte zu: Gräben Kiebitz Kranich Kreuzkröte Naturschutzprojekt

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Erste "Rote Liste" gefährdeter Lebensräume in Europa
16.01.2017 | Universität Wien

nachricht Kann das "Greening" grüner werden?
11.01.2017 | Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Scientists spin artificial silk from whey protein

X-ray study throws light on key process for production

A Swedish-German team of researchers has cleared up a key process for the artificial production of silk. With the help of the intense X-rays from DESY's...

Im Focus: Forscher spinnen künstliche Seide aus Kuhmolke

Ein schwedisch-deutsches Forscherteam hat bei DESY einen zentralen Prozess für die künstliche Produktion von Seide entschlüsselt. Mit Hilfe von intensivem Röntgenlicht konnten die Wissenschaftler beobachten, wie sich kleine Proteinstückchen – sogenannte Fibrillen – zu einem Faden verhaken. Dabei zeigte sich, dass die längsten Proteinfibrillen überraschenderweise als Ausgangsmaterial schlechter geeignet sind als Proteinfibrillen minderer Qualität. Das Team um Dr. Christofer Lendel und Dr. Fredrik Lundell von der Königlich-Technischen Hochschule (KTH) Stockholm stellt seine Ergebnisse in den „Proceedings“ der US-Akademie der Wissenschaften vor.

Seide ist ein begehrtes Material mit vielen erstaunlichen Eigenschaften: Sie ist ultraleicht, belastbarer als manches Metall und kann extrem elastisch sein....

Im Focus: Erstmalig quantenoptischer Sensor im Weltraum getestet – mit einem Lasersystem aus Berlin

An Bord einer Höhenforschungsrakete wurde erstmals im Weltraum eine Wolke ultrakalter Atome erzeugt. Damit gelang der MAIUS-Mission der Nachweis, dass quantenoptische Sensoren auch in rauen Umgebungen wie dem Weltraum eingesetzt werden können – eine Voraussetzung, um fundamentale Fragen der Wissenschaft beantworten zu können und ein Innovationstreiber für alltägliche Anwendungen.

Gemäß dem Einstein’schen Äquivalenzprinzip werden alle Körper, unabhängig von ihren sonstigen Eigenschaften, gleich stark durch die Gravitationskraft...

Im Focus: Quantum optical sensor for the first time tested in space – with a laser system from Berlin

For the first time ever, a cloud of ultra-cold atoms has been successfully created in space on board of a sounding rocket. The MAIUS mission demonstrates that quantum optical sensors can be operated even in harsh environments like space – a prerequi-site for finding answers to the most challenging questions of fundamental physics and an important innovation driver for everyday applications.

According to Albert Einstein's Equivalence Principle, all bodies are accelerated at the same rate by the Earth's gravity, regardless of their properties. This...

Im Focus: Mikrobe des Jahres 2017: Halobacterium salinarum - einzellige Urform des Sehens

Am 24. Januar 1917 stach Heinrich Klebahn mit einer Nadel in den verfärbten Belag eines gesalzenen Seefischs, übertrug ihn auf festen Nährboden – und entdeckte einige Wochen später rote Kolonien eines "Salzbakteriums". Heute heißt es Halobacterium salinarum und ist genau 100 Jahre später Mikrobe des Jahres 2017, gekürt von der Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM). Halobacterium salinarum zählt zu den Archaeen, dem Reich von Mikroben, die zwar Bakterien ähneln, aber tatsächlich enger verwandt mit Pflanzen und Tieren sind.

Rot und salzig
Archaeen sind häufig an außergewöhnliche Lebensräume angepasst, beispielsweise heiße Quellen, extrem saure Gewässer oder – wie H. salinarum – an...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Neuer Algorithmus in der Künstlichen Intelligenz

24.01.2017 | Veranstaltungen

Gehirn und Immunsystem beim Schlaganfall – Neueste Erkenntnisse zur Interaktion zweier Supersysteme

24.01.2017 | Veranstaltungen

Hybride Eisschutzsysteme – Lösungen für eine sichere und nachhaltige Luftfahrt

23.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Im Interview mit Harald Holzer, Geschäftsführer der vitaliberty GmbH

24.01.2017 | Unternehmensmeldung

MAIUS-1 – erste Experimente mit ultrakalten Atomen im All

24.01.2017 | Physik Astronomie

European XFEL: Forscher können erste Vorschläge für Experimente einreichen

24.01.2017 | Physik Astronomie