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Auf der Suche nach Abfällen unter dem Meeresboden

12.09.2006
Im Meeresboden eingeschlossene Abfälle sind eine starke Verschmutzungsquelle. Die ungenügend zuverlässige Kartierung behindert eine Risikoeinschätzung von Ablageplätzen im Meer, an denen sich Abfallbehälter verbergen. Dieses Hindernis sollte durch das SITAR-Projekt beseitigt werden, indem innovative Lösungen zur Bewertung des Umweltrisikos in Verbindung mit Ablageplätzen von giftigen Abfällen auf dem Meeresboden entwickelt wurden.

Das Ziel des SITAR-Projekts wurde mittels der Entwicklung von akustischen Verfahren und ozeanographischen Geräten zur Abbildung von kleinen Wasserbehältern, die in unverfestigten Meeressedimenten liegen, verfolgt. Diese Anstrengungen basierten auf der Entwicklung eines neuen Typs von Sonarsystemen unter Nutzung des Prinzips eines Boden durchdringenden parametrischen Sonars, jedoch mit den Bildgebungsfähigkeiten des herkömmlichen Side-Scan-Sonars.

Parametrische Sonare sind zur Übertragung akustischer Signale im Wasser mit einem sehr schmalen Strahl und beinahe gänzlich ohne Seitenzipfel in der Lage. Parametrische Sonare zur Profilerstellung unter dem Meeresboden werden eingesetzt, um eine höhere räumliche Auflösung als bei herkömmlichen Profilerstellungen unter dem Meeresboden zu erzielen. Parametrische Side-Scan-Sonare (PSSS) stellen hierbei eine neue Entwicklung dar. Bei den PSSS werden Primärsignale mit hoher Frequenz zur Erstellung einer herkömmlichen Side-Scan-Abbildung des Meeresbodens genutzt, während die parametrisch erzeugte Differenzfrequenz (Niederfrequenz) zum Eindringen in die Sedimente des gleichen Bereichs dient. Nach der interferometrischen Verarbeitung der Signale, die über zwei Empfänger-Arrays eingehen, können Tiefeninformationen gewonnen werden. Die empfangenen Signale wurden durch eine spezialisierte Software verarbeitet, die man im Zuge des Projekts entwickelt hatte und die ein dreidimensionales Sonarverarbeitungspaket für künstliche Öffnungen bot.

Das PSSS wird die Arbeiten zur Bewertung der Gefahren durch Ablageplätze von giftigen Abfällen unterstützen sowie die Überwachung und Erkennung von verdeckten oder teilweise verdeckten Gegenständen wie Abfällen, Verschmutzungsquellen, Minen usw. verbessern. Dies hilft bei der Überwachung und bei Entscheidungen in Bezug auf positive Auswirkungen bei Umwelt und Meereslebewesen sowie bei menschlichen Tätigkeiten.

Dr. Johnny Dybedal | ctm
Weitere Informationen:
http://www.kongsberg.com

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