Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Teams aus drei Ländern messen Radioaktivität

21.08.2007
Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) beteiligt sich mit einem eigenen Messteam an einer Drei-Länder-Übung zur Messung der Radioaktivität in der Umwelt. Vom 27. bis 30. August 2007 führen Spezialisten aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz gemeinsame Radioaktivitätsmessungen in der Region Basel/Schweiz durch.

Jedes Team ermittelt bei der Übung vom Helikopter aus Messdaten, die anschließend in ein Gesamtbild einfließen. Ziel ist es, für die gegenseitige Hilfeleistung z. B. bei Unfällen in Kernkraftwerken über Grenzen hinweg gerüstet zu sein. Neben dem Dreiländereck werden auch die Schweizer Kernkraftwerke Gösgen und Mühleberg überflogen.

Am Dienstag, den 28. August wird auf dem Areal des Rangierbahnhofs Muttenz bei Basel das Auffinden und Bergen radioaktiver Quellen geübt. Dabei wird der Helikopter das bezeichnete Gebiet zunächst überfliegen, um die Quellen zu orten. Anschließend werden diese von Einsatzkräften des Kantons Basel-Landschaft gesucht und geborgen. Die zu Übungszwecken ausgelegten radioaktiven Quellen werden von den Schweizer Behörden gesichert. Die Schweizerische Nationale Alarmzentrale übernimmt auch die Federführung der trinationalen Messübung.

Am Mittwoch, den 29. August wird das Dreiländereck überflogen, wobei die Stadt Basel maßgeblich durch das Schweizer Team, das angrenzende deutsche Gebiet vom BfS vermessen wird.

Die Radioaktivitätsmessung aus der Luft, die so genannte Aeroradiometrie, ermöglicht das schnelle Ausmessen eines Gebietes auf mögliche radioaktive Kontaminationen oder das Auffinden radioaktiver Quellen. Mit Hilfe eines mit dem Messgerät bestückten Helikopters kann eine Fläche von rund 70 km2 innerhalb von etwa drei Stunden detektiert werden. Die Messresultate liegen bereits bei der Landung vor. Damit kann den Strahlenschutzteams am Boden ein entscheidender Hinweis gegeben werden, wo sie mit ihren genaueren, aber weniger großflächig einsetzbaren Geräten vertiefende Messungen beziehungsweise Untersuchungen durchführen sollen.

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) führt seit 1997 in Zusammenarbeit mit der deutschen Bundespolizei (früher Bundesgrenzschutz) regelmäßig diese Messübungen durch. Die internationale Zusammenarbeit mit anderen europäischen Strahlenschutzbehörden hat sich bewährt.

Joachim Gross | idw
Weitere Informationen:
http://www.bfs.de
http://www.emf-forschungsprogramm.de

Weitere Berichte zu: BfS Helikopter Messübung Radioaktivität

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Erste "Rote Liste" gefährdeter Lebensräume in Europa
16.01.2017 | Universität Wien

nachricht Kann das "Greening" grüner werden?
11.01.2017 | Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Verkehrsstau im Nichts

Konstanzer Physiker verbuchen neue Erfolge bei der Vermessung des Quanten-Vakuums

An der Universität Konstanz ist ein weiterer bedeutender Schritt hin zu einem völlig neuen experimentellen Zugang zur Quantenphysik gelungen. Das Team um Prof....

Im Focus: Traffic jam in empty space

New success for Konstanz physicists in studying the quantum vacuum

An important step towards a completely new experimental access to quantum physics has been made at University of Konstanz. The team of scientists headed by...

Im Focus: Textiler Hochwasserschutz erhöht Sicherheit

Wissenschaftler der TU Chemnitz präsentieren im Februar und März 2017 ein neues temporäres System zum Schutz gegen Hochwasser auf Baumessen in Chemnitz und Dresden

Auch die jüngsten Hochwasserereignisse zeigen, dass vielerorts das natürliche Rückhaltepotential von Uferbereichen schnell erschöpft ist und angrenzende...

Im Focus: Wie Darmbakterien krank machen

HZI-Forscher entschlüsseln Infektionsmechanismen von Yersinien und Immunantworten des Wirts

Yersinien verursachen schwere Darminfektionen. Um ihre Infektionsmechanismen besser zu verstehen, werden Studien mit dem Modellorganismus Yersinia...

Im Focus: How gut bacteria can make us ill

HZI researchers decipher infection mechanisms of Yersinia and immune responses of the host

Yersiniae cause severe intestinal infections. Studies using Yersinia pseudotuberculosis as a model organism aim to elucidate the infection mechanisms of these...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft Osteuropas und Zentralasiens

19.01.2017 | Veranstaltungen

Künftige Rohstoffexperten aus aller Welt in Freiberg zur Winterschule

18.01.2017 | Veranstaltungen

Bundesweiter Astronomietag am 25. März 2017

17.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Flashmob der Moleküle

19.01.2017 | Physik Astronomie

Tollwutviren zeigen Verschaltungen im gläsernen Gehirn

19.01.2017 | Medizin Gesundheit

Fraunhofer-Institute entwickeln zerstörungsfreie Qualitätsprüfung für Hybridgussbauteile

19.01.2017 | Verfahrenstechnologie