Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

EU legt höhere Sammelziele für Altbatterien fest

27.09.2006
Durch ihren Schwermetallgehalt können Altbatterien, die nicht fachgerecht entsorgt werden, erhebliche Umweltschäden verursachen.

Das Bundesumweltministerium begrüßt deshalb, dass künftig europaweit alle Batterien in eine Getrenntsammlung gehen müssen und dafür entsprechende Sammelziele aufgestellt wurden. Damit lassen sich Einträge von Schadstoffen aus Altbatterien in die Umwelt wirksam vermeiden.

Am 26. September 2006 wurde die neue EU-Batterierichtlinie verkündet, die bestimmt, dass zukünftig EU-weit alle Altbatterien getrennt vom Hausmüll gesammelt und verwertet werden. Die deutsche Batterieverordnung ist nun bis zum 26. September 2008 an die Regelungen der EU-Richtlinie anzupassen.

Die neue Richtlinie legt für 2012 und für 2016 Sammelziele von 25 % bzw. 45 % des durchschnittlichen Absatzes der letzten drei Jahre fest. Dies ist in absehbarer Zeit auch in Deutschland für Hersteller und Handel sowie Verbraucherinnen und Verbraucher eine Herausforderung. Bisher werden etwa 35 % der in Deutschland in Verkehr gebrachten Batterien der getrennten Sammlung zugeführt.

Kostenlose Rückgabemöglichkeiten für gebrauchte Batterien sind in Deutschland schon seit langem in den Verkaufsstellen und zusätzlich bei den Kommunen vorhanden. Aufgabe der Wirtschaft und der Verbraucherinnen und Verbraucher ist es zukünftig, durch noch intensiveres Sammeln aktiv zur Schonung wertvoller Ressourcen und zur Verbesserung der Umwelt beizutragen.

Ferner wird mit der neuen EU-Richtlinie nach dem bereits seit dem Jahr 2000 bestehenden Verbot quecksilberhaltiger Batterien ein weiteres Schwermetallverbot eingeführt: Die Verwendung von Cadmium in Gerätebatterien ist mit Inkrafttreten der nationalen Umsetzungsregelungen nicht mehr zulässig.

Michael Schroeren | BMU-Pressereferat
Weitere Informationen:
http://www.bmu.de

Weitere Berichte zu: Altbatterien Batterie EU-Richtlinie Sammelziele

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Frühwarnsignale für Seen halten nicht, was sie versprechen
05.12.2016 | Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB)

nachricht Besserer Schutz vor invasiven Arten
15.11.2016 | Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie