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Aerosole als Marker für die europäische GMES-Fähigkeit

24.07.2006
Aerosole in der Atmosphäre können als potenzielle Marker für die europäische Fähigkeit zur globalen Überwachung für Umwelt und Sicherheit (GMES - Global Monitoring of Environment and Security) dienen. Die Überwachung der Konzentration und der Eigenschaften von Aerosolen ist für die Kenntnis und Prognose ihrer Auswirkungen auf Klima und Luftqualität von grundlegender Bedeutung.

Ein großer Teil der Informationen zu Problemen des Klimas und der Luftqualität wird von lokalen boden- oder satellitenbasierten Instrumenten aus verschiedenen europäischen Überwachungsnetzwerken geliefert. Die Bestimmung der Aerosolverteilung in der Atmosphäre sowie die räumliche und zeitliche Verschiedenheit ist bei der Überwachung und Bewertung der Atmosphäre ein wichtiges Problem. Das vertikale Profil der Aerosoltilgung wird gesondert untersucht.

Gemeinsame Anstrengungen galten der Umsetzung von allgemeinen Überwachungsprogrammen für die Aerosolparameter unter Benutzung von harmonisierten Systemen für die Messung, Modellierung und Überwachung der Verteilung von Aerosolen.

Um die Aerosolschätzungen (für die Troposphäre und Stratosphäre) genauer zu gestalten, wurde eine gründliche Kartierung der bestehenden Aerosoldaten in Europa durchgeführt. Es wurde eine Open Source-Software für die Anwendung bei Datenbanken mit detaillierten Informationen zur Beobachtung der Aerosole und zur Modellprognose entwickelt. Erstmalig ist eine Kombination aus bodenbasierten, satellitenbasierten und Lidar-Beobachtungen sowie Ausgangsmaterial aus Modellierungen über eine Internetseite als Schnittstelle verfügbar. Es wird ein Katalog von Karten aus modellierten und gemessenen Daten präsentiert; weiterhin werden Prognosen durchgeführt, die verifizierte Modelle nutzen, wobei Simulationen mit verschiedenen räumlichen Auflösungen verwendet werden.

Die Datenbank ist öffentlich zugänglich und dient als Bezug für Datenrecherche und auch Datensammlung. Es ist ein einzigartiges Instrument zur umfassenden Suche nach Verfahren, Techniken, Lernprogrammen usw., wodurch der Wissenstransfer zwischen Atmosphärenforschern und Feldstationsbetreibern gefördert wird. Die anhand dieser gesammelten Daten durchgeführten Analysen liefern Erkenntnisse über die europäische Messkapazität und zeigen Bereiche auf, in denen bei der Datenablage noch Verbesserungen notwendig sind.

Michael Schultz | ctm
Weitere Informationen:
http://www.cea.fr

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